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Beurteilung Schichtsystem

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  • Beurteilung Schichtsystem

    Hallo,

    ich bin Zeitarbeiter, der ganz normal bei einem Kunden eingesetzt wird. Ich bekomme standardmäßig 35 Std. ausbezahlt, muss aber im Unternehmen 39 Std. arbeiten. Bei Krankheit und an Feiertragen werden mir 7 Std. gut geschrieben und wenn ich einen Zeitausgleich für einen freien Tag nehme, muss ich 7 Std. einsetzen. Das zu den Rahmenbedingungen.

    Das neue Schichtsystem sieht folgendes vor:

    Woche 1: 9,25 Std. Arbeitszeit
    Woche 2: 6,5 Std. Arbeitszeit
    Woche 3: 9,25 Std. Arbeitszeit
    Woche 4: 6,5 Std. Arbeitszeit

    Insgesamt kommt man Also auf ca. 39 Std. pro Woche.

    Ich habe folgende Bedenken, ob dieses Schichtsystem in dieser Weise rechtens ist:

    1) Regelmäßig wird eine Arbeitszeit von 8 Std. zwangsweise überschritten

    2) Wenn man in der 9,25 Std.-Woche krank ist oder ein Feiertag anfällt, verliert man 2,25 Std., die man theoretisch nacharbeiten müsste, um auf durchschnittlich 39 Std. zu kommen. Wäre man gar in beiden 9,25 Std.-Wochen krank, käme man nicht mal auf einen Durchschnitt von 35 Std.

    Seht ihr Probleme bei dem Schichtsystem, oder ist alles rechtens?

  • #2
    AW: Beurteilung Schichtsystem

    Zitat von volkswirt Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich bin Zeitarbeiter, der ganz normal bei einem Kunden eingesetzt wird. Ich bekomme standardmäßig 35 Std. ausbezahlt, muss aber im Unternehmen 39 Std. arbeiten. Bei Krankheit und an Feiertragen werden mir 7 Std. gut geschrieben und wenn ich einen Zeitausgleich für einen freien Tag nehme, muss ich 7 Std. einsetzen. Das zu den Rahmenbedingungen.

    Das neue Schichtsystem sieht folgendes vor:

    Woche 1: 9,25 Std. Arbeitszeit
    Woche 2: 6,5 Std. Arbeitszeit
    Woche 3: 9,25 Std. Arbeitszeit
    Woche 4: 6,5 Std. Arbeitszeit

    Insgesamt kommt man Also auf ca. 39 Std. pro Woche.

    Ich habe folgende Bedenken, ob dieses Schichtsystem in dieser Weise rechtens ist:

    1) Regelmäßig wird eine Arbeitszeit von 8 Std. zwangsweise überschritten

    2) Wenn man in der 9,25 Std.-Woche krank ist oder ein Feiertag anfällt, verliert man 2,25 Std., die man theoretisch nacharbeiten müsste, um auf durchschnittlich 39 Std. zu kommen. Wäre man gar in beiden 9,25 Std.-Wochen krank, käme man nicht mal auf einen Durchschnitt von 35 Std.

    Seht ihr Probleme bei dem Schichtsystem, oder ist alles rechtens?
    Hallo volkswirt,
    also bis zu 10 Std. täglich wäre möglich(Arbeitszeitgesetz )
    Es ist immer das zu zahlen, was du bekommen hättest wenn du an dem Tag gearbeitet hättest!! ( Entgeltfortzahlungsgesetz Entgeltfortzahlung an Feiertagen) (Entgeltfortzahlung bei Krankheit)
    Gruß FS
    In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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    • #3
      AW: Beurteilung Schichtsystem

      Zitat von volkswirt Beitrag anzeigen
      muss aber im Unternehmen 39 Std. arbeiten. Bei Krankheit und an Feiertragen werden mir 7 Std. gut geschrieben
      Welcher TV? Meines Wissens ist das nicht in Ordnung. Zumindest an Feiertagen müssen die geplanten Stunden gut geschrieben werden. Über die Anzahl der Stunden bei AU könnte man ewig diskutieren. Der AG wird vermutlich argumentieren, alles über 35 sind Überstunden. Meiner Meinung nach sind es keine, wenn so regelmässig gearbeitet werden muss.
      Wenn ich mich recht erinnere sind in den neueren Versionen der Leiharbeitstarifverträge Rechenbeispiele enthalten.

      Dein Erklärung zum neuen Schichtmodell verstehe ich noch nicht so ganz. Die 9.35 bzw. 6.5h werden dann pro Arbeitstag in den Wochen gearbeitet?

      2) Wenn man in der 9,25 Std.-Woche krank ist oder ein Feiertag anfällt, verliert man 2,25 Std., die man theoretisch nacharbeiten müsste, um auf durchschnittlich 39 Std. zu kommen.
      Daran siehst Du schon, dass die Berechnung bei dir bisher fehlerhaft ist, da man - wie FS schon schrieb - so gestellt werden muss, als ob man gearbeitet hätte.

      An den Arbeitstagen mit 6.5.h bekommt man dann natürlich auch nur die 6.5h gut geschrieben - aber ich bin mir sicher: zumindest darauf wird die Leihfirma ganz genau achten.

      Kommentar


      • #4
        AW: Beurteilung Schichtsystem

        Zitat von filter Beitrag anzeigen
        Welcher TV? Meines Wissens ist das nicht in Ordnung. Zumindest an Feiertagen müssen die geplanten Stunden gut geschrieben werden. Über die Anzahl der Stunden bei AU könnte man ewig diskutieren. Der AG wird vermutlich argumentieren, alles über 35 sind Überstunden. Meiner Meinung nach sind es keine, wenn so regelmässig gearbeitet werden muss.
        Wenn ich mich recht erinnere sind in den neueren Versionen der Leiharbeitstarifverträge Rechenbeispiele enthalten.

