Rechtsprechung

Frühestmögliche Kündigung bei ungewissen Heilungsaussichten

Ein Arbeitgeber kann bei der Krankheit eines Arbeitnehmers mit ungewissen Heilungsaussichten frühestens nach einer 24-monatigen Fehlzeit kündigen.

Zur Begründung führte das Gericht aus, dass dem Arbeitgeber diese Wartezeit bis zum Ausspruch der Kündigung zumutbar ist, weil in der Zwischenzeit die Möglichkeit besteht, eine befristet tätige Vertretungskraft einzustellen. Nur wenn nach ärztlichem Attest die Feststellung getroffen wird, dass mit einer Besserung des Gesundheitszustandes nicht gerechnet werden kann, darf zu einem früheren Zeitpunkt gekündigt werden.

Quelle:

ArbG Frankfurt/M. , Urteil vom 17.10.2001
Aktenzeichen: 9 Ca 1690/01
dpa v. 23.10.2001

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