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Aufhebungsvertrag - Abfindung - Arge

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  • Aufhebungsvertrag - Abfindung - Arge

    Hallo,
    nach 17 Jahren in der Firma wird mir (50 Jahre) heuer noch ein Aufhebungsvertrag mit Abfindung angeboten werden.
    1. Wie sollte ein Aufhebungsvertrag angefertigt werden, so dass eine Sperrzeit verhindert wird?
    2. Inwiefern würde eine Abfindung ein Verrechnen mit ALG1 nach sich ziehen? Wie kann man das vermeiden?
    3. Die Kündigungsfrist beträgt 4 Monate zum Quartal gem. Tarifvertrag. Lt. BGB hätte ich 6 Monate Kündigungsfrist, wäre eig. günstiger. Schlägt BGB den Tarifvertrag?
    4. Die Abfindung sollte erst in 2018 ausbezahlt werden, also wenn wg. Arbeitslosigkeit voraussichtlich keine weiteren Bezüge fliesen. Geht dann die 1/5 Regelung noch?
    Danke

  • #2
    AW: Aufhebungsvertrag - Abfindung - Arge

    Über welche Grössenordnung an Abfindung reden wir hier?

    3. Ein Tarifvertrag kann kürzere als die gesetzlichen Fristen wirksam vorsehen. Das ist gar nicht so selten der Fall. Siehe § 622 abs. 4 BGB:

    (4) Von den Absätzen 1 bis 3 abweichende Regelungen können durch Tarifvertrag vereinbart werden. Im Geltungsbereich eines solchen Tarifvertrags gelten die abweichenden tarifvertraglichen Bestimmungen zwischen nicht tarifgebundenen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, wenn ihre Anwendung zwischen ihnen vereinbart ist.
    4. Warum soll die erst 2018 ausgezahlt werden? Ich wäre da sehr vorsichtig. Du wärst nicht der erste, der eine Abfindung im mehrstelligen k-Bereich durch eine kurzzeitig später erfolgte Insolvenz des Arbeitgebers verliert.

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    • #3
      AW: Aufhebungsvertrag - Abfindung - Arge

      Abfindungshöhe liegt im niedrigen 6-stelligen Bereich.
      4. kann ich definitiv ausschließen, aber danke für den Hinweis.
      Grund für 2018 wäre z.B., dass ich dann mit die Abfindung nicht noch zusätzlich meiner Einkünfte in 2017 besteuern müsste.

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      • #4
        AW: Aufhebungsvertrag - Abfindung - Arge

        Vorneweg: lass dich nicht durch einen hohen Geldbetrag blenden, sondern berechne dir, was dir sowieso schon zusteht: das Gehalt für die Kündigungsfrist.

        Durch den Aufhebungsvertrag sollte auf keinen Fall die dir zustehende Kündigungsfrist verkürzt werden.
        Während dieser Zeit erhälst du nichts vom vom Arbeitsamt, weil du freiwillig auf dir zustehendes Gehalt verzichtest. Eine eventuelle Sperrfrist wird erst danach beginnen.

        Um einen Verlust durch eine eventuelle Sperrfrist zu vermeiden, könnte man im Aufhebungsvertrag vereinbaren, das der Arbeitgeber etwas zusätzlich zahlt, falls es doch eine Sperre gibt.

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        • #5
          AW: Aufhebungsvertrag - Abfindung - Arge

