Rechtsprechung

Betriebsbedingte Teilung von Arbeitsstelle hinzunehmen

Arbeitnehmer müssen eine betriebsbedingte Teilung ihrer Arbeitsstelle hinnehmen. Eine zu diesem Zwecke ausgesprochene Änderungskündigung ist nicht willkürlich.

Nach Umstrukturierungen sollte eine Sachbearbeiterin eines Immobilienunternehmen der Deutschen Post, die in der Verwaltung eines Gästehauses der Post tätig war, jeweils zur Hälfte in zwei anderen derartigen Einrichtungen an unterschiedlichen Orten arbeiten. Die Mitarbeiterin empfand dies als unzumutbar und klagte vor dem Arbeitsgericht.

Das ArbG Frankfurt/M. wies die Klage der Sachbearbeiterin gegen das Immobilienunternehmen zurück und erklärten eine entsprechende Änderungskündigung für zulässig.

Dem Urteil zufolge gibt es aber keinen Anspruch darauf, nur an einer einzigen Arbeitsstelle tätig zu sein. Darüber hinaus habe auch der Betriebsrat einem entsprechenden Interessenausgleich zugestimmt, so dass die Änderungskündigung nur bei ersichtlicher Willkür unwirksam gewesen wäre, so die Vorsitzende Richterin.

Quelle:

ArbG Frankfurt/M., Urteil vom 23.11.2005
Aktenzeichen: 22 Ca 2556/05
dpa v. 28.11.2005

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