Welche Wurzeln liegen der Mediation zu Grunde?

Die Wurzeln der Mediation reichen bis in die Antike zurück.

Bereits Platon und Aristoteles beschäftigten sich mit dem Thema der Konfliktlösung. Aus dieser Zeit stammt auch der Begriff Mediation und bedeutet "vermittelnd" oder "neutral".

Das wohl erste Beispiel für eine Mediation in Deutschland sind die Verhandlungen zu dem Westfälischen Frieden zu Münster, der den 30jährigen Krieg im Jahre 1648 beendete, dessen Verhandlungen aber bereits im Jahre 1643 begannen. Da es sich um einen gesamteuropäischen Krieg handelte, waren insgesamt rund 150 offizielle Gesandte an den Verhandlungen beteiligt. Einer der neutralen Vermittler war der Botschafter der Republik Venedig, Alvise Contarini der auf allen aus dieser Zeit stammenden Kupferstichsammlungen ausdrücklich als "Legatus et Mediator" bezeichnet wurde.

Contarini schaffte es durch seine unparteiliche Vermittlungsweise die Vertreter der verschiedenen Staaten zu einer Einigung und letztlich zur Unterzeichnung des Friedensvertrages zu bewegen. Er wandte dabei die heute bekannten Prinzipien der Mediation schon damals an und gilt somit als Wegbegleiter des heutigen Mediationsverfahrens.

 
 

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