• Auszubildende und/oder Minderjährige: Für Beschäftigte unter 18 Jahren gilt das Jugendarbeitszeitschutzgesetz. Auch sie dürfen in Ausnahmesituationen herangezogen werden – allerdings nur, wenn keine Erwachsenen zur Verfügung stehen. So ist es in § 21 Jugendarbeitsschutzgesetz festgeschrieben. Minderjährige müssen die geleistete Arbeitszeit zudem innerhalb von drei Wochen ausgleichen können.
  • Werdende und stillende Mütter: Sie fallen unter das Mutterschutzgesetz und dürfen ebenfalls nur in einem sehr begrenzten Rahmen mehr arbeiten. Grundsätzlich darf die Arbeitszeit nicht mehr als 8,5 Stunden pro Tag oder 90 Stunden pro Doppelwoche betragen (bei minderjährigen Müttern sind es maximal 8 Stunden täglich und 80 Stunden pro Doppelwoche). Eine Ruhezeit von 11 Stunden zwischen zwei Arbeitseinsätzen ist für Schwangere und Stillende noch einmal ausdrücklich festgelegt (§ 4 Mutterschutzgesetz).
  • Schwerbehinderte Menschen oder ihnen Gleichgestellte haben die Wahl: Nach § 207 Sozialgesetzbuch (SBG IX) können sie sich von Mehrarbeit freistellen lassen.
  • Teilzeitbeschäftigte: Wer in Teilzeitanstellung regelmäßig Überstunden schiebt, kommt schnell auf das Pensum einer Vollzeitkraft heran. Deshalb müssen Teilzeitbeschäftigte in der Regel keine Überstunden leisten. Doch es gibt Umgehungsmöglichkeiten: So sind ausdrückliche Vereinbarungen im Arbeits- oder Tarifvertrag möglich. Auch in Notsituationen kann es sein, dass Teilzeitkräfte einspringen müssen.