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SZ: DHL legt Streit mit Gewerkschaften bei

Berlin (dpa) - Gewerkschaften und die Deutsche Post DHL haben laut einem Medienbericht ihren Streit um die Arbeitsbedingungen bei ausländischen Tochterfirmen des Logistikkonzerns beigelegt. Die «Süddeutsche Zeitung» (SZ/Donnerstag) zitiert aus einer gemeinsamen Erklärung, auf die sich DHL mit der Dienstleistungsgewerkschaft UNI Global Union und der Internationalen Transportarbeiter-Vereinigung ITF geeinigt habe. Sie sehe in einigen Fällen bessere Bedingungen vor, in anderen Fällen hätten sich die Vorwürfe zerschlagen.

Die Gewerkschaften hatten DHL im Mai 2012 vorgeworfen, außerhalb Europas Arbeitnehmerrechte zu verletzen. DHL habe eine «beschämende Bilanz» beim übermäßigen Einsatz von schlecht bezahlten Zeit- und Leiharbeitern. Die Deutsche Post hatte erwidert, sie arbeite gemäß nationaler Gesetze und Gepflogenheiten der jeweiligen Länder.

Die jetzige Vereinbarung kam laut «SZ» auf Vermittlung der beim Bundeswirtschaftsministerium angesiedelten Nationalen Kontaktstelle für die OECD-Leitsätze (NKS) zustande. In der Erklärung heiße es: «Die Parteien sind sich einig, dass die vorgebrachten Vorwürfe im Rahmen des Vermittlungsverfahrens der NKS ausgeräumt wurden oder sich im weiteren bilateralen Austausch klären lassen.»

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