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Krankengeld wird nicht gezshlt

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  • Krankengeld wird nicht gezshlt

    Guten Tag, ich habe bei meiner Endabrechnung festgestellt, dass mir vom 10.-18.9 2018 kein geld ausgezahlt wurde.
    Zu dieser Zeit war ich krankgeschrieben, ärztliches Attest habe ich dem Arbeitgeber am selben Abend in den Postkasten gelegt.
    Auf Nachfrage warum mir das geld nicht überwiesen wurde, sagte mir die Mitarbeiterin der Zeitarbeitsfirma, ich hätte sie laut Vertrag telefonisch darüber in Kenntnis setzen müssen, müsse jetzt also damit leben.
    Auf meine Frage, ob die Krankmeldung denn nichts zu bedeuten hätte sagte sie, die habe ich nie bekommen, kann sein dass die bei einem Kollegen auf dem Schreibtisch liegt.

    Meine Frage lautet also, ist die Firma wegen einer Anrufklausel dazu berechtigt mir eine Fortzahlung von 7 Arbeitstagen zu verweigern? Obwohl ich einen Krankenschein innerhalb von 2 Tagen abgegeben habe ?

  • #2
    Am 10.9. erfolte keine Krankmeldung zum geplanten Zeitpunkt der Arbeitsaufnahme?

    Grundsätzlich besteht Anspruch (ggf. nach Nachreichung der Arbeitsunfähikeitsbeschei niung) auf Bezahlung. (Soweit die sonstien Voraussetzunen erfüllt sind.). Es war keine Erkrankung im Urlaub?

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    • #3
      Nein ich hatte keinen Urlaub.
      die Firma versucht mir wirklich zu erzählen dass ich eben wegen diesem Anruf den ich nicht getätigt habe, meinen Anspruch verloren hätte, bzw die davon gar nichts wussten und davon ausgegangen sind, das ich Überstunden abbaue

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      • #4
        Da hilft nur Klage beim Arbeitgericht.
        Vorher wird sich die ZA wohl nicht dazu durchringen, dir deinen kompletten Lohn zu zahlen.
        Am besten besorgst du dir von der Krankenkasse auch nochmal einen Belege für die AU.
        An die Kasse wirst du die AU ja geschickt haben.

        Ansonsten könnte man die ZA wenn man sich noch mit denen beschäfitgen will mal fragen wo es steht, dass sie dir das Geld abziehen können.

        Kommentar


        • #5
          Zitat von Hendrik1992 Beitrag anzeigen
          Nein ich hatte keinen Urlaub.
          die Firma versucht mir wirklich zu erzählen dass ich eben wegen diesem Anruf den ich nicht getätigt habe, meinen Anspruch verloren hätte, bzw die davon gar nichts wussten und davon ausgegangen sind, das ich Überstunden abbaue
          Hallo,

          die maßgeblichen Vorschriften dazu findest du in § 5 Entgeltfortzahlungsgesetz (Anzeige- und Nachweispflichten) und § 7 EFZG (Leistungsverweigerungsre cht des Arbeitgebers).

          Du hättest deinen AG am ersten Krankheitstag spätestens zu Dienstbeginn über deine Arbeitsunfähigkeit informieren müssen. Deiner Schilderung entnehme ich, dass du das nicht getan hast, sondern erst abends die Bescheinigung eingeworfen hast. Das war ein Verstoß gegen die Anzeigepflicht (§ 5 Abs. 1 Satz 1 EFZG). Dafür könnte dein AG arbeitsrechtlich gegen dich vorgehen - z.B. in Form einer Abmahnung.

          Als nächstes hättest du den Nachweis der Arbeitsunfähigkeit erbringen, also die Krankmeldung vorlegen müssen. Du sagst, du hast die Bescheinigung eingeworfen, dein AG bestreitet das. Im Zweifelsfall ist der AN für die Vorlage der Bescheinigung beweispflichtig. Wenn die Firma allerdings einräumt, dass die "möglicherweise bei einem Kollegen auf dem Schreibtisch liegt", spricht das für eine nicht sonderliche gute Arbeitsorganisation dort. Dann sollen die doch intern mal auf die Suche gehen ...

          Sofern der AG dabei bleibt, dass du die Bescheinigung nicht (rechtzeitig) vorgelegt hast, und du das Gegenteil nicht beweisen kannst, sind auch hier arbeitsrechtliche Folgen denkbar.

          Laut § 7 ist der AG berechtigt, die Entgeltfortzahlung zu verweigern, solange der AN die Bescheinigung nicht vorlegt. Im Umkehrschluss ist nach (verspäteter) Vorlage die Zahlung nachzuleisten.

          Im Ergebnis solltest du also dort Dampf machen, dass die auf ihren Schreibtischen nach der Bescheinigung suchen, und sicherheitshalber eine Zweitschrift vom Arzt oder der Krankenkasse besorgen oder eine Kopie deines eigenes Exemplars (ohne Diagnose) vorlegen.

          Bei der Gelegenheit: Wer entscheidet bei euch über den Abbau von Überstunden? Hätte das nicht vorab vom AG genehmigt werden müssen - oder warum gehen die davon aus, dass du Stunden abgebaut hättest?

          Gruß,
          werner
          Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
          Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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          • #6
            Zitat von werner h. Beitrag anzeigen


            Im Ergebnis solltest du also dort Dampf machen, dass die auf ihren Schreibtischen nach der Bescheinigung suchen, und sicherheitshalber eine Zweitschrift vom Arzt oder der Krankenkasse besorgen oder eine Kopie deines eigenes Exemplars (ohne Diagnose) vorlegen.
            Soweit ich verstehe endet der Vertrag oder ist schon beendet. Da er ja Endabrechnung schreibt.

            Nach meinen Erfahrungen mit ZAs wird von denen nichts kommen, ohne dass man klagt.

            Die rechnen damit, dass vielen der Aufwand zu hoch ist, vor Gericht zu gehen.

            Aber versuchen kann man es natürlich, denen ein bisschen Dampf zu machen.

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            • #7
              Zitat von Hendrik1992 Beitrag anzeigen
              ... und davon ausgegangen sind, das ich Überstunden abbaue
              Vorsichtshalber nachgefragt: Du hattest aber nicht bereits für diese Zeit einen Überstundenabbau genehmigt bekommen und bist dann krank geworden? Das würde die Lage nämlich verändern.

              Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
              Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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