Rechtsprechung

Sehnenscheidenentzündung als Berufskrankheit anerkannt

Einer Finanzbeamtin, die ständig am Computer arbeitet, steht die Anerkennung ihrer mittlerweile chronischen Sehnenscheidenentzündung als Berufskrankheit zu. Das entschied das Verwaltungsgericht Aachen.

Die Beamtin berief sich vor Gericht darauf, dass die intensive Arbeit am Computer mit Maus und Tastatur Ursache ihrer mittlerweile chronischen Sehnenscheidenentzündung sei. Für das beklagte Land Nordrhein-Westfalen ließ sich dagegen nicht feststellen, dass Bedienstete, die im Wesentlichen am Computer arbeiten, dem besonderen Risiko einer Sehnenscheidenentzündung unterliegen.

Das Gericht hatte zur Klärung des Verfahrens ein arbeitsmedizinisches Gutachten eines Universitätsprofessors eingeholt. Der Gutachter erkannte auf eine Verbindung zwischen der Tätigkeit der Beamtin am Computer und ihrer Erkrankung. Die Klägerin hat aufgrund der Anerkennung ihrer Krankheit als Berufskrankheit Anspruch auf sogenannte Unfallfürsorgeleistungen. Diese können im Einzelfall ein höheres Ruhegehalt, besondere Kosten der Heilbehandlung oder die Erstattung von Sachschäden umfassen.

Gegen das Urteil kann ein Antrag auf Zulassung der Berufung gestellt werden, über den das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster zu entscheiden hätte.

Quelle:

Verwaltungsgericht Aachen, Urteil vom 14.04.2011
Aktenzeichen: 1 K 1203/09
PM des VG Aachen vom 14.04.2011

© arbeitsrecht.de - (akr)

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