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"Folgen" einer Kündigung - wie im voraus gegensteuern?

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  • "Folgen" einer Kündigung - wie im voraus gegensteuern?

    Hallo zusammen,

    ich arbeite seit 8 Jahren in einer Firma als Buchhalterin.
    Mein Chef ist recht cholerisch veranlagt und meist mit vorsicht zu geniessen.
    Nun sieht es so aus, als ob eine meiner Bewerbungen sehr erfolgversprechend für mich ausgehen wird und ich zum 15.9.09 kündigen kann (endlich!).
    Die Kündigungsformulierung ist mir prinzipiell klar, doch ich habe noch 17 Tage Urlaub: muss ich auf die Gunst meines Chefs hoffen, dass ich diese auch noch nehmen kann, oder kann ich klipp & klar in die Kündigung hineinschreiben "...meinen Resturlaub von 17 Tage trete ich ab 27.08.09 an."?
    Diese "Variante" wäre mir persönlich die liebste, ich denke, ich werde nicht mehr viel schönes dort haben.
    Außerdem ist mein Chef "Spezialist" darin, MAs die ausscheiden, den letzten Lohn erstmal nicht zu zahlen, weil er es immer sozusagen als persönlichen "Verrat" empfindet, wenn einer seiner Sklaven die Galeere verlässt.
    Entweder zahlt er den Lohn weitaus später (z.B. 14 Tage nach Fälligkeit), oder nur in Teilen, oder er legt´s gerne aufs Arbeitsgericht an - natürlich hat er noch nie Recht erhalten, aber da das Ganze ja immer relativ lange dauert, guggen die Ex-Mitarbeiter erstmal ein paar Wochen oder sogar Monate in die Röhre.
    Kann ich auch das in der Kündigung direkt formulieren? Oder bringe ich ihn da erst Recht auf die Idee, meinen letzten Lohn erstmal einzufrieren?
    Vielen Dank schonmal im voraus
    Clio

  • #2
    AW: "Folgen" einer Kündigung - wie im voraus gegensteuern?

    Zitat von clio255 Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    ich arbeite seit 8 Jahren in einer Firma als Buchhalterin.
    Mein Chef ist recht cholerisch veranlagt und meist mit vorsicht zu geniessen.
    Nun sieht es so aus, als ob eine meiner Bewerbungen sehr erfolgversprechend für mich ausgehen wird und ich zum 15.9.09 kündigen kann (endlich!).
    Die Kündigungsformulierung ist mir prinzipiell klar, doch ich habe noch 17 Tage Urlaub: muss ich auf die Gunst meines Chefs hoffen, dass ich diese auch noch nehmen kann, oder kann ich klipp & klar in die Kündigung hineinschreiben "...meinen Resturlaub von 17 Tage trete ich ab 27.08.09 an."?
    Sowas gehört in der Regel nicht in ein Kündigungsschreiben. Setze ein separates Schriftstück mit Deinem Urlaubswunsch auf und gib es mit der Kündigung ab. Der AG muß dem Wunsch zustimmen, sonst geht es nicht außer dem Klageweg.
    Diese "Variante" wäre mir persönlich die liebste, ich denke, ich werde nicht mehr viel schönes dort haben.
    Außerdem ist mein Chef "Spezialist" darin, MAs die ausscheiden, den letzten Lohn erstmal nicht zu zahlen, weil er es immer sozusagen als persönlichen "Verrat" empfindet, wenn einer seiner Sklaven die Galeere verlässt.
    Entweder zahlt er den Lohn weitaus später (z.B. 14 Tage nach Fälligkeit), oder nur in Teilen, oder er legt´s gerne aufs Arbeitsgericht an - natürlich hat er noch nie Recht erhalten, aber da das Ganze ja immer relativ lange dauert, guggen die Ex-Mitarbeiter erstmal ein paar Wochen oder sogar Monate in die Röhre.
    Kann ich auch das in der Kündigung direkt formulieren?
    Auch das gehört nicht rein, wenn er nicht rechtzeitig zahlt, Anmahnen und im Endeffekt, Klageweg wenn er weiter blockiert.
    Oder bringe ich ihn da erst Recht auf die Idee, meinen letzten Lohn erstmal einzufrieren?
    Vielen Dank schonmal im voraus
    Clio
    Viel Glück mit dem Neuen AG
    Moin, Moin,
    BIG

    "Wege entstehen dadurch, dass man sie geht."
    Franz Kafka

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    • #3
      AW: "Folgen" einer Kündigung - wie im voraus gegensteuern?

