Rechtsprechung

Betrugsvorwurf rechtfertigt fristlose Kündigung

Die Behauptung, dass der Arbeitgeber das Arbeitsamt betrügt, stellt bereits einen Grund für eine fristlose Kündigung dar, selbst wenn der Vorwurf nur im Kollegenkreis geäußert wurde.

Eine Beschäftigte hatte ihren Firmenchef als "Kotzbrocken" bezeichnet und ihm unterstellt, er würde mehr Geld vom Arbeitsamt kassieren, als er ihr auszahlen würde. Diese Äußerungen machte sie im Beisein von Mitarbeitern des Unternehmens. Der Arbeitgeber kündigte ihr daraufhin fristlos. Die hiergegen erhobene Kündigungsschutzklage der Frau hatte keinen Erfolg.

Das LAG stellte fest, dass eine fristlose Kündigung angemessen und auch sozial gerechtfertigt ist, zumal diese grobe Beleidigung mit dem Vorwurf einer strafbaren Handlung.

Quelle:

LAG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 18.03.2002
Aktenzeichen: 10 Sa 763/01
www.herold.de

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