Rechtsprechung

Unfallversicherung muss auch bei grob rücksichtsloser und verkehrswidriger Fahrweise zahlen

Der Unfallversicherungsschutz auf dem Weg zur Arbeitsstätte wird nicht dadurch ausgeschlossen, dass der Versicherte auf Grund seiner Fahrweise wegen vorsätzlicher Straßenverkehrsgefährdung bestraft wird, auch wenn der Unfall auf dieser Verhaltensweise beruht.

Das Gericht hat vorliegend entschieden, dass Versicherte auch dann Anspruch auf Leistungen aus der Unfallversicherung haben, wenn sie den Unfall auf dem Weg zur Arbeit auf Grund ihrer grob rücksichtslosen und verkehrswidrigen Fahrweise verursacht haben. Es liegt hier regelmäßig keine auf betriebsfremde Zwecke gerichtete Handlungstendenz vor. Hauptzweck ist vielmehr weiterhin das Erreichen der Arbeitsstätte. 

Quelle:

BSG, Urteil vom 04.06.2002
Aktenzeichen: B 2 U 11/01 R
BSG-online

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