Rechtsprechung

Kündigung wegen Firmenverkaufs unwirksam

Eine auf Wunsch eines zukünftigen Firmeninhabers ausgesprochene Kündigung ist grundsätzlich unwirksam.

Das beklagte Wirtschaftsprüfungsunternehmen hatte einen Betriebsteil an eine andere Firma verkauft. Im Vorfeld verlangte diese Firma jedoch die Kündigung von mehreren hochrangigen Angestellten. Dem Kläger, einem Unternehmensberater, wurde daraufhin eine so genannte "Druckkündigung" ausgesprochen. Ansonsten sei das Verkaufsgeschäft gefährdet, hieß es zur Begründung.

Das Gericht hat der Klage stattgegeben. Die Kündigung verstößt nach Ansicht der Richter gegen die "Grundprinzipien des Kündigungsrechts". Der Bestand eines Arbeitsverhältnisses darf auf keinen Fall von einem Eigentümerwechsel an der Unternehmensspitze berührt werden

Quelle:

ArbG Frankfurt/M., Urteil vom 18.03.2003
Aktenzeichen: 6 Ca 8861/02
dpa v. 18.03.2003

© arbeitsrecht.de - (Redaktion arbeitsrecht.de)

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