Rechtsprechung

ProfifußballKein Anspruch auf Teilnahme am Bundesliga-Training

Der Eilantrag eines prominenten Fußballspielers von Hertha BSC ist vor Gericht abgeblitzt. Er hatte sich gegen seinen vorübergehenden Ausschluss vom Profitraining gewehrt. Die Richter des Arbeitsgerichts Berlin haben sich daher näher mit den Klauseln des Profispielervertrags auseinandergesetzt.

Der Fall:

Der Fußballverein Hertha BSC hatte einen bei ihm unter Vertrag stehenden Profifußballer angewiesen, vorübergehend nicht mehr am Trainings- und Spielbetrieb der in der 1. Fußballbundesliga auflaufenden Mannschaft (Lizenzmannschaft) teilzunehmen, sondern stattdessen mit der 2. Mannschaft zu trainieren.

Mit seinem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung wollte der Fußballer erreichen, weiterhin am Profitraining teilnehmen zu dürfen.

Die Entscheidung:

Der Antrag hatte vor dem Arbeitsgericht Berlin keinen Erfolg. Die Richter entschieden ohne mündliche Verhandlung zu Ungunsten des Fußballers.

Zur Begründung führen sie aus, dass sich der Spieler arbeitsvertraglich eindeutig dazu verpflichtet hat, auch am Training der 2. Mannschaft teilzunehmen.

Einsatz in 2. Mannschaft einwandfrei vereinbart

Diese vertragliche Bestimmung sei rechtswirksam und für beide Vertragsparteien, also Verein und Spieler, rechtlich bindend.

Der Beschluss kann mit dem Rechtsmittel der sofortigen Beschwerde vor dem Landesarbeitsgericht (LAG) Berlin-Brandenburg angefochten werden.

Quelle:

ArbG Berlin, Beschluss vom 18.02.2014
Aktenzeichen: 38 Ga 2145/14
PM des ArbG Berlin 05/14 vom 18.02.2014

© arbeitsrecht.de - (jes)

Linktipp der Online-Redaktion:

Abfindung – Torwarttrainer erhält 580.000 Euro
ArbG Berlin, Vergleich vom 02.10.2013 – Aktenzeichen: 39 Ca 8419/13

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