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Zulässige Berufsbezeichnung im Arbeitsvertrag?

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  • Zulässige Berufsbezeichnung im Arbeitsvertrag?

    Hallo zusammen,

    in unserem sehr kleinen Handelsbetrieb bin ich für das Verfassen neuer Arbeitsverträge zuständig.

    Ein neuer Mitarbeiter soll als Vollzeitkraft im Büro tätig werden. Es handelt sich hierbei um einen Quereinsteiger mit einer abgeschloßenen Berufsausbildung zum Altenpfleger.

    Als Berufsbezeichnung im Arbeitsvertrag habe ich daher "Bürokraft" eingesetzt, da die Bezeichnung nicht geschützt ist und es sich eben um Hilfstätigkeiten handelt.

    Der Mitarbeiter hat nun gefragt, ob man nicht auch als Berufsbezeichnung "Kaufmann für Bürokommunikation" eintragen könnte, um dadurch den Lebenslauf etwas aufzuwerten...

    Da kein entsprechender Berufsabschluss vorliegt, frage ich mich, ob es arbeitsrechtlich überhaupt denkbar wäre, trotzdem diese Bezeichnung im Arbeitsvertrag anzugeben, wenn entsprechende Tätigkeiten auch vom Mitarbeiter getan werden.

    Für Tipps und Ratschläge wäre ich sehr dankbar

  • #2
    AW: Zulässige Berufsbezeichnung im Arbeitsvertrag?

    Zitat von Tomit Beitrag anzeigen
    ... Ein neuer Mitarbeiter soll als Vollzeitkraft im Büro tätig werden. Es handelt sich hierbei um einen Quereinsteiger ...

    Als Berufsbezeichnung im Arbeitsvertrag habe ich daher "Bürokraft" eingesetzt, da die Bezeichnung nicht geschützt ist und es sich eben um Hilfstätigkeiten handelt.

    Der Mitarbeiter hat nun gefragt, ob man nicht auch als Berufsbezeichnung "Kaufmann für Bürokommunikation" eintragen könnte, um dadurch den Lebenslauf etwas aufzuwerten...

    Da kein entsprechender Berufsabschluss vorliegt, frage ich mich, ob es arbeitsrechtlich überhaupt denkbar wäre, trotzdem diese Bezeichnung im Arbeitsvertrag anzugeben, wenn entsprechende Tätigkeiten auch vom Mitarbeiter getan werden.
    ...
    Hallo,

    für einen Arbeitsvertrag würde ich keine geschützte Berufsbezeichnung verwenden, wenn die Qualifikation dafür nicht vorliegt. Umso mehr, wenn die übertragenen Aufgaben auch nicht der vermeintlichen Qualifikation entsprechen. Da ist die Bezeichnung "Bürokraft" absolut zutreffend.

    Eine solche - falsche - Bezeichnung aus Gefälligkeit könnte anderenfalls bei künftigen Gehaltsverhandlungen zum Bumerang (für den AG) werden, vor allem, wenn z.B. tarifliche Eingruppierungsnormen zu beachten sind.

    Die Aufwertung für den Lebenslauf ergibt sich durch eine entsprechende Tätigkeitsbeschreibung im Lebenslauf selbst und im Arbeitszeugnis. Die Bezeichnung laut Arbeitsvertrag spielt dafür keine Rolle.

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...

    Kommentar


    • #3
      AW: Zulässige Berufsbezeichnung im Arbeitsvertrag?

      Zitat von Tomit Beitrag anzeigen
      Hallo zusammen,

      in unserem sehr kleinen Handelsbetrieb bin ich für das Verfassen neuer Arbeitsverträge zuständig.

      Ein neuer Mitarbeiter soll als Vollzeitkraft im Büro tätig werden. Es handelt sich hierbei um einen Quereinsteiger mit einer abgeschloßenen Berufsausbildung zum Altenpfleger.

