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Krank durch Arbeitsplatzgestaltung/Werkstatt

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  • Krank durch Arbeitsplatzgestaltung/Werkstatt

    Ich möchte so beginnen:

    Sie kennen das vielleicht, wenn man Tag für Tag etwas erlebt, steigert man sich vielleicht in etwas hinein, oder sieht bestimmte Dinge ganz anders, als sie vielleicht für einen Außenstehenden erscheinen.

    Bitte nehmen Sie sich die Zeit, und lesen, was ich versuche in möglichst objektiver Form zu schildern.

    Dafür schon jetzt vielen Dank.

    Es begann vor 2 Jahren. Ich bin KFZ Mechaniker und wir sind 2 Angestellte in der Werkstatt. Der Inhaber ist nicht da.
    Durch einen Wasserschaden, wurde das gesamte Bürogebäut mit Heizöl, und die Werkstatt durch Altöl kontaminiert. Das Mauerwerk hat der jeweiligen Gebäude hat sich damit vollgesogen. Es wurde dennoch 1.5 Jahre von uns und der Sekretärin in den Gebäude weitergearbeitet, bis es zu einem Abriss und anschließendem Neubau kam.

    Nun, da ein Neubau eine gewisse Zeit dauert, wurde eine provisorische Werkstatt eingerichtet. Zunächst ohne Heizung, der Boden besteht aus einer Betonplatte. Keine Isolierung war an den Wänden. Sofort nach dem Inbetriebnehmen der kleinen Werkstatt hat man nach einem Arbeitstag einen Eimer voll Betonstaub. Durch Gehen, Befahren, Wind, Schlagschrauber etc usw wurde sehr viel vom Beton abgetragen. Ich weiß nicht warum, aber es ist so.
    Wenn man im normalen Handwerkbetrieb arbeitet und ein Auto in die Werkstatt fährt, sieht man binnen ein paar Minuten, dass sich eine Staubschicht auf den Lack legt.
    Heute war ein Fremder da und hat mir nicht geglaubt, dass am Tag zuvor zusammengekehrt wurde, weil sich in dieser Zeit schon wieder so eine Menge an Staub angesammelt haben. Es kam die Kälte. Ein paar Wochen lang (da ohne Heizung) hatten wir in der Werkstatt vormittags Temperaturen zwischen 2 und 10 Grad. Irgendwann kam mal eine kleine Heizung mit Gebläse, die zwar die Luft um ein paar Grad erwärmte, aber dafür Unmengen an Staub noch zusätzlich aufwirbelt.
    Jetzt haben mein Kollege und ich Probleme mit dem Atmen, liegen nachts mit schwerem Husten wach, ich muss beim Einkaufen teilweise Pause machen (ich bin keine dreißig Jahre alt), hab öfter Stechen in der Brust und mir wird nach kurzer körperlicher Anstrengung schwindelig, dazu kommt noch ein ewiges Brennen in den Augen. Ich habe den Arbeitgeber vor ein Ultimatum gestellt, dass ich erst wieder in dem Gebäude arbeite, wenn kein Staub mehr ist und die Temperatur auf einem arbeitsfähigem Wert ist.
    So ganz verständlich warum ich mich so aufrege denke ich war das nicht. Nun denn, es ist so. Wegen meiner Beschwerden war ich schon beim Arzt, bisher ohne konkrete Hinweise.

    Was sieht das Arbeitsrecht vor? Steiger ich mich da in etwas rein? Muss ich überhaupt noch so arbeiten? Was passiert wenn ich ich Langzeitschäden von einem halben Jahr Betonstaub in der Arbeit einatmen bekomme?

  • #2
    AW: Krank durch Arbeitsplatzgestaltung/Werkstatt

    Zitat von Schrauberhans Beitrag anzeigen
    Ich möchte so beginnen:

    Sie kennen das vielleicht, wenn man Tag für Tag etwas erlebt, steigert man sich vielleicht in etwas hinein, oder sieht bestimmte Dinge ganz anders, als sie vielleicht für einen Außenstehenden erscheinen.

    Bitte nehmen Sie sich die Zeit, und lesen, was ich versuche in möglichst objektiver Form zu schildern.

    Dafür schon jetzt vielen Dank.