          Zitat von Fragender1238 Beitrag anzeigen
          Hallo,
          nach 17 Jahren in der Firma wird mir (50 Jahre) heuer noch ein Aufhebungsvertrag mit Abfindung angeboten werden.
          1. Wie sollte ein Aufhebungsvertrag angefertigt werden, so dass eine Sperrzeit verhindert wird?
          2. Inwiefern würde eine Abfindung ein Verrechnen mit ALG1 nach sich ziehen? Wie kann man das vermeiden?
          3. Die Kündigungsfrist beträgt 4 Monate zum Quartal gem. Tarifvertrag. Lt. BGB hätte ich 6 Monate Kündigungsfrist, wäre eig. günstiger. Schlägt BGB den Tarifvertrag?
          4. Die Abfindung sollte erst in 2018 ausbezahlt werden, also wenn wg. Arbeitslosigkeit voraussichtlich keine weiteren Bezüge fliesen. Geht dann die 1/5 Regelung noch?
          Danke
          Hallo Fragender,
          was ist der Grund für einen Aufhebungsvertrag? Warum keine "normale KÜ?
          Gruß FS
          In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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          • #6
            AW: Aufhebungsvertrag - Abfindung - Arge

            Wenn es um 6 stellige Summen geht, kann man nur raten:
            Geh zu einem Anwalt und einem Steuerberater.

            Willst du dich auf Aussagen aus dem Internet von unbekannten Personen verlassen?

            Die obigen Berufsgruppen haften auch für das was sie beraten.

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            • #7
              AW: Aufhebungsvertrag - Abfindung - Arge

              "1. Wie sollte ein Aufhebungsvertrag angefertigt werden, so dass eine Sperrzeit verhindert wird?"

              Nun, das funktioniert nur dann, wenn aus dem Vertrag hervorgeht das Sie ohnehin gekündigt worden wären.
              Deiner Schilderung nach kommt das aber wohl nicht in Frage, da das Unternehmen weder finanziell angeschlagen ist, noch andere sichtbare Gründe vorliegen. Selbst bei geplantem Personalabbau ständen Sie im Sozialplan eher oben.

              Insgesamt finde ich die Frage schon ziemlich dreist. Sie wollen aus eigenen Stücken aufhören, bekommen noch eine ziemlich dicke Abfindung - wollen sich dann aber bitteschön nahtlos von der Solidargemeinschaft weiter finanzieren lassen.
              Geht's noch ???

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              • #8
                AW: Aufhebungsvertrag - Abfindung - Arge

                Zitat von CDS Beitrag anzeigen
                "1. Wie sollte ein Aufhebungsvertrag angefertigt werden, so dass eine Sperrzeit verhindert wird?"

                Nun, das funktioniert nur dann, wenn aus dem Vertrag hervorgeht das Sie ohnehin gekündigt worden wären.
                Deiner Schilderung nach kommt das aber wohl nicht in Frage, da das Unternehmen weder finanziell angeschlagen ist, noch andere sichtbare Gründe vorliegen. Selbst bei geplantem Personalabbau ständen Sie im Sozialplan eher oben.

                Insgesamt finde ich die Frage schon ziemlich dreist. Sie wollen aus eigenen Stücken aufhören, bekommen noch eine ziemlich dicke Abfindung - wollen sich dann aber bitteschön nahtlos von der Solidargemeinschaft weiter finanzieren lassen.
                Geht's noch ???
                Nein, ich will nicht aus eigen Stücken aufhören! Mir würde ansonsten aus personenbedingten Gründen gekündigt werden.

                Kommentar


                • #9
                  AW: Aufhebungsvertrag - Abfindung - Arge

                  Zitat von matthias Beitrag anzeigen
                  Wenn es um 6 stellige Summen geht, kann man nur raten:
                  Geh zu einem Anwalt und einem Steuerberater.

                  Willst du dich auf Aussagen aus dem Internet von unbekannten Personen verlassen?

                  Die obigen Berufsgruppen haften auch für das was sie beraten.
                  Grundsätzlich sehe ich das genauso. Beim letzten Satz habe ich leider so meine Zweifel. Man sollte diese vermeintliche Haftung nicht überbewerten.
                  Anwälte dürfen auch Stuss erzählen oder vor Gericht unfähig und nicht im Sinne des Klienten agieren und bekommen trotzdem ihre Gebührenrechnung beglichen.

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