Rechtsprechung

Pfusch am Bau rechtfertigt Lohnkürzung

Wenn ein Arbeitnehmer "Pfusch" in seiner Arbeitsausführung macht, so kann sein Arbeitgeber das Gehalt kürzen.

Der klagende Vorarbeiter sollte nach Weisung seines Vorgesetzten ein Fenstergitter anfertigen und montieren. Zur Ausführung nahm dieser jedoch falsche Maße, woraufhin sich der Kunde weigerte, die Rechnung zu bezahlen. Daraufhin zog der Unternehmer diese Summe vom Gehalt seines Vorarbeiters ab. Die Klage des Vorarbeiters gegen die Bauschlosserei war erfolglos.

Das Gericht hat entschieden, dass der Arbeitnehmer zumindest die entstandenen Material- und Lohnkosten für das fehlerhafte Gitter zu tragen hat. Dieses Risiko tragen Arbeitnehmer auch für nur fahrlässiges Fehlverhalten. Hierdurch kann der Unternehmer Schadensersatzansprüche begründen. 

Quelle:

ArbG Frankfurt/M., Urteil vom 07.02.2002
Aktenzeichen: 7 Za 3 877/01
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