Rechtsprechung

E-Mail-Korrespondenz hat Beweiskraft vor Gericht

Die E-Mail-Korrespondenz zwischen einem Arbeitnehmer und seinem Arbeitgeber hat grundsätzlich Beweiskraft.

Während der Verhandlungen über das Ende eines Arbeitsverhältnisses akzeptierte die klagende Sachbearbeiterin gegenüber dem beklagten Druckmaschinenbetrieb in einer E-Mail, dass eine vereinbarte Abfindung alle sonstigen Zahlungsansprüche beinhalten soll. Versehentlich wurde diese Passage nicht in den schriftlich abgeschlossenen Aufhebungsvertrag übernommen.  Daraufhin klagte die Sachbearbeiterin - ohne Erfolg - auf Zahlung von zusätzlichen Bonusprämien.

Das Gericht hat die Zahlungsklage abgewiesen. Das Unternehmen konnte sich erfolgreich auf den dem Vertragsabschluss vorausgegangenen E-Mail-Postverkehr berufen.

Quelle:

ArbG Frankfurt/M., Urteil vom 09.01.2002
Aktenzeichen: 7 Ca 5380/01
JurPC Web-Dok. 125/2002

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