Rechtsprechung

ArbeitsunfallMittagessen ist Privatsache

Das Ausrutschen eines Mitarbeiters in der Werkskantine auf Salatsoße gilt nicht als Arbeitsunfall.

Die Richter wiesen damit die Klage eines 50-Jährigen zurück, der in einer Firmenkantine auf dem verschmutzten Fußboden ausgerutscht war und sich dabei den Arm gebrochen hatte. Die Berufsgenossenschaft hatte den Sturz nicht als Arbeitsunfall anerkannt, dagegen hatte der 50-Jährige geklagt.

Das SG lehnte eine Anerkennung ebenfalls ab.

Das Essen sei Privatsache und somit nicht über den Arbeitgeber versichert, meinten die Richter.
Zwar seien der Weg bis zur Kantine und von der Kantine zurück zum Arbeitsplatz versichert, nicht aber der Aufenthalt im Betriebsrestaurant selbst, argumentierte das Gericht. Es orientierte sich bei seinem Urteil an der gängigen Rechtsprechung, die nur in Ausnahmefällen einen Versicherungsschutz während der Essenszeit im Betrieb einräumt.

Quelle:

SG Heilbronn, Urteil vom 26.03.2012
Aktenzeichen: S 5 U 1444/11

© arbeitsrecht.de - (ts)

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