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Dürfen Fahrzeiten mit geleisteten Überstunden verrechnet werden?

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  • Dürfen Fahrzeiten mit geleisteten Überstunden verrechnet werden?

    Hallo Zusammen,

    ich bin absoluter Foren-Neuling und hoffe, dass ich mit meiner Frage bei euch richtig bin. Nach langer Google-Recherche werde ich hier einfach nicht fündig und hoffe, dass ich mir ein bisschen auf die Sprünge helfen könnt.

    Mein Lebensgefährte ist Monteur und deutschlandweit im Einsatz, sodass auch Anfahrten von 5 oder mehr Stunden nicht ungewöhnlich sind. Mit der letzten Abrechnung sind zum ersten Mal "Minus-Überstunden" angefallen. Unter dem Punkt "Überstunden 125%" standen -0,39 Stunden, die dann mit 8,68 € vom Gehalt abgezogen worden sind - nicht viel, aber hier geht es mir erstmal um das Prinzip! Nach Rücksprache mit dem Arbeitgeber werden hier die geleisteten Fahrzeiten mit den geleisteten Überstunden verrechnet und wenn zu viele Fahrstunden anfallen kommen halt Minus-Überstunden zustande.

    Nach meinem Verständnis kann ich entweder keine Überstunden machen oder Plus-Stunden - aber gibt es Stunden, die mit einem Zuschlag von 25% vom Gehalt abgezogen werden können? Und ist es zulässig, dass Fahrzeiten mit Überstunden verrechnet werden?

    Danke schonmal an euch!

  • #2
    Fährt er mit dem Auto? Dann ist Fahrtzeit meines Wissen Arbeitszeit, da man ja nichts anderes machen kann. Dann würde durch die Fahrerei noch mehr Überstunden entstehen. Allerdings muss der Arbeitgeber die PKW-Fahrt vorgegeben haben.
    Wenn dein Freund eigentlich auch mit dem Zug fahren könnte/dürfte und dabei Netflix gucken, also die freie Wahl hat, wäre die Reisezeit keine Arbeitszeit. Warum es in dem Fall dann aber einen 25 % Aufschlag geben sollte, erschließt sich mir auch nicht.

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    • #3
      Ach so, vergessen: Wenn die Fahrtzeit allerdings in der regulären Arbeitszeit liegt, ist sie in jedem Fall zu vergüten. Die Frage nach Arbeits- oder Ruhezeit stellt sich nur für Fahrten, die außerhalb der regulären Arbeitszeit liegen.

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      • #4
        Hallo, danke für deine Antwort. Ja, er ist mit dem Firmenwagen unterwegs und die Arbeitsstellen werden vorgegeben.

        Die Fahrzeit wird auch mit dem normalen Stundenlohn vergütet, genau wie bei den Soll-Arbeitsstunden. Allerdings werden die Fahrzeiten nach dem Arbeitgeber jedoch mit dem geleisteten Überstunden verrechnet. Die Überstunden fallen nicht beim Fahren an, sondern auf den Baustellen.

        Beispiel:
        Überstunden = 26,21 Stunden
        Fahrzeit = 27,0 Stunden
        abgezogene Überstunden = -0,39 Stunden

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        • #5
          Hallo,

          der Gehaltsabzug geht in meinen Augen gar nicht.

          Selbst wenn das so rein rechnerisch raus kommt. Dann muss der Arbeitgeber halt Arbeit zuweisen.
          Dann muss er genau sagen, du hast von da bis da zu Arbeiten und zwar genau so viel Zeit wie vertraglich vereinbart ist.

          Man kann jetzt mitrechnen und dann ruft man den AG freitags Mittag an und sagt: Chef ich hab da noch 39 Minunten übrig. Was soll ich machen? Und dann weist einem der AG entweder Arbeit zu oder er verzichtet drauf und dann gerät er in Annahmeverzug (und muss das volle Gehalt trotzdem zahlen).

          Was anderes ist ja wie gesagt noch die Sache ob die Fahrzeiten nicht sowieso Arbeitszeit sind, dann hätte man ja nicht 39 Minusminuten sondern 26.21 Plusstunden die bezahlt werden müssten. Das ist eigentlich der viel dickere Brocken um den man sich Gedanken machen sollte.

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