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MEHR Geld bei Krankheit??

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  • MEHR Geld bei Krankheit??

    Ich bin Arbeitgeber und beschäftige eine geringfügig Beschäftigte mit 10 Stunden pro Woche laut Arbeitsvertrag seit 30.07.09.
    Ich habe eine Frage zur Entgeldfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit.

    Muß ich das Arbeitsentgeld im Krankheitsfall weiterzahlen, auch wenn der Arbeitnehmer bereits in dem betreffenden Monat seine arbeitsvertraglichen Stunden bereits geleistet hat und somit vollen Anspruch auf den vollen Monatslohn hat.
    Könnte es mir als Ag beispielsweise passieren, daß meine Arbeitnehmerin wegen gehäuften Arbeitsanfalls schon in der ersten Woche des Monats die vorgesehenen 40 Monatsstunden leistet – die ihr selbstverständlich zu bezahlen sind – und ich dann die restlichen 3 Wochen des Monats wegen Krankheit entspr. Lohnfortzahlungsgesetz zusätzlich noch für diese Zeit „Krankengeld“ zahlen muß?

    Wie sieht es mit dem Grundsatz aus, daß ein kranker Arbeitnehmer nicht besser gestellt sein darf, als wenn er arbeiten würde (gearbeitet hätte).
    Inwieweit würde in diesem Fall das Krankengeld in seiner Eigenschaft als Entgeldersatz anders zu berechnen sein?

    Wäre für eine schnelle und kompetente Antwort sehr verbunden, meine Internetrecherchen zu diesem Thema haben bisher nur für Vermutungen und Hoffnungen (vom AN nicht ausgenutzt zu werden) gereicht.
    Vorab besten Dank, Harilo

  • #2
    AW: MEHR Geld bei Krankheit??

    Zitat von harilo2 Beitrag anzeigen
    Ich bin Arbeitgeber und beschäftige eine geringfügig Beschäftigte mit 10 Stunden pro Woche laut Arbeitsvertrag seit 30.07.09.
    Ich habe eine Frage zur Entgeldfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit.

    Muß ich das Arbeitsentgeld im Krankheitsfall weiterzahlen, auch wenn der Arbeitnehmer bereits in dem betreffenden Monat seine arbeitsvertraglichen Stunden bereits geleistet hat und somit vollen Anspruch auf den vollen Monatslohn hat.
    Könnte es mir als Ag beispielsweise passieren, daß meine Arbeitnehmerin wegen gehäuften Arbeitsanfalls schon in der ersten Woche des Monats die vorgesehenen 40 Monatsstunden leistet – die ihr selbstverständlich zu bezahlen sind – und ich dann die restlichen 3 Wochen des Monats wegen Krankheit entspr. Lohnfortzahlungsgesetz zusätzlich noch für diese Zeit „Krankengeld“ zahlen muß?

    Wie sieht es mit dem Grundsatz aus, daß ein kranker Arbeitnehmer nicht besser gestellt sein darf, als wenn er arbeiten würde (gearbeitet hätte).
    Inwieweit würde in diesem Fall das Krankengeld in seiner Eigenschaft als Entgeldersatz anders zu berechnen sein?

    Wäre für eine schnelle und kompetente Antwort sehr verbunden, meine Internetrecherchen zu diesem Thema haben bisher nur für Vermutungen und Hoffnungen (vom AN nicht ausgenutzt zu werden) gereicht.
    Vorab besten Dank, Harilo
    Hallo,

    Den Grundsatz nennst Du selbst: Der Arbeitnehmer bekommt einen Entgeltersatz, als Ersatz für das entgelt, dass er erarbeitet hätte.

    Hätte Dein Arbeitnehmer seine 40 Stunden schon in der ersten Woche des Monats erfüllt, hätte er den Rest des Monats nicht mehr gearbeitet. In der Folge hätte er auch keinen Anspruch auf Entgelt gehabt, folglich auch nicht auf Entgeltersatz.

    D. h. er bekommt auch bei Krankheit nur Geld für die 40 Stunden.

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    • #3
      AW: MEHR Geld bei Krankheit??

      Wenn im AV 10 Std. pro Woche vereinbart sind, sind diese Imho auch zu zahlen.
      Das KG ist so zu zahlen als wenn der AN gearbeitet hätte und er oder sie wäre ja nach 40 Std. in der ersten Woche nicht die nächsten drei Wochen zu Hause geblieben, oder.

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      • #4
        AW: MEHR Geld bei Krankheit??