      Hallo BIG,

      danke für die schnelle Antwort und die Infos.
      Ich gebe also mit meiner Kündigung einen entsprechend ausgefüllten Urlaubsantrag ab.
      Ich hoffe natürlich, dass ich bezüglich des letzten Lohns keine Klage anstreben muss, aber im Falle eines Falles bin ich da nicht ganz sicher: muss ich zwingend zu einem Anwalt? Wie sind die Schritte, die dann eingehalten werden müssen und: muss ich ihm eine Frist geben, bis wann der Lohn gezahlt sein muss, oder tritt er automatisch in Verzug, wenn mein Lohn nicht bis 15. auf meinem Konto ist?

      Viele Grüße
      clio

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      • #4
        AW: "Folgen" einer Kündigung - wie im voraus gegensteuern?

        Zitat von clio255 Beitrag anzeigen
        Hallo BIG,

        danke für die schnelle Antwort und die Infos.
        Ich gebe also mit meiner Kündigung einen entsprechend ausgefüllten Urlaubsantrag ab.
        Ich hoffe natürlich, dass ich bezüglich des letzten Lohns keine Klage anstreben muss, aber im Falle eines Falles bin ich da nicht ganz sicher: muss ich zwingend zu einem Anwalt? Wie sind die Schritte, die dann eingehalten werden müssen und: muss ich ihm eine Frist geben, bis wann der Lohn gezahlt sein muss, oder tritt er automatisch in Verzug, wenn mein Lohn nicht bis 15. auf meinem Konto ist?

        Viele Grüße
        clio
        Der Lohn muß so kommen wie es bei euch üblich ist. Wenn Du den Klageweg gehen mußt kannst Du in der ersten Instanz auch alleine hin. Beim Arbeitsgericht gibt es eine Stelle die Dir beim aufstellen und ausfüllen der Papiere helfen. Eine Lohnklage ist in der Regel eindeutig. Falls es kompliziert wird auf jeden Fall Hilfe suche RA oder Gewerkschaft ( falls Mitglied ).
        Moin, Moin,
        BIG

        "Wege entstehen dadurch, dass man sie geht."
        Franz Kafka

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        • #5
          AW: "Folgen" einer Kündigung - wie im voraus gegensteuern?

          Zitat von clio255 Beitrag anzeigen
          Hallo BIG,

          danke für die schnelle Antwort und die Infos.
          Ich gebe also mit meiner Kündigung einen entsprechend ausgefüllten Urlaubsantrag ab.
          Ich hoffe natürlich, dass ich bezüglich des letzten Lohns keine Klage anstreben muss, aber im Falle eines Falles bin ich da nicht ganz sicher: muss ich zwingend zu einem Anwalt? Wie sind die Schritte, die dann eingehalten werden müssen und: muss ich ihm eine Frist geben, bis wann der Lohn gezahlt sein muss, oder tritt er automatisch in Verzug, wenn mein Lohn nicht bis 15. auf meinem Konto ist?

          Viele Grüße
          clio
          clio, ich weiß ja nicht wie du so drauf bist, aber ich könnte mir vorstellen, wenn man seinem chef in einem günstigen moment (vielleicht mal zum essen einladen ?)unter aufbietung aller kommunikativen weiblichen stärken in einem gespräch seinen weggang so plausibel darlegt, das er gar nicht auf idee kommt,das ganze persönlich zu nehmen und rachegedanken ausleben zu wollen ???
          sollte das nicht möglich sein,
          würde ich dir im übrigen raten, den urlaubsantrag vor einreichung der kündigung schriftlich genehmigen zu lassen, weil ich mir vorstellen könnte, das es seinen "genehmigungswillen" nicht unbedingt steigert, wenn beim urlaubsantrag die kündigung beiliegt...............

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          • #6
            AW: "Folgen" einer Kündigung - wie im voraus gegensteuern?

            @BIG: dankeschön, hoffe ich brauche es nicht.

