Rechtsprechung

Trotz Verbots private E-Mails verschickt - Kündigung rechtens

Wer vom Arbeitsplatz aus trotz Verbots in nicht unerheblichem Umfang private E-Mails verschickt, riskiert seine Stellung.

Das Arbeitsgericht Frankfurt/M. wies damit die Klage eines Filialleiters gegen ein Zeitarbeitsunternehmen zurück und erklärten die ordentliche Kündigung für zulässig. Obwohl es eine eindeutige Anweisung der Vorgesetzten gab, hatte der Filialleiter in 261 Fällen vom Firmencomputer aus private E-Mails verschickt.

Die Richter werteten diese "exzessive Privatnutzung firmeneigener Systeme" als einen "schwerwiegenden Verstoß gegen arbeitsvertragliche Pflichten". Dieser rechtfertige sogar eine fristlose Kündigung ohne vorausgegangene Abmahnung. 

Quelle:

ArbG Frankfurt/M., Urteil vom 14.07.2004
Aktenzeichen: 9 Ca 10256/03
dpa v. 19.07.2004

© arbeitsrecht.de - (Redaktion arbeitsrecht.de)

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