Rechtsprechung

Verdachtskündigung nach BildschirmüberwachungBäckerei Ihle unterliegt vor Arbeitsgericht

Das Arbeitsgericht Augsburg hat heute den Antrag der Landbäckerei Ihle auf Ersetzung der Zustimmung des Betriebsrates zur außerordentlichen Kündigung ihres Vorsitzenden abgewiesen. Das Gericht hielt die Art und Weise der Überwachung für unverhältnismäßig.

Das Arbeitsgericht (ArbG) Augsburg hat die von der Landbäckerei Ihle beabsichtigte Verdachtskündigung des Betriebsratsvorsitzenden gestoppt. Nach Mitteilung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat das ArbG heute den Antrag auf Ersetzung der Zustimmung abgewiesen.

Die Bäckerei hatte für die Verdachtskündigung Erkenntnisse vorgetragen, die durch heimliche Bildschirmfotografien eines Betriebsratsrechners gewonnen wurden. Das Arbeitsgericht hielt die Art und Weise der Überwachung nicht für verhältnismäßig und damit für rechtswidrig. "Wir hoffen, dass die Geschäftsleitung das Kündigungsverfahren jetzt endgültig einstellt", kommentierte Tim Lubecki von der NGG. "Betriebsrat und Gewerkschaft NGG sind bereit für vertrauensvolle Zusammenarbeit."

Quelle:

ArbG Augsburg, Urteil vom 04.10.2012
Aktenzeichen: unbekannt
PM der Gewerkschaft NGG vom 04.10.2012

© arbeitsrecht.de - (akr)

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