        Hallo

        Es wäre eventuell sinnvoll, den Arbeitsvertrag schnellstmöglich so umzuändern, daß Sie nur noch eine monatliche Stundenzahl schulden. Damit umgehen Sie genau solche Fälle, wo Sie die Arbeitszeiten per Direktionsrecht abändern und gleichzeitig die zugesicherten 10 Stunden Wochenbschäftigung nicht erfüllen.

        Eine Änderung des Arbeitsvertrages bedarf einer schriftlichen fristgerechten Änderungskündigung oder einem beiderseitigen Einvernehmen.

        Ist die AN denn krank gewesen? Wann? Nach oder vor Ablauf der ersten vier Wochen des Arbeitsverhältnisses? Hat sie den Anspruch auf Lohnfortzahlung geltend gemacht oder fragen Sie nur so aus Interesse?

        Gruß,
        LeoLo
        Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

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        • #5
          AW: MEHR Geld bei Krankheit??

          Zitat von Lupus Beitrag anzeigen
          Wenn im AV 10 Std. pro Woche vereinbart sind, sind diese Imho auch zu zahlen.
          Das KG ist so zu zahlen als wenn der AN gearbeitet hätte und er oder sie wäre ja nach 40 Std. in der ersten Woche nicht die nächsten drei Wochen zu Hause geblieben, oder.
          Doch, müßte sie dann, weil mehr Arbeit dann nicht da gewesen wäre. Meine Mitarbeiter können sich ihre Arbeit selbst einteilen. Es ist theoretisch durchaus möglich, die Monatsstunden in einer 'Woche abzuarbeiten. Die Wochenstundenzahl für den AV wurde geschätzt nach Auftragslage und Personalpotential.
          Bis auf geringfügige Differenzen +/- 3 Std. pro Woche ist die 10-Stunden-Angabe schon korrekt.

          Kommentar


          • #6
            AW: MEHR Geld bei Krankheit??

            [quote=LeoLo;1044774]Hallo

            Es wäre eventuell sinnvoll, den Arbeitsvertrag schnellstmöglich so umzuändern, daß Sie nur noch eine monatliche Stundenzahl schulden. Damit umgehen Sie genau solche Fälle, wo Sie die Arbeitszeiten per Direktionsrecht abändern und gleichzeitig die zugesicherten 10 Stunden Wochenbschäftigung nicht erfüllen.

            Eine Änderung ist im vorliegenden Fall nicht mehr sinnvoll, ich habe der AN gekündigt. War noch Probezeit.

            Da ich aber händeringend wieder Personal suche, wäre für zukünftige "Fälle" sicher unabdingbar, besser informiert zu sein, wie man per AV eine derartige (hypothetische) Situation umgeht. Wäre für Infos überaus dankbar.


            Eine Änderung des Arbeitsvertrages bedarf einer schriftlichen fristgerechten Änderungskündigung oder einem beiderseitigen Einvernehmen.


            Nicht mehr nötig - siehe oben

            Ist die AN denn krank gewesen? Wann? Nach oder vor Ablauf der ersten vier Wochen des Arbeitsverhältnisses? Hat sie den Anspruch auf Lohnfortzahlung geltend gemacht oder fragen Sie nur so aus Interesse?

            Ja, kam alles zusammen. Krankmeldung 3 Wochen nach Beginn des Arbeitsverhältnisses, also innerhalb der ersten 4 Wochen und auf Grund der Art der Erkrankung keine Wiederherstellung in absehbarer Zeit zu erhoffen. Da Arbeitsbeginn der 30.07.09 war, war ab 31.08.09 LFZ zu leisten. Eine förmliche Geltendmachung durch die AN gab es zwar nicht, aber der Anspruch besteht, und ist somit auch unaufgefordert zu erfüllen, oder sehe ich das falsch?

            Zahle jetzt also inklusive der LFZ 7 Wochen (Kündigungsfrist lt. Gesetz wurde natürlich eingehalten) für tatsächlich geleistete 3 Wochen Arbeit.

            Die Konstellation: 40 Monatsstunden in der 1. Woche abzuarbeiten und den Rest mit Krankengeld auffüllen (wollen)ist zwar hypothetisch, aber durchaus möglich. Für den Fall, daß es so kommen sollte (für die Zukunft) wüßte ich eben gerne, ob die LFZ vom Gesetzgeber so gedacht ist und auch so gezahlt werden muß. Quasi: wenn der AN krank ist, steht ihm LFZ zu; auch wenn er unter dem Strich dann durch die Krankheit mehr (im hypothetischen Fall fast doppelt soviel) Lohn erhält, als wenn er gearbeitet hätte.

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