        Dein Erklärung zum neuen Schichtmodell verstehe ich noch nicht so ganz. Die 9.35 bzw. 6.5h werden dann pro Arbeitstag in den Wochen gearbeitet?



        Daran siehst Du schon, dass die Berechnung bei dir bisher fehlerhaft ist, da man - wie FS schon schrieb - so gestellt werden muss, als ob man gearbeitet hätte.

        An den Arbeitstagen mit 6.5.h bekommt man dann natürlich auch nur die 6.5h gut geschrieben - aber ich bin mir sicher: zumindest darauf wird die Leihfirma ganz genau achten.
        Zum Schichtsystem:

        Jeweils abwechselnd eine Woche 6,5 Std. Arbeitszeit und eine Woche 9,25 Std. Arbeitszeit. Im Schnitt kommt man so also auch auf ca. 39 Std. bzw. auf ca. 170 Std. im Monat. Die Frage ist, ob das rechtens ist, weil man alle zwei Wochen gezwungen wird mehr als 8 Std. zu arbeiten.


        Zur Entgeltfortzahlungsproble matik:

        Ich bekomme immer nur 7 Std. gutgeschrieben an Feiertagen, obwohl ich definitiv im Schnitt 7 Std. und 48 Min. beim Arbeitgeber anwesend bin. Allerdings erfolgt dann auf der Lohnabrechnung eine Extraberechung dieser 7 Std. mit einem höheren Lohnsatz. Verstehe nicht ganz, was das soll, aber soll wohl der Ausgleich dafür sein, dass keine 7 Std. 48 Min. gut geschrieben werden. Somit zahlt die Zeitarbeitsfirma dann mehr Lohn an Feiertagen, dafür werden dann die 48 Min. nicht aufs Zeitkonto gut geschrieben.

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        • #5
          AW: Beurteilung Schichtsystem

          Hallo vw,

          nun was wichtig ist, du bekommst den Tag so bezahlt als ob du gearbeitet hättest (Krankheit Urlaub). Ob da nun 7 Stunden mit dem erhöhten Stundensatz sthen oder 9,25 stunden mit dem richtigen Stundensatz ist egal, in summe mus das gleiche rauskommen.

          Du machst am Krankheitstag weder Plus noch Minus, das ist OK.

          Die AZ ist auch sauber, da im Mittel von 6 Monaten nicht mehr als 8 Stunden im Durchschnitt arbeitstäglich gearbeitet wird (Ausnahme, du bist Schwerbehindert, dann hilft das SGB 9 und sagt, über 8 Stunden arbeitstäglich muss du nicht arbeiten, wenn du es nicht willst).

          Gruß
          Meistermacher

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          • #6
            AW: Beurteilung Schichtsystem

            Zitat von volkswirt Beitrag anzeigen
            Zum Schichtsystem:

            Jeweils abwechselnd eine Woche 6,5 Std. Arbeitszeit und eine Woche 9,25 Std. Arbeitszeit. Im Schnitt kommt man so also auch auf ca. 39 Std. bzw. auf ca. 170 Std. im Monat. Die Frage ist, ob das rechtens ist, weil man alle zwei Wochen gezwungen wird mehr als 8 Std. zu arbeiten.


            Zur Entgeltfortzahlungsproble matik:

            Ich bekomme immer nur 7 Std. gutgeschrieben an Feiertagen, obwohl ich definitiv im Schnitt 7 Std. und 48 Min. beim Arbeitgeber anwesend bin. Allerdings erfolgt dann auf der Lohnabrechnung eine Extraberechung dieser 7 Std. mit einem höheren Lohnsatz. Verstehe nicht ganz, was das soll, aber soll wohl der Ausgleich dafür sein, dass keine 7 Std. 48 Min. gut geschrieben werden. Somit zahlt die Zeitarbeitsfirma dann mehr Lohn an Feiertagen, dafür werden dann die 48 Min. nicht aufs Zeitkonto gut geschrieben.
            Hallo Volkswirt!

            Das Arbeitszeitgesetz lässt eine Vollarbeit bis 10h werktäglich zu.

            Wie FS und Filter schon beschrieben haben, wird im Krankheitsfall und bei Feiertagen die tatsächlich geplante Arbeitszeit gut geschrieben.
            z.B. Fällt ein Feiertag auf einen Tag an den du üblicher weise 6,5h arbeitest, hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das Arbeitsentgelt für 6,5h zu zahlen.
            vergl. EntgFG §2(1)

            Erkrankst du an einem Tag an denen du üblicher weise 9,25h arbeitest, ist dem Arbeitnehmer das ihm bei der für ihn maßgebenden regelmäßigen Arbeitszeit zustehende Arbeitsentgelt fortzuzahlen, also für 9,25h.
            vergl. EntgFG §4(1)
            Frei im Dienstplan in der Krankschrift - frag-einen-anwalt.de

            Nur beim Urlaub wird eine Ausnahme gemacht! Das zustehende Urlaubsentgelt wird mit dem Durchschnitt ermittelt.
            BurlG §11(1) Das Urlaubsentgelt bemißt sich nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst, das der Arbeitnehmer in den letzten dreizehn Wochen vor dem Beginn des Urlaubs erhalten hat,...
            Im durchschnitt arbeitest du 7,9h pro Tag. [(9,25h+6,5h)/2]
            Pro Urlaubstag steht dir das Urlaubsentgelt für 7,9h zu.
            Jeder Urlaubstag, egal ob du 9,25h oder nur 6,5h hättest arbeiten müssen, wird mit dem Entgelt für 7,9h vergütet.

            Klamotte
            Aus Fehlern lernt man nur, wenn man sie selbst gemacht hat.

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