Rechtsprechung

Nach harmonischem Einstellungsgespräch kein Anspruch auf Arbeit

Auch nach einem harmonisch verlaufenen Einstellungsgespräch haben Arbeitnehmer keinen Anspruch auf tatsächliche Einstellung in dem Unternehmen.

Der klagende Arbeitnehmer hatte sich bei einem Bauunternehmen als Betreuer eines Großprojekts beworben. Ergebnis des in harmonischer Atmosphäre verlaufenen Bewerbungsgesprächs war offenbar die Übereinkunft, in der Zukunft zusammen arbeiten zu wollen. Gleichwohl wollte die Firma mit dem Abschluss des schriftlichen Arbeitsvertrages warten, bis der Großauftrag unter Dach und Fach war. Zum Abschluss eines Arbeitsvertrags kam es jedoch nicht. Der Kläger begehrt mit seiner Klage die Einstellung.

Das Arbeitsgericht hat die Klage abgewiesen.

Nach Aussage des Gerichts ist es rechtlich zwar möglich, dass ein Arbeitsvertrag mittels mündlicher Übereinkunft zu Stande kommt. In dem konkreten Fall aber ist die beidseitige Unterzeichnung des schriftlichen Vertrages Voraussetzung für das Arbeitsverhältnis gewesen.

Quelle:

ArbG Frankfurt /M., Urteil vom 27.02.2003
Aktenzeichen: 5 Ca 4278/02
dpa v. 27.02.2003

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