Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

arbeitsgericht:kündigungf rist/verlängerte freistellung?

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • arbeitsgericht:kündigungf rist/verlängerte freistellung?

    hallo,
    ich hatte im av eine frist von 1 monat zum monatsende, welche in der ordentlichen kündigung nicht eingehalten wurde.
    hier dazu nochmal etwas ausführlicher:http://www.arbeitsrecht.de/forum/arb...ml#post1036390

    nun war ich beim arbeitsgericht und ende august muss ich zur güteverhandlung. laut kündigung endet das arbeitsverhältnis am 31.7., durch den zugang am 2.7. aber rechtlich erst zum 31.8.

    da der termin zur verhandlung aber so spät ist, wollte ich fragen, ob ich theoretisch ab 1.8. wieder arbeiten gehen kann/soll?? bzw muss ich meine arbeitskraft anbieten und wenn ja wie mache ich das am besten? schriftlich?
    im kündigungsschreiben steht, dass ich ab sofort(2.7.) unter zahlung des vollen gehalts freigestellt bin. verlängert sich somit einfach nur die freistellung, wenn die sache vorm arbeitsgericht geklärt ist?

    edti: für august wurde bereits urlaub genehmigt(2wochen)

    viele dank im vorraus,
    MFG
    Zuletzt geändert von jessy27; 25.07.2009, 12:43.

  • #2
    AW: arbeitsgericht:kündigungf rist/verlängerte freistellung?

    Hallo Jessy,
    Du solltest Deine Arbeitskraft schon jetzt ausdrücklich, schriftlich zur Verfügung stellen. So in dem Sinne:
    Sehr geehrter A.geber,
    hiermit möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich meine Arbeitskraft im Umfang des mit ihnen am xxx geschlossenen Arbeitsvertrages weiterhin zur Verfügung stelle. Da sie mich von der Arbeit mit Schreiben vom xxx freigestellt haben, benachrichtigen sie mich bitte, wenn sie meine Arbeitskraft benötigen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Natürlich kann ein Vegetarier sehr zivil mit einem Kannibalen über das gemeinsame Nachtmahl verhandeln; dabei sollte er das Küchenmesser aber nicht als Vorleistung abgeben
    Josef Joffe

    Kommentar


    • #3
      AW: arbeitsgericht:kündigungf rist/verlängerte freistellung?

      danke lotte für deine antwort.
      ok aber wenn wir das jetzt aus der sicht vom AG sehen: ich als AG würde doch nicht jemanden wieder zur arbeit ranholen, wenn ich den vertrag zum 31.7. beendet habe. weil ich ja dann zwangsweise demjenigen lohn für august zahlen müsste.
      der termin beim arbeitsgericht ist so spät, dass quasi der AG den AN nicht zum arbeiten ranholen kann, weil er ja nicht weis, ob er nicht doch im recht ist. und wenn das arbeitsgericht jetzt dem AN das recht zuspricht, dass die frist nicht korrekt war. dann ist es ja auch schon zu spät, für august noch zu arbeiten.
      versteht mich da jemand, was ich sagen will?

      der AG kann mich zwangsweise nicht zum arbeiten ranholen, weil er natürlich davon ausgeht, dass er selbst im recht ist. die frage ist halt, ob ich mir das mit dem schreiben dann sparen kann??

      Kommentar


      • #4
        AW: arbeitsgericht:kündigungf rist/verlängerte freistellung?

        Hallo, jessy27

        der Grund von Lotte ist der:
        wenn der AG dich troß anbieten deiner Arbeitskragft nicht areiten lässt, gerät er in Annahmeverzug und müßte dan den Lohn weiterzahlen bis eine Entsscheidung getroffen ist.
        Gruß Fs
        In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

        Kommentar


        • #5
          AW: arbeitsgericht:kündigungf rist/verlängerte freistellung?

          ach ok, jetzt versteh ich das. DANKE!! ;-)
          sollte ich es dann per einschreiben mit rückschein schicken?

          Kommentar


          • #6
            AW: arbeitsgericht:kündigungf rist/verlängerte freistellung?

            Das wäre das Sicherste
            Natürlich kann ein Vegetarier sehr zivil mit einem Kannibalen über das gemeinsame Nachtmahl verhandeln; dabei sollte er das Küchenmesser aber nicht als Vorleistung abgeben
            Josef Joffe

            Kommentar


            • #7
              AW: arbeitsgericht:kündigungf rist/verlängerte freistellung?

              Zitat von Lotte Beitrag anzeigen
              Hallo Jessy,
              Du solltest Deine Arbeitskraft schon jetzt ausdrücklich, schriftlich zur Verfügung stellen.
              Warum sollte man den AG denn ausdrücklich auf seinen Mist hinweisen?

              Laut jessy27 ist sie doch unter Zahlung des vollen Gehalts freigestellt.