      Als Berufsbezeichnung im Arbeitsvertrag habe ich daher "Bürokraft" eingesetzt, da die Bezeichnung nicht geschützt ist und es sich eben um Hilfstätigkeiten handelt.

      Der Mitarbeiter hat nun gefragt, ob man nicht auch als Berufsbezeichnung "Kaufmann für Bürokommunikation" eintragen könnte, um dadurch den Lebenslauf etwas aufzuwerten...

      Da kein entsprechender Berufsabschluss vorliegt, frage ich mich, ob es arbeitsrechtlich überhaupt denkbar wäre, trotzdem diese Bezeichnung im Arbeitsvertrag anzugeben, wenn entsprechende Tätigkeiten auch vom Mitarbeiter getan werden.

      Für Tipps und Ratschläge wäre ich sehr dankbar

      Ich würde mich davor hüten eine anerkannte Berufsbezeichnung in einen AV einzutragen, wenn dafür kein entsprechender Abschluss vorliegt.
      siehe hier
      Macht der MA jetzt Hilfstätigkeiten, oder die entsprechenden Tätigkeiten Kaufmann für Bürokommunikation?

      Wenn er letzteres macht, könnte man z.B. das Feld Berufsbezeichnung frei lassen und dafür den Freitext: Der MA wird die Tätigkeiten eines Bürokaufmannes für Bürokommunikation ausüben" in den AV aufnehmen

      VG
      Gast_SBV

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      • #4
        AW: Zulässige Berufsbezeichnung im Arbeitsvertrag?

        Hast du denn eine Lösung gefunden oder suchst du nach einer ?
        Wenn man nicht weiter weiß dann immer am besten einen Fachmann kontaktieren, der kann einem weiterhelfen.

        Ich habe mich im treuhandbüro chur beraten lassen und bin wirklich zufrieden.
        Sonst kann man auch einfach im Internet forschen

        Aber ich glaube einen Fachmann zu kontaktieren wäre das beste.

        Kommentar


        • #5
          AW: Zulässige Berufsbezeichnung im Arbeitsvertrag?

          Hallo Tomit,

          im Arbeitsvertrag soll die Bezeichnung rein, die der Tätigkeit entspricht.
          Auch wenn ein Mitarbeiter nicht über die entsprechende berufsausbildung verfügt darf er einen Job ausüber der üblicherweise diese Berufsausbildung beinhaltet, so haben wir hier Techniker beschäftigt die soeben den Facharbeiterabschluss nachweisen können und nicht über die 2-jährige Zusatzausbildung verfügen. Wenn es dann zum Stellenabbau kommt, kann z.B. die IHK auf Antrag durch den AG und einen Nachweis feststellen, dass Herr Mustermann auf grund seiner Jahrelangen Berufserfahrung einem Techniker gleichzustellen ist und die Bezeichnung Techniker führen darf.

          Es geht hier nicht nur um den Lebenslauf, sondern auch um den Umgang mit der Person bei Arbeitslosigkeit. Je höher mein Titel um so höher ist in den ersten 12 Monaten auch mein Anspruch auf ein Stellenniveau.
          Wenn ich einen Anlernjob nun ausübe und dann nach jahren Arbeitslos werden, muss ich mich auf jeden Anlernjob bewerben, bin ich Fachabeiter muss ich mich auf Facharbeiterjob bewerben usw.

          Daher, sollte die Dame in mehr als 2 Jahren immer noch bei euch beschäftigt sein, würde ich einen Geänderten Vertrag anbieten, mit der Berufsbezeichnung "KfB" und Ihr sagen, dass ich sehr Zufrieden mit ihrer Arbeit bin und deshalb nun auch die Berufsbezeichnung, die sie gewünscht hat anwende. Solltet ihr nicht tarifgebunden sein, würde ich dass dann auch mit einer ca.5%igen Gehaltserhöhung (als erste Gehaltserhöhung) kombinieren.

          gruß

          Rabauke

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