Rechtsprechung

Streit über Verkehrverstoß auf dem Arbeitsweg ist nicht versichert

Wer als Radfahrer auf dem Heimweg von der Arbeit einem Autofahrer den Weg versperrt, um ihn zur Rede zu stellen, verliert den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Der Kläger, ein Radfahrer, wurde auf dem Heimweg von der Arbeit von einem Autofahrer mehrfach geschnitten. Vor einer Ampel stellte sich der Radfahrer vor den Autofahrer und hinderte ihn so an der Weiterfahrt. Als der Autofahrer und sein Beifahrer ausstiegen, setzte sich der Wagen in Bewegung und brach dem Radfahrer das Waden- und Schienbein.

Der Kläger stand zu diesem Zeitpunkt nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, so das LSG Nordrhein-Westfalen.

Nach Ansicht der Richter hat der Kläger seinen versicherten Heimweg von der Arbeit mehr als nur geringfügig unterbrochen und eigenwirtschaftliche Interessen verfolgt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle:

LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 29.09.2009
Aktenzeichen: S 5 U 298/08
PM des LSG Nordrhein-Westfalen v. 12.10.2009

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