Rechtsprechung

Missachtung des Rauchverbots rechtfertigt Rauswurf

Wer am Arbeitsplatz trotz Verbot raucht, darf unter Umständen fristlos entlassen werden. Das geht aus einem Urteil des Arbeitsgerichts in Krefeld hervor.

Geklagt hatte ein 26-jähriger Berufskraftfahrer, der auch hochexplosiven Flüssigsauerstoff ausliefert. Dieser hatte im Führerhaus seines Lieferwagens geraucht. Der Wagen soll zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht beladen gewesen sein. Der Arbeitgeber aber sprach von einer Restladung von 66 Litern und kündigte das Arbeitsverhältnis wegen Verstosses gegen das Rauchverbot fristlos.

Der Fahrer hatte seinen Rauswurf für unverhältnismäßig gehalten.

Das Arbeitsgericht in Krefeld hielt die fristlose Kündigung des Fahrers für rechtmäßig und wies seine Klage ab. 

Das Gericht interessierte sich aber nicht für die Frage, ob der Wagen beladen war oder nicht. Der Fahrer hatte sich in seinem Arbeitsvertrag sowie vier Monate vor seinem "Ausrutscher" in einer Zusatzerklärung noch einmal dazu verpflichtet, das absolute Rauchverbot einzuhalten. Dies hatte in allen Lieferwagen und im Umkreis von mindestens zehn Metern gegolten. Dem Rauswurf hätte nach Meinung des Gerichts keine Abmahnung vorausgehen müssen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle:

ArbG Krefeld, Urteil vom 20.01.2011
Aktenzeichen: 1 Ca 2401/10
PM des ArbG Krefeld v. 20.01.2011

© arbeitsrecht.de - (ts)

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