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Zollgewerkschaft fordert mehr Personal

Sie sind Zigarettenschmugglern und Schwarzarbeitern auf der Spur. Nun kommen auf Deutschlands Zollbeamte noch mehr Aufgaben hinzu. Diese seien nur mit mehr Personal zu bewältigen, meint ihre Gewerkschaft.

Magdeburg (dpa) - Angesichts zusätzlicher Aufgaben für die Beamten fordert die Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft mehr Personal. «Der Zoll übernimmt ab Mitte 2014 zum Beispiel die Erhebung und Vollstreckung der Kfz-Steuer in Deutschland, die bislang Angelegenheit der Länder war», sagte der Vorsitzende der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft, Dieter Dewes, am Mittwoch bei einem Gewerkschaftstag in Magdeburg. Hinzu komme in den kommenden Jahren die Kontrolle der gesetzlichen Mindestlöhne. Dafür reichten die derzeit 39 000 Beamten nicht aus. Dewes forderte 2000 neue Stellen.

Für die neuen Aufgaben müssten die Beamten rechtzeitig zur Verfügung stehen, um entsprechend ausgebildet zu werden, sagte Dewes. Bei der Kontrolle von Schwarzarbeit lasse sich relativ leicht herausfinden, wer regulär auf einer Baustelle tätig sei. Beim Mindestlohn müsse man in die Unternehmen gehen und sehr detailliert prüfen.

Dewes wurde auf dem Gewerkschaftstag, der alle fünf Jahre stattfindet, zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der 58-Jährige - Vorsitzender des Hauptpersonalrates im Bundesfinanzministerium - löst Klaus H. Leprich ab, der die Gewerkschaft 13 Jahre lang geführt hatte und aus Altersgründen nicht mehr antrat.

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