              Klaus II

              Kommentar


              • #8
                AW: arbeitsgericht:kündigungf rist/verlängerte freistellung?

                Zitat von Klaus II Beitrag anzeigen
                Warum sollte man den AG denn ausdrücklich auf seinen Mist hinweisen?

                Laut jessy27 ist sie doch unter Zahlung des vollen Gehalts freigestellt.

                Klaus II
                Weil es sonst u.U. mit § 615 BGB Schwierigkeiten geben könnte. Nämlich dann, wenn der AG die volle Vergütung nicht zahlt oder auch sämtlichen Urlaub/Überstunden mit der Freistellung verrechnen möchte.
                Natürlich kann ein Vegetarier sehr zivil mit einem Kannibalen über das gemeinsame Nachtmahl verhandeln; dabei sollte er das Küchenmesser aber nicht als Vorleistung abgeben
                Josef Joffe

                Kommentar


                • #9
                  AW: arbeitsgericht:kündigungf rist/verlängerte freistellung?

                  Zitat von Lotte Beitrag anzeigen
                  Weil es sonst u.U. mit § 615 BGB Schwierigkeiten geben könnte.
                  Welche Umstände könnten hier denn zu welchen Schwierigkeiten führen.

                  Nämlich dann, wenn der AG die volle Vergütung nicht zahlt oder auch sämtlichen Urlaub/Überstunden mit der Freistellung verrechnen möchte.
                  Dann tut man das Gleiche, was man tut, wenn man die Arbeitskraft zuvor angeboten hat.

                  Man klagt alles ein.

                  Klaus II

                  Kommentar


                  • #10
                    AW: arbeitsgericht:kündigungf rist/verlängerte freistellung?

                    Klaus,
                    ich habe einige Fälle erlebt, wo der Richter die Frage stellte, ob der AN seine Arbeitskraft denn mal angeboten habe.
                    Es schadet doch nicht, oder?
                    Und es ging doch in der Ausgangsfrage um die Verlängerung der Freistellung. Die hat der AG ja nicht offiziell mit Schreiben erklärt.
                    Natürlich kann ein Vegetarier sehr zivil mit einem Kannibalen über das gemeinsame Nachtmahl verhandeln; dabei sollte er das Küchenmesser aber nicht als Vorleistung abgeben
                    Josef Joffe

                    Kommentar


                    • #11
                      AW: arbeitsgericht:kündigungf rist/verlängerte freistellung?

                      Zitat von Lotte Beitrag anzeigen
                      Es schadet doch nicht, oder?
                      Wenn er jessy27 doch auffordern sollte und sie hier wieder nachfragt, was sie denn jetzt tun soll, dann kommt vermutlich wieder der Allerweltsjoker mit dem gelben Schein, da ja allerhand M...... zu erwarten ist.

                      Das schadet nur unnötig der Psyche und unserem Gesundheitssystem.

                      Wozu also schlafende Hunde wecken?

                      Inwieweit es Schwierigkeiten mit dem §615 geben könnte, ist allerdings noch unbeantwortet.

                      Klaus II

                      Kommentar


                      • #12
                        AW: arbeitsgericht:kündigungf rist/verlängerte freistellung?

                        Zitat von Klaus II Beitrag anzeigen
                        Wenn er jessy27 doch auffordern sollte und sie hier wieder nachfragt, was sie denn jetzt tun soll, dann kommt vermutlich wieder der Allerweltsjoker mit dem gelben Schein, da ja allerhand M...... zu erwarten ist.

                        Das schadet nur unnötig der Psyche und unserem Gesundheitssystem.

                        Wozu also schlafende Hunde wecken?

                        Inwieweit es Schwierigkeiten mit dem §615 geben könnte, ist allerdings noch unbeantwortet.

                        Klaus II
                        Klausi,
                        hör ich da Verbitterung?
                        Wenn jessy ihre Arbeitskraft nicht anbietet, dann wird sie eventuell Schwierigkeiten bekommen, sich auf den § 615, Annahmeverzug zu berufen.
                        Natürlich kann ein Vegetarier sehr zivil mit einem Kannibalen über das gemeinsame Nachtmahl verhandeln; dabei sollte er das Küchenmesser aber nicht als Vorleistung abgeben
                        Josef Joffe

                        Kommentar


                        • #13
                          AW: arbeitsgericht:kündigungf rist/verlängerte freistellung?

                          Zitat von Lotte Beitrag anzeigen
                          Wenn jessy ihre Arbeitskraft nicht anbietet, dann wird sie eventuell Schwierigkeiten bekommen, sich auf den § 615, Annahmeverzug zu berufen.
                          Lottchen,

                          deine Worte habe ich schon verstanden. Ich sehe nur nicht, weshalb es mit dem §615 hier Schwierigkeiten geben sollte.

