Rechtsprechung

Kindererziehung im Ausland bei Rente zu berücksichtigen

Die Zeit der Kindererziehung im Ausland muss - zumindest bei einem befristeten Auslandsaufenthalt - bei der Rente berücksichtigt werden.

Die Klägerin in dem Verfahren war 1962 mit ihrem Mann nach Paris gezogen, weil er von seinem Arbeitgeber dorthin versetzt worden war. Vier Jahre später kehrte die Familie mit einem in der Zwischenzeit geborenen Sohn nach Deutschland zurück. Bei der Festsetzung der Rente lehnte es die Deutsche Rentenversicherung ab, die Erziehungszeit im Ausland zu berücksichtigen.

Dem widersprach das SG Frankfurt.

Die Erziehung des Kindes im Ausland ist ebenso zu beurteilen wie die im Inland, wenn noch eine hinreichende enge Beziehung zum Arbeits- und Berufsleben in Deutschland besteht. Dies gilt auch für den nicht berufstätigen Elternteil, der seinem vorübergehend im Ausland beschäftigten Ehegatten folgt, um das Zusammenleben der Familie zu ermöglichen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Quelle:

SG Frankfurt, Beschluss vom 10.11.2005
Aktenzeichen: S 13 RA 2014/03
dpa v. 17.01.2006

© arbeitsrecht.de - (Redaktion arbeitsrecht.de)

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