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Reisekosten als Lohnerhöhung, obwohl es keine Reisekosten gibt

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  • Reisekosten als Lohnerhöhung, obwohl es keine Reisekosten gibt

    Guten Tag,


    ich hätte folgende Frage. Ich bin seit neuestem über die ARWA, eine Zeitarbeitsfirma, beschäftigt. Ich bekomme ein gewisses Gehalt und eine Reisekostenpauschale von 15 Euro am Tag, also bei 22 Tagen im Monat 330 Euro mehr, um auf das mir zugesagte Gehalt zu kommen. Dazu soll ich beim Tätigkeitsnachweis ein Autokennzeichen angeben, obwohl ich kein Auto habe, es wurde mir sozusagen eins gegeben bzw. sich ein Kennzeichen ausgedacht, ich soll meinen Einsatzort in Roßdorf eintragen, die Hauptzentrale der Firma, obwohl mein Einsatzort dort nicht ist, und ich wohne in einem Stadtteil in Mainz, und mein Einsatzort ist in der Innenstadt von Mainz. Bei 15 Euro am Tag und 30ct/km rechnet man also mit 50km Entfernung pro Tag, was 25km pro einfache Strecke wären, allerdings gibt es keinen Ort in Hechtsheim, von dem aus es 25km bis zu meiner Arbeitsstelle sind. Da ich kein Auto besitze, fahre ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit, das heißt das Ganze ist doch eigentlich eine ziemliche Lüge, die da aufgezogen wird.

    Auf gut deutsch bekomme ich also Reisekosten, obwohl ich gar keine Reisekosten habe, um das Gehalt zu erhöhen, da der Stundenlohn ziemlich niedrig angesetzt ist.

    Auf Nachfragen meinerseits wurde mir mitgeteilt, dass die Überprüfung dieser Daten von der ARWA selbst stattfindet, und da die es ja so mit mir besprochen hätten, wäre das Ganze moralisch und rechtlich abgesichert. Da ich dazu online nichts finde, wollte ich hier jetzt fragen, ob das überhaupt so erlaubt ist, oder mir gegebenenfalls Ärger blühen kann, wenn rauskommt, dass ich falsche Angaben gemacht habe. Ich weiß halt nicht, ob und wie diese Angaben extern geprüft werden. Ich habe den Schriftverkehr per Mail, den ich vorlegen könnte und der zeigt, dass die ARWA mir diese Vorgaben gemacht hat, aber mir kommt das trotzdem ziemlich merkwürdig vor.

    Ich hoffe, dass mir jemand zu dem Fall etwas sagen kann.


    Liebe Grüße
    Zuletzt geändert von Shocc; 27.07.2018, 15:31.

  • #2
    Aus meiner Sicht ist das Ganze Betrug und nichts anderes!!
    In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

    Kommentar


    • #3
      Zitat von Shocc Beitrag anzeigen
      ... Ich bekomme ein gewisses Gehalt und eine Reisekostenpauschale von 15 Euro am Tag, also bei 22 Tagen im Monat 330 Euro mehr, um auf das mir zugesagte Gehalt zu kommen.
      Hallo,

      diese Rechnung geht am Ende für dich nicht auf. Denn im Lohnsteuerjahresausgleich kannst du einerseits kann keine Fahrtkosten zum Arbeitsplatz mehr geltend machen (falls du Werbungskosten oberhalb des Freibetrags hättest). Außerdem werden die Reisekosten vermutlich SV-frei ausgezahlt, was also bei einem späteren Leistungsbezug (Krankengeld, Arbeitslosengeld, Rente) die Sozialleistungen schmälert.

      Auf gut deutsch bekomme ich also Reisekosten, obwohl ich gar keine Reisekosten habe, um das Gehalt zu erhöhen, da der Stundenlohn ziemlich niedrig angesetzt ist.
      Dein Arbeitgeber wird auf diese Weise vermutlich durch die Vielzahl der gleichermaßen "bezahlten" AN eine ordentliche Einsparung an SV-Beiträgen verzeichnen können.

      ... wollte ich hier jetzt fragen, ob das überhaupt so erlaubt ist,
      Meiner Ansicht nach "nein".

      oder mir gegebenenfalls Ärger blühen kann, wenn rauskommt, dass ich falsche Angaben gemacht habe. Ich weiß halt nicht, ob und wie diese Angaben extern geprüft werden.
      Bei der Betriebsprüfung durch Steuer- oder SV-Prüfer könnte das auffallen.

      aber mir kommt das trotzdem ziemlich merkwürdig vor.
      Mir auch. Andererseits irritiert es mich ein Stück weit, dass ein offenbar großes Unternehmen (dessen Namen du genannt hast) zu solchen Mitteln greift. Möglicherweise sind die tatsächlich davon überzeugt, dass diese Vorgehensweise rechtssicher ist.

      Ich hoffe, dass mir jemand zu dem Fall etwas sagen kann.
      Ich empfehle dir, mit deinem AG nochmals nachzuverhandeln. Vor allem hinsichtlich der SV-Freiheit dieser Reisekosten kannst du deine Sorge ausdrücken, dass das für dich nachteilig sein könnte und es dir lieber wäre, das zugesagte Entgelt als reguläres Gehalt zu bekommen.

      Gruß,
      werner
      Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
      Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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