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Kündigung des AG vs. Weiterbildungsvereinbarung

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  • Kündigung des AG vs. Weiterbildungsvereinbarung

    Hallo Forum,

    im Zeitraum von 3 1/2 Monaten habe ich an fünf Tagesterminen an einem Führungskräfteseminar teilgenommen. Vorab habe ich bei meinem Arbeitgeber eine Weiterbildungsvereinbarun g unterschrieben, die mich dazu verpflicht, die Kosten des Seminars plus einen gewissen Betrag "Aufwandsentschädigun g" für die Organisation zurückzuzahlen, sollte ich innerhalb von 36 Monaten nach Abschluss des Trainings kündigen. Nehmen wir an, die Gesamtsumme spielt sich im Bereich um die 5.000 EUR ab.
    Entsprechend würde der Betrag bei Kündigung in 1/36-Schritten gemindert mit jedem Monat, den ich länger im Unternehmen bin.

    Frage 1:
    Nun bin ich auf diverse Urteile bzgl. der Bindungsdauer gestoßen. Hier gibt es Richtwerte für die Bindungsdauer, die sich allerdings immer auf zeitlich zusammenhängende (!) Fortbildungen beziehen. In meinem Fall waren das über 3 1/2 Monate nur fünf Seminartage. Entsprechend erscheint mir eine Regelung mit einer Dauer von 36 Monaten sehr lange vor - auch, wenn dadurch natürlich mein allgemeiner "Marktwert" erhöht wurde. Liege ich hier richtig?

    Zitat:
    "Besteht die Bildungsmaßnahme aus mehreren Unterrichtsabschnitten, sind die dazwischen liegenden Zeiten bei der Berechnung der Dauer nicht mit zu berücksichtigen (BAG v. 05.12.2002, 6 AZR 539/01, NZA 2003, S. 559)."

    Frage 2:
    Für den Fall, dass ich dennoch einen recht hohen Betrag zurückzahlen muss - wäre dieser als Werbungskosten steuerlich absetzbar?

    Vielen Dank vorab.

  • #2
    Zitat von Cheeseman Beitrag anzeigen
    im Zeitraum von 3 1/2 Monaten habe ich an fünf Tagesterminen an einem Führungskräfteseminar teilgenommen. Vorab habe ich bei meinem Arbeitgeber eine Weiterbildungsvereinbarun g unterschrieben, die mich dazu verpflicht, die Kosten des Seminars plus einen gewissen Betrag "Aufwandsentschädigun g" für die Organisation zurückzuzahlen, sollte ich innerhalb von 36 Monaten nach Abschluss des Trainings kündigen. Nehmen wir an, die Gesamtsumme spielt sich im Bereich um die 5.000 EUR ab.
    Entsprechend würde der Betrag bei Kündigung in 1/36-Schritten gemindert mit jedem Monat, den ich länger im Unternehmen bin.

    Frage 1:
    Nun bin ich auf diverse Urteile bzgl. der Bindungsdauer gestoßen. Hier gibt es Richtwerte für die Bindungsdauer, die sich allerdings immer auf zeitlich zusammenhängende (!) Fortbildungen beziehen. In meinem Fall waren das über 3 1/2 Monate nur fünf Seminartage. Entsprechend erscheint mir eine Regelung mit einer Dauer von 36 Monaten sehr lange vor - auch, wenn dadurch natürlich mein allgemeiner "Marktwert" erhöht wurde. Liege ich hier richtig?
    Hallo,

    ja, hiermit liegst du meiner Ansicht nach richtig.
    Frage 2:
    Für den Fall, dass ich dennoch einen recht hohen Betrag zurückzahlen muss - wäre dieser als Werbungskosten steuerlich absetzbar?
    Das ist zwar Steuerrecht und kein Arbeitsrecht - aber das sehe ich als Werbungskosten.

    Gruß,
    werner


    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

    Kommentar


    • #3
      5000 € Kosten also Kurskosten und Arbeitsausfall muss man rechnen, entsprechen grob einem Monatsgehalt. Dafür sind 36 Monate Bindung auch in meinen Augen zu lange. 6 max 12 Monate sehe ich als angemessen.

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