Rechtsprechung

Uniformierte Polizeibeamte dürfen keinen "Pferdeschwanz" tragen

Uniformierten Polizeibeamten ist das Tragen von langen Haaren, die über den Hemdkragen reichen, untersagt.

Das zuständige Polizeipräsidium hatte einem Polizeiobermeister aufgegeben, seine Haare bis auf Hemdkragenlänge zu kürzen. Dieser trägt einen "Pferdeschwanz", wobei die Haare auch im zusammengebundenen Zustand bis etwa zur Mitte der Schulterblätter reichen. Der Polizist wandte sich an das Gericht, blieb mit seinem Antrag aber erfolglos.

Die Anordnung ist rechtmäßig. Die vom Innenministerium erlassenen Bestimmungen über das Erscheinungsbild der Polizei Rheinland-Pfalz und das Tragen der Dienstkleidung, wonach eine deutlich über den Hemdkragen reichende Haarlänge bei uniformierten Polizeibeamten unzulässig ist, sind nicht zu beanstanden.

Das äußere Erscheinungsbild der uniformierten Polizeibeamten hat auf das Ansehen und das Vertrauen in der Bevölkerung sowie die Akzeptanz der polizeilichen Maßnahmen erheblichen Einfluss. Hierbei darf der Dienstherr insbesondere berücksichtigen, dass lange Männerhaare nach wie vor ungewöhnlich sind und von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt werden, so das Gericht. Das Grundrecht des Polizisten auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit hat deshalb zurückzustehen.

Quelle:

VG Neustadt, Beschluss vom 01.08.2003
Aktenzeichen: 2 L 1819/03.NW
PM des VG Neustadt Nr. 21/2003 v. 13.08.2003

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