    Es begann vor 2 Jahren. Ich bin KFZ Mechaniker und wir sind 2 Angestellte in der Werkstatt. Der Inhaber ist nicht da.
    Durch einen Wasserschaden, wurde das gesamte Bürogebäut mit Heizöl, und die Werkstatt durch Altöl kontaminiert. Das Mauerwerk hat der jeweiligen Gebäude hat sich damit vollgesogen. Es wurde dennoch 1.5 Jahre von uns und der Sekretärin in den Gebäude weitergearbeitet, bis es zu einem Abriss und anschließendem Neubau kam.

    Nun, da ein Neubau eine gewisse Zeit dauert, wurde eine provisorische Werkstatt eingerichtet. Zunächst ohne Heizung, der Boden besteht aus einer Betonplatte. Keine Isolierung war an den Wänden. Sofort nach dem Inbetriebnehmen der kleinen Werkstatt hat man nach einem Arbeitstag einen Eimer voll Betonstaub. Durch Gehen, Befahren, Wind, Schlagschrauber etc usw wurde sehr viel vom Beton abgetragen. Ich weiß nicht warum, aber es ist so.
    Wenn man im normalen Handwerkbetrieb arbeitet und ein Auto in die Werkstatt fährt, sieht man binnen ein paar Minuten, dass sich eine Staubschicht auf den Lack legt.
    Heute war ein Fremder da und hat mir nicht geglaubt, dass am Tag zuvor zusammengekehrt wurde, weil sich in dieser Zeit schon wieder so eine Menge an Staub angesammelt haben. Es kam die Kälte. Ein paar Wochen lang (da ohne Heizung) hatten wir in der Werkstatt vormittags Temperaturen zwischen 2 und 10 Grad. Irgendwann kam mal eine kleine Heizung mit Gebläse, die zwar die Luft um ein paar Grad erwärmte, aber dafür Unmengen an Staub noch zusätzlich aufwirbelt.
    Jetzt haben mein Kollege und ich Probleme mit dem Atmen, liegen nachts mit schwerem Husten wach, ich muss beim Einkaufen teilweise Pause machen (ich bin keine dreißig Jahre alt), hab öfter Stechen in der Brust und mir wird nach kurzer körperlicher Anstrengung schwindelig, dazu kommt noch ein ewiges Brennen in den Augen. Ich habe den Arbeitgeber vor ein Ultimatum gestellt, dass ich erst wieder in dem Gebäude arbeite, wenn kein Staub mehr ist und die Temperatur auf einem arbeitsfähigem Wert ist.
    So ganz verständlich warum ich mich so aufrege denke ich war das nicht. Nun denn, es ist so. Wegen meiner Beschwerden war ich schon beim Arzt, bisher ohne konkrete Hinweise.

    Was sieht das Arbeitsrecht vor? Steiger ich mich da in etwas rein? Muss ich überhaupt noch so arbeiten? Was passiert wenn ich ich Langzeitschäden von einem halben Jahr Betonstaub in der Arbeit einatmen bekomme?
    Hallo Schrauberhans, zwei dinge dazu:
    mal ein Blick in die Arbeitsstättenverordnung und 2. mal darüber nachdenken ob man nicht das Gewerbeaufsichtsamt einschaltet(anonym).Aller dings muss noch gesagt werden, das kein KÜ-Schutz besteht.
    Gruß FS
    In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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    • #3
      AW: Krank durch Arbeitsplatzgestaltung/Werkstatt

      Die Belastung durch Staub ist ein ganz großes Thema im Arbeitsschutz und zumindest unsere BG ist da hinterher wie der Teufel.

      Also ab zum Arzt - er soll zunächst mal beurteilen, ob man mit solchen Beschwerden überhaupt arbeitsfähig ist. Keine Scheu, ihm die Arbeitsbedingungen zu schildern und um Rat zu fragen, was man tun kann.

      Der zweite Schritt ist eine Meldung des Verdachts einer "arbeitsbedingten Gesundheitsgefahr" an die zuständige Berufsgenossenschaft. Die kann eigentlich jeder selbst oder sogar Angehörige, Kollegen etc. vornehmen, vorteilhaft wäre allerdings, wenn der behandelnde Arzt diese Meldung macht. Notfalls tut es aber auch ein eigener Anruf bei der BG.

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