Rechtsprechung

Haftung für unerlaubte Telefonate

Der Arbeitnehmer eines Dienstleistungsunternehmens macht sich schadensersatzpflichtig, wenn er unerlaubt Telefongespräche von einem Apparat eines Kunden aus führt. Hat er den Schaden vorsätzlich verursacht, muss ihm der den Lohn einbehaltende Arbeitgeber nicht einmal den pfändungsfreien Betrag seines Gehalts auszahlen.

Der klagende Wachmann hatte darauf geklagt, dass ihm der pfändungsfreie Teil seines Gehaltes ausgezahlt wird. Er hatte während seiner Tätigkeit regelmäßig "einschlägige Hotlines" angerufen. Die betroffene Firma machte Schadensersatz in Höhe von 6.140 Euro geltend. Die Sicherungsfirma kündigte dem Wachmann fristlos und behielt die letzten beiden Monatsgehälter ein. 

Der Wachmann blieb mit seiner Klage erfolglos. Das Gericht hat entschieden, dass ein Arbeitnehmer grundsätzlich voll ersatzpflichtig ist, wenn er einen Schaden vorsätzlich verursacht hat. 

Quelle:

ArbG Frankfurt/M., Urteil vom 21.02.2002
Aktenzeichen: 5 Ga 17/02
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