Rechtsprechung

Versetzung auch bei erheblichen Benzinmehrkosten zulässig

Die betriebsbedingte Versetzung eines Mitarbeiters ist auch dann vom Direktionsrecht des Arbeitgebers gedeckt, wenn sie für den Betroffenen zu erheblichen Mehrkosten führt. Eine Ausnahme gilt nur, wenn im Arbeitsvertrag ausdrücklich ein bestimmter Arbeitsort festgeschrieben ist.

Das LAG Rheinland-Pfalz wies mit seinem Urteil die Klage eines Arbeitnehmers ab. Er hatte sich dagegen gewandt, dass er an einen neuen Arbeitsort versetzt worden war. Er kritisierte, dass er jetzt monatlich 400 Euro für Benzin zahlen müsse, weil der neue Arbeitsplatz von seinem Wohnort weiter entfernt liege. Unter sozialen Gesichtspunkten sei dies unzumutbar.

Das Gericht teilte diese Auffassung nicht.

Der Arbeitgeber hat plausibel dargelegt, dass die bisherige Stelle des Klägers weggefallen ist. Zwar sind die finanziellen Belastungen für den Kläger hoch, aber zumutbar. Als Alternative, so ließen die Richter erkennen, warte auf ihn möglicherweise die Arbeitslosigkeit. Er habe die Möglichkeit, die Belastungen durch Steuerfreibeträge zu mindern.

Quelle:

LAG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 09.12.2004
Aktenzeichen: 6 Sa 326/04
dpa v. 02.02.2006

© arbeitsrecht.de - (Redaktion arbeitsrecht.de)

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