            @kriegsrat: so bin ich nicht drauf, zumindest was meinen Chef angeht. Ihn zum Essen einladen? Sorry, sicher nicht!
            Auf Urlaubsanträge generell reagiert er immer allergisch, d.h. in den meisten Fällen lehnt er sie ab, meist mit spitzen Bemerkungen wie "Hast du eh nicht verdient.", "Ich hatte auch schon lange keinen Urlaub mehr." u.*.
            Ich habe ein schulpflichtiges Kind - kann mich in den letzten 8 Jahren nicht wirklich erinnern, mal ein paar Tage in den Ferien bekommen zu haben...und wenn er ihn genehmigt hat, kosten ihn das nur ein kurzes Grinsen, ihn wieder zu streichen, oder alle paar Tage anzurufen und einen in die Firma zu zitieren, um irgendeine Kleinigkeit zu erledigen...
            Den Urlaub vor der Kündigung einzureichen war mir auch schon durch den Kopf gegangen, allerdings wird er sicher darauf aufmerksam, dass ich meinen kompletten restlichen Urlaub einreiche und 2 Wochen ist eh das Maximum, das er einem zugesteht - die 17 Tage fördern sicher seine Durchblutung in der dicken Halsarterie
            :-)

            Meinen (hoffentlichen) Weggang kann ich nicht plausibel darlegen, denn es liegt ausschließlich an ihm und seiner Art, wie er mit seinen Leibeigenen, äh, Mitarbeitern umgeht.
            Soviel Selbstbeherrschung habe ich leider nicht mehr, die meiste benötige ich, um im Büro "Contenance" zu bewahren...

            Kommentar


            • #7
              AW: "Folgen" einer Kündigung - wie im voraus gegensteuern?

              Zitat von clio255 Beitrag anzeigen
              Meinen (hoffentlichen) Weggang kann ich nicht plausibel darlegen, denn es liegt ausschließlich an ihm und seiner Art, wie er mit seinen Leibeigenen, äh, Mitarbeitern umgeht.
              Soviel Selbstbeherrschung habe ich leider nicht mehr, die meiste benötige ich, um im Büro "Contenance" zu bewahren...
              tja, wenn frauen hassen .......

              dann nichts wie weg in eine hoffentlich sonnigere zukünftige arbeitswelt......
              viel glück

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              • #8
                AW: "Folgen" einer Kündigung - wie im voraus gegensteuern?

                Zitat von kriegsrat Beitrag anzeigen
                tja, wenn frauen hassen .......
                ......... dann haben sie meist einen triftigen und nachvollziehbaren Grund
                Einen Schuss Wüste braucht der Mensch,

                um des Glückes der Oase willen.
                Martin Kessel

                Kommentar


                • #9
                  AW: "Folgen" einer Kündigung - wie im voraus gegensteuern?

                  Zitat von nicoline Beitrag anzeigen
                  ......... dann haben sie meist einen triftigen und nachvollziehbaren Grund
                  liebste nicoline,
                  das könnte jetzt eine grundsatzdiskussion eröffnen, die den rahmen dieses forums sprengen dürfte, wenn ich darauf so antworten würde, wie ich vorhätte, wenn ich es denn machen würde......

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                  • #10
                    AW: "Folgen" einer Kündigung - wie im voraus gegensteuern?

                    Zitat von nicoline Beitrag anzeigen
                    ......... dann haben sie meist einen triftigen und nachvollziehbaren Grund
                    Wie wohl ich hör die Worte, allein mir fehlt der Glaube!
                    Moin, Moin,
                    BIG

                    "Wege entstehen dadurch, dass man sie geht."
                    Franz Kafka

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                    • #11
                      AW: "Folgen" einer Kündigung - wie im voraus gegensteuern?

                      Zitat von kriegsrat Beitrag anzeigen
                      liebste nicoline,
                      liebster Herr rat
                      das könnte jetzt eine grundsatzdiskussion eröffnen, könnte es! die den rahmen dieses forums sprengen dürfte dürfte es !, wenn ich darauf so antworten würde, wie ich vorhätte, wenn ich es denn machen würde......
                      wäre bestimmt eine hochexplosive Diskussion, die wahrscheinlich nie ein Ende finden würde, da Mann und Frau bei diesem Thema wahrscheinlich nie auf einen Nenner kommen werden, also verschwenden wir unsere Ressourcen lieber nicht, sondern setzen sie sinnvoller ein !
                      ;-)))
                      Einen Schuss Wüste braucht der Mensch,

                      um des Glückes der Oase willen.
                      Martin Kessel

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