Rechtsprechung

Gekündigter Arbeitnehmer muss Freistellung akzeptieren

Ein fristgerecht gekündigter Arbeitnehmer hat eine dreimonatige Freistellung bis zum Ende der Kündigungsfrist hinzunehmen.

Der Antragsteller war Vertriebsmitarbeiter eines Computerunternehmens. Ihm war vorliegend von seinem Arbeitgeber gekündigt worden. Dieser bemängelte unter anderem, dass der Gekündigte die Kunden nicht intensiv genug beraten habe.

Mit dem Ausspruch der Kündigung wurde der Angestellte außerdem von der weiteren Arbeit freigestellt. Gegen diese Freistellung wehrte sich der Arbeitnehmer im Eilverfahren. Das Gericht wies allerdings einen entsprechenden Antrag zurück.

Grundsätzlich besteht zwar ein Anspruch auf Beschäftigung bis zum Ende der Kündigungsfrist. Ist das Arbeitsverhältnis jedoch "erheblich gestört" und dauert die Freistellung nicht länger als drei Monate, muss nach Ansicht der Richter zu Gunsten des Arbeitgebers entschieden werden.

Quelle:

ArbG Frankfurt/M., Urteil vom 12.06.2006
Aktenzeichen: 22 Ga 127/06
dpa v. 12.06.2006

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