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Definition Prokura bei Stellenausschreibungen

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  • Definition Prokura bei Stellenausschreibungen

    Guten Morgen,

    ich habe eine kurze Frage zur Erteilung der Prokura bzw. einer damit verbundenen Stellenausschreibung.

    Angestellte bzw. leitende Angestellte erhalten im Laufe ihres Arbeitsverhältnisses Prokura verliehen. Das wird in einer Art Nebenabrede zum Arbeitsvertrag schriftlich vereinbart und kann somit auch wieder seitens des Arbeitgebers entzogen werden. Das ist der klassische Weg.

    Soll nun eine leitende Stelle ausgeschrieben werden, kann genau so verfahren werden.
    Aber wie verhält es sich arbeitsrechtlich, wenn nicht nach der leitenden Stelle ausgeschrieben wird, sondern als Prokurist mit dem Tätigkeitsschwerpunkt XYZ. Für den Fall, dass Prokura im Nachgang entzogen wird, ist damit der ganze Arbeitsvertrag quasi nichtig und muss neu aufgesetzt werden?

    Wäre über Rückmeldungen dankbar.

    Viele Grüße!

  • #2
    AW: Definition Prokura bei Stellenausschreibungen

    Der Arbeitsvertrag hat mit der Stellenausschreibung überhaupt nichts zu tun.

    Wenn es zu einem Arbeitsvertrag kommt gilt der und nur der. Was in der Stellenausschreibung stand ist völlig unerheblich, das ist nicht Vertragsbestandteil.


    Man kann eine Stellenausschreibung als ein Angebot betrachten über etwas zu Verhandlen. Was hinten bei den Verhandlungen letztlich raus kommt, ist eine andere Sache.

    Kommentar


    • #3
      AW: Definition Prokura bei Stellenausschreibungen

      Ok, vielleicht habe ich mich etwas irreführend ausgedrückt.

      Wenn der Arbeitsvertrag gem. Stellenausschreibung mit der Position "Prokurist" vereinbart wird und eine Tätigkeit einfach nur als Schwerpunkt genannt ist, wie verhält sich dann der Entzug der Prokura? Ist der Vertrag dann nicht hinfällig?

      Kommentar


      • #4
        AW: Definition Prokura bei Stellenausschreibungen

        Zitat von Mafi74 Beitrag anzeigen
        Wenn der Arbeitsvertrag gem. Stellenausschreibung mit der Position "Prokurist" vereinbart wird und eine Tätigkeit einfach nur als Schwerpunkt genannt ist, wie verhält sich dann der Entzug der Prokura? Ist der Vertrag dann nicht hinfällig?
        Hallo,

        die Änderung eines Vertragsbestandteils geht nur einvernehmlich oder per Änderungskündigung. Wenn dein AG das einseitig ändert, kannst du dagegen mit Aussicht auf Erfolg vor dem Arbeitsgericht klagen.

        Da du laut Vertrag als "Prokurist" eingestellt bist, hast du auch ein Recht darauf, als solcher beschäftigt zu werden.

        Achtung: Häufig enthalten Arbeitsverträge Umsetzungsklauseln, die sinngemäß besagen, dass dem AN auch andere Tätigkeiten übertragen werden dürfen, sofern sie seinen Vorkenntnissen entsprechen und eine gewisse Gleichwertigkeit besitzen.

        Falls sich in deinem Vertrag eine solche Klausel findet, könnte der Entzug der Prokura bei ansonsten gleichbleibendem Tätigkeitsgebiet und unveränderter Bezahlung unter Umständen zulässig sein.

        Gruß,
        werner
        Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
        Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

        Kommentar


        • #5
          AW: Definition Prokura bei Stellenausschreibungen

          Zitat von Mafi74 Beitrag anzeigen
          Ok, vielleicht habe ich mich etwas irreführend ausgedrückt.
          Ja ;-)

          Kommentar

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