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Versuch einer Arbeitszeitregelung

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  • Versuch einer Arbeitszeitregelung

    Hallo,

    unsere Firma hat sich aus einem sehr familiären Kleinstbetrieb zu einer mittelständischen Firma gemausert.

    Leider sind die Führungsebenen und Strukturen nicht mitgewachsen. Früher haben alle irgendwie alles gemacht, jeder fühlte sich auch für alles verantwortlich. Alle sind nach Hause gegangen, wenn die Arbeit erledigt war und nicht, wenn die Uhr eine bestimmte Stunde schlug. Daraus entstand ein laissez-faire-Verhältnis, was auch in Ordnung war, weil es niemand ausnutzte. Man rühmte sich der flachen Hierarchie und es galt geradezu als unschicklich Anweisungen zu erteilen.

    Nur funktioniert das jetzt nicht mehr. Wir haben eine Menge neuer Mitarbeiter, die -weil man versäumte früh genug Regeln einzuführen- denken, es sei egal und sozusagen alles erlaubt. Dazu der dritte Geschäftsführer in drei Jahren ...

    Wir haben zwei Teilzeitkräfte, die als einzige mehr oder weniger flexible Arbeitszeiten haben. Da ich nicht recht nachvollziehen konnte, ob sie ihre Arbeitszeit ausfüllen (und ich auch den Eindruck hatte, dem sei eventuell nicht so), bat ich um Arbeitszeitnachweis oder Wochenplanung im voraus.

    Nun brach der Zwergenaufstand los. Warum das auf einmal? Warum nur sie?

    Die Geschäftsführung eiert rum und will sich nicht festlegen. Vor lauter Harmoniebedürfnis werden keine unpopulären Entscheidungen gefällt und ich im mittleren Management habe die A-Karte.

    Ist es wirklich gegen den Gleichbehandlungsgrundsat z, nur von ihnen so etwas zu verlangen? Die anderen haben einfach feste Arbeitszeiten, da sehe ich, wann sie kommen und gehen.

    Wie seht Ihr das?

    Danke.
    marchlew57

  • #2
    AW: Versuch einer Arbeitszeitregelung

    Zitat von marchlew57 Beitrag anzeigen
    ... Nur funktioniert das jetzt nicht mehr. Wir haben eine Menge neuer Mitarbeiter, die -weil man versäumte früh genug Regeln einzuführen- denken, es sei egal und sozusagen alles erlaubt. Dazu der dritte Geschäftsführer in drei Jahren ...

    Die Geschäftsführung eiert rum und will sich nicht festlegen. Vor lauter Harmoniebedürfnis werden keine unpopulären Entscheidungen gefällt und ich im mittleren Management habe die A-Karte.
    Hallo,

    da wäre es sicherlich hilfreich, wenn das mittlere und obere Management gemeinsam in Klausur gehen, um miteinander zu klären, was sie unter Führung verstehen und gemeinsame Positionen zu bestimmen.

    Eine solche Klausurtagung wird sicherlich mehrere Tage in Anspruch nehmen. Möglicherweise müsst ihr dafür auch mehrere Veranstaltungen planen. Und vor allem solltet ihr euch dazu externe Hilfe holen. Sonst schmort ihr im eigenen Saft und kommt nicht weiter. Ein Unternehmensberater dagegen ist in der Lage, Probleme zu erkennen und die Finger in die Wunden zu legen. Das kann weh tun, aber das ist der Job der Berater.

    Natürlich kostet das ein paar Euro, aber es wird sich lohnen. Eher jedenfalls, als in Kürze den vierten GF zu suchen.

    Wir haben zwei Teilzeitkräfte, die als einzige mehr oder weniger flexible Arbeitszeiten haben.

    Ist es wirklich gegen den Gleichbehandlungsgrundsat z, nur von ihnen so etwas zu verlangen? Die anderen haben einfach feste Arbeitszeiten,
    Der Gleichbehandlungsgrundsat z besagt, dass vergleichbare Gruppen gleich zu behandeln sind. Alle mit fester Arbeitszeit sind die eine Gruppe, alle mit flexibler Arbeitszeit ein andere. Eine unterschiedliche Behandlung dieser Gruppen (auch wenn die andere - bisher - nur aus zwei Leuten besteht) ist zulässig.

    Die Alternative wäre es, den Teilzeitkräften eine feste Arbeitszeit zuzuweisen. Denn sonst werden ja alle mit fester Arbeitszeit ungleich behandelt ...

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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    • #3
      AW: Versuch einer Arbeitszeitregelung

      Kurze Frage: Haben Sie keine Zeiterfassung? Wir sind auch ein kleiner Familienbetrieb - haben dies aber. Dann müssen alle die Zeiten erfassen und gut. Klausurtagung halte ich dafür nicht für notwendig und wäre mir auch zu aufwendig.

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      • #4
        AW: Versuch einer Arbeitszeitregelung

        Zitat von Sweetshark Beitrag anzeigen
        Klausurtagung halte ich dafür nicht für notwendig
        Bezogen auf die Frage der Zeiterfassung muss es natürlich keine Klausurtagung geben. Doch die Probleme liegen der Schilderung nach tiefer. Es geht im Kern darum, eine gemeinsame generelle Linie für die Führungsebene zu finden.

        und wäre mir auch zu aufwendig.
        Nicht hinsichtlich des grundlegenden Problems. Der Aufwand, alle paar Monate einen neuen GF zu suchen und die mittlere Führungsebene auch noch zu vergraulen, ist ungemein höher - wenn auch nicht eins zu eins messbar.
        Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
        Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

        Kommentar


        • #5
          AW: Versuch einer Arbeitszeitregelung

          Interne Probleme kann man nur lösen, wenn man sie gezielt in Meetings anspricht. Wir können keine Universallösung anbieten. Nicht schlecht wäre bei einem gewachsenen Team aber ein Human Resources Manager, der die Mitarbeiter kennt und die Prozesse zielgerichtet steuert!

          Kommentar


          • #6
            AW: Versuch einer Arbeitszeitregelung

            Gibt es keine Zeiterfassung?

            Kommentar


            • #7
              AW: Versuch einer Arbeitszeitregelung

              Ich würde den Ball flach halten, aber das Projekt angehen:

              Kenne das "Problem", eine Riesenwelle bricht los. M.M.: Da muss man einmal durch. Allerdings würde ich den Stundennachweis von allen oder keinem Mitarbeiter anfordern. Entsprechende Papiertabelle, oder besser ein Online-Formular, sollte jedoch der Chef zur Verfügung stellen.

              Die Zeiterfassung ist beispielsweise notwendig, um alle (!) Mitarbeiter gleich zu behandeln, das hat nichts mit Misstrauen zu tun. Argumentieren Sie mit notwendiger Dokumentation etc. Geben Sie eine einmalige und unmissverständliche Info an alle. Die Welle muss und wird man aushalten.

              Letztendlich danken es Ihnen möglicherweise jene Mitarbeiter, die Mehrstunden haben... oder die, die stundenkorrekt arbeiten--> im möglicherweise Vergleich zu denen, die dieses evlt. nicht tun. Falls alles super läuft, ist das außerdem eine schöne Bestätigung für den Inhaber.

              Viel Erfolg!
              chungqueen

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