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Ehemaliger Arbeitgeber fordert SV-Beitragsnachzahlung

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    Guten Tag,

    bei mir ergibt sich folgende berufliche Situation: Ich bin Student und seit April 2017 habe ich einen Minijob (450 € Basis) bei Arbeitgeber A. Der monatliche Verdienst ist schwankend. Daher habe ich im Februar diesen Jahres zwei weitere Beschäftigungsverhältniss e angenommen. Das eine ist eine Hiwi-Stelle an meiner Uni (Arbeitsverhältnis B). Der monatliche Verdienst liegt hier bei ca. 300 €. A und B zusammen ergeben immer maximal 450 €. Der dritte Job ist ein sozialversicherungspflich tiges Beschäftigungsverhältnis bei C (monatliches Bruttogehalt 459 €). Bei C zahle ich auch SV-Abgaben. Falls es relevant sein sollte, A wird pauschal versteuert, B auf Klasse sechs und C auf Klasse eins.

    Jetzt zu meinem Anliegen. Das Arbeitsverhältnis mit B endete am 30.09.2018 (also nach sieben Monaten). Ich wurde mit Schreiben vom 22.10.2018 von B angeschrieben und aufgefordert SV-Beiträge in Höhe von 369,28 € nachzuzahlen. B beruft sich darauf, dass man im zweiten Minijob neben einer Hauptbeschäftigung in allen SV -Zweigen Abgaben leisten muss, bis auf die Arbeitslosenversicherung.

    Zum einen denke ich hier an das Werkstudentenprivileg. Da wäre doch auch der zweite Minijob abgabefrei? Allerdings bin ich mir unschlüssig, ob dieses Privileg in dem Fall gilt.

    Aber meine größte Hoffnung beruht auf diversen Aussagen, die ich im Internet zu diesem Thema finden konnte. Wenn ich die Thematik richtig verstehe, darf ein Arbeitgeber nur für die letzten drei Monate SV-Beiträge zurückfordern. Das würde die Summe schon mal reduzieren. Allerdings gilt das auch nur, wenn das Beschäftigungsverhältnis noch besteht? Da dies nicht der Fall ist, muss ich gar nicht zahlen und mein ehemaliger Arbeitgeber B geht leer aus. Habe ich das so richtig verstanden?

    Zu Beginn meiner Arbeitsverhältnisse habe ich alle Arbeitgeber über alle anderen Beschäftigungsverhältniss e schriftlich unterrichtet. Man kann sich also nicht auf falsche Angaben meinerseits berufen.

    Was meint Ihr, muss ich die Beiträge wirklich zahlen? Ich kann ja schließlich nichts dafür, wenn mein AG seine Buchhaltung nicht auf die Reihe kriegt.

  • #2
    Hallo,

    wenn B auf Steuerklasse 6 abgerechnet wird, werden auch SV-Abgaben abgezogen.
    So kenne ich das zumindest.
    Schau' Dir mal Deine Lohnabrechnungen von B an, ob da irgendwelche Abzüge drauf sind und wie er das abgerechnet hat.

    Siehe auch hier: https://www.minijob-zentrale.de/DE/0...ngen/node.html

    Also im Grunde hat B Recht, weil Du noch einen sv-pflichtigen Job hast, muss der 2. Minijob mit dem Hauptjob zusammengerechnet werden.
    Es kann also tatsächlich sein, dass B. Dir fehlerhafte Lohnabrechnungen erstellt hat.

    Ich würde B. also nach einer nachvollziehbaren Berechnung fragen und ihn auffordern, Dir korrigierte Lohnabrechnungen zu schicken.

    Das hier könnte evtl. auch noch interessant sein:
    https://www.gruender-welt.com/arbeit...eschaeftigten/

    Gleichzeitig würde ich - rein vorsorglich - die Forderung von B bestreiten, so lange bis Dir nachvollziehbare Abrechnungen vorliegen und die Sache geklärt ist.

    Du kannst auch mal bei Deiner Krankenkasse nachfragen, wie sich die Sache verhält. Denn eigentlich haftet ja der AG für das Abführen der SV-Beiträge.

    Gruß
    Leo
    Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
    Epiktet (50-13, griech. Philosoph
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    Meine Beiträge stellen meine eigene Meinung dar und sind nicht als Rechtsberatung zu verstehen.

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