                          Laß uns doch mal lesen.

                          § 615 Vergütung bei Annahmeverzug und bei Betriebsrisiko

                          Kommt der Dienstberechtigte mit der Annahme der Dienste in Verzug, so kann der Verpflichtete für die infolge des Verzugs nicht geleisteten Dienste die vereinbarte Vergütung verlangen, ohne zur Nachleistung verpflichtet zu sein. Er muss sich jedoch den Wert desjenigen anrechnen lassen, was er infolge des Unterbleibens der Dienstleistung erspart oder durch anderweitige Verwendung seiner Dienste erwirbt oder zu erwerben böswillig unterlässt. Die Sätze 1 und 2 gelten entsprechend in den Fällen, in denen der Arbeitgeber das Risiko des Arbeitsausfalls trägt.

                          Meinst du, daß der Annahmeverzug des AG ab dem 31.07. nicht mehr bestehen könnte? Wenn ja, wodurch könnte dieser beendet worden sein?

                          Oder meinst du, daß sich jessy27 den im August wegen der nicht ausdrücklich angebotenen Arbeitskraft anrechnen lassen muß und somit keinen Anspruch auf Annahmeverzugslohn hat? Falls ja, müßte es sich dabei deiner Ansicht nach um ein böswilliges Unterlassen handeln?

                          Andere mögliche Schwierigkeiten sehe ich nicht. Falls es doch welche gibt, wäre ich für eine diesbezügliche Aufklärung dankbar.



                          Klaus II

                          Kommentar


                          • #14
                            AW: arbeitsgericht:kündigungf rist/verlängerte freistellung?

                            Klausi,
                            wieso denke ich nur die ganze Zeit, dass Du Dir einen Spaß mit mir machst?
                            Aber ich bin ja eine wirklich hoch gutmütige Person ;-))

                            "Oder meinst du, daß sich jessy27 den im August wegen der nicht ausdrücklich angebotenen Arbeitskraft anrechnen lassen muß und somit keinen Anspruch auf Annahmeverzugslohn hat? Falls ja, müßte es sich dabei deiner Ansicht nach um ein böswilliges Unterlassen handeln?"

                            Ich traue Arbeitgebern, die kündigen wollen, sehr viel Schlechtes zu und größte Befürchtung habe ich, dass in dem Schreiben an jessy vielleicht sogar eine Anrechnung der Überstunden und des Urlaubs auf die Freistellung erwähnt ist. Ich glaube einfach, dass sich jessy mit diesem Schreiben eine Sicherheit schafft, die sie in einem Prozess sehr gut gebrauchen könnte.
                            Meine Güte, Du bist aber manchmal auch ein bißchen anstrengend...
                            Natürlich kann ein Vegetarier sehr zivil mit einem Kannibalen über das gemeinsame Nachtmahl verhandeln; dabei sollte er das Küchenmesser aber nicht als Vorleistung abgeben
                            Josef Joffe

                            Kommentar


                            • #15
                              AW: arbeitsgericht:kündigungf rist/verlängerte freistellung?

                              Zitat von Lotte Beitrag anzeigen
                              Klausi,
                              wieso denke ich nur die ganze Zeit, dass Du Dir einen Spaß mit mir machst?
                              Wieso du das denkst, weiß ich natürlich nicht.

                              Deine Bedenken hinsichtlich des §615 BGB, auf die du hier zweimal hingewiesen hast, verstehe ich jedenfalls nicht.

                              Ich habe allerdings auch Verständnis, wenn du das hier nicht diskutieren möchtest. Dann wäre es allerdings hilfreich, dies einfach zu sagen, anstatt herumzudrucksen.

                              Ich traue Arbeitgebern, die kündigen wollen, sehr viel Schlechtes zu und größte Befürchtung habe ich, dass in dem Schreiben an jessy vielleicht sogar eine Anrechnung der Überstunden und des Urlaubs auf die Freistellung erwähnt ist. Ich glaube einfach, dass sich jessy mit diesem Schreiben eine Sicherheit schafft, die sie in einem Prozess sehr gut gebrauchen könnte.
                              Ich traue ... größte Befürchtung habe ich ... Ich glaube einfach ...

                              Das ist ja alles schön und dein Mitgefühhl ehrt dich, rein rechtlich ist das aber in der harten Praxis wenig dienlich.

                              Welche zusätzliche "Sicherheit, die sie in einem Prozess sehr gut gebrauchen könnte" sie mit der angebotenen Arbeitskraft erlangen könnte, wage ich schon gar nicht mehr zu fragen, zumal meine Hoffnung auf eine diesbezügliche Antwort durchaus überschaubar ist.

                              Klaus II

                              Kommentar

                              Ad Widget rechts

                              Einklappen

                              Google

                              Einklappen
                              Lädt...
                              X