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Kündigungsandrohung wegen Bestehen auf Lohnfortzahlung

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  • Kündigungsandrohung wegen Bestehen auf Lohnfortzahlung

    Hallo ihr lieben,
    ich habe folgendes Problem:
    Ich bin Studentin und arbeite, um mir das ganze zu finanzieren, als Aushilfe im Einzelhandel. Ich bin seit nunmehr zwei Jahren in dem Unternehmen und habe zeitweise auch schon als Teilzeitkraft unter Vertrag gestanden, das hat sich aufgrund der steuerlichen Abzüge finanziell jedoch überhaupt nicht gelohnt, daher bin ich zurück in die Aushilfsstelle. Krank war ich bisher noch nie und meine Vorgesetzte (Filialleitung) weiß mich als zuverlässige Mitarbeiterin auch sehr zu schätzen. Nun ist es aber leider doch der Fall, dass ich aufgrund einer Operation mindestens eine Woche krank geschrieben bin, möglicherweise auch zwei. Blöderweise fallen die Krankentage exakt auf die zwei Wochen, die ich diesen Monat im schichtplan eingeteilt bin. Da ich über 25 bin und somit u. a. meine Krankenversicherung selber zahlen muss, bin ich jedoch auf meinen Aushilfslohn angewiesen; ich kann also nicht diesen Monat 'nichts' verdienen. Meine Filialleiterin wurde jedoch schon von ihrer nächsten Vorgesetzten (Regionalleitung) informiert, das Aushilfen keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zusteht. Ich weiß jedoch dass das gesetzlich absoluter Blödsinn ist, natürlich steht das auch Aushilfen zu. Das habe ich auch meiner Filialleiterin gesagt, die sich daraufhin mit dem Lohnbüro (welches mein ärztliches Attest übrigens bereits vorliegen hat) in Verbindung gesetzt. Die Dame dort druckste wohl eine weile rum, und hat meiner FL 'im Vertrauen' erzählt, dass Aushilfen einen gesetzlichen Anspruch auf Lohnfortzahlung haben, dies aber im Unternehmen 'nicht gerne gesehen würde' und die Zahlung nur dann stattfände, wenn die Aushilfe ausdrücklich danach fragt. Aber jetzt der Oberhammer: wenn ich auf die Lohnfortzahlung bestehe, werde ich, Zitat, 'von oben aussortiert'. So handhaben die das mit 'solchen' Aushilfen, das Unternehmen möchte solche Leute nicht unter Vertrag. In Kurzfassung heißt das also: entweder ich lebe damit, dass ich diesen Monat nichts verdiene, und muss dann zusehen wie ich meine laufenden Kosten wie KV bezahle, oder ich bestehe auf mein Krankengeld und werde dann rausgeschmissen!! Ich bin zwar froh dass meine FL mir diese Information - wenn auch unerlaubt - weitergegeben hat, aber wie soll ich da jetzt vorgehen? Das ist doch absolut kein Verhalten seinen Mitarbeitern gegenüber und grenzt für mich an Erpressung.
    Kann ich da im Falle einer Kündigung arbeitsrechtlich gegen vorgehen? Ich hoffe ihr könnt mir helfen..
    Liebe Grüße

  • #2
    AW: Kündigungsandrohung wegen Bestehen auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

    Kann ich da im Falle einer Kündigung arbeitsrechtlich gegen vorgehen?
    Ja, du kannst innerhalb einer Frist von 3 Wochen Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht einreichen.

    Eine Kündigung, die wegen Geltendmachung des gesetzlichen vorgeschriebenen Lohnfortzahlungsanspruchs erfolgt ist eine verbotene Maßregelung im Sinne des § 612a BGB. Die Kündigung wäre somit unwirksam.
    Du wärst aber beweispflichtig, wenn der AG den Grund der Kündigung bestreitet.

    Gruß
    AZ


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    • #3
      AW: Kündigungsandrohung wegen Bestehen auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

      Zitat von Arbeits-Zorro Beitrag anzeigen
      Ja, du kannst innerhalb einer Frist von 3 Wochen Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht einreichen.

      Eine Kündigung, die wegen Geltendmachung des gesetzlichen vorgeschriebenen Lohnfortzahlungsanspruchs erfolgt ist eine verbotene Maßregelung im Sinne des § 612a BGB. Die Kündigung wäre somit unwirksam.
      Du wärst aber beweispflichtig, wenn der AG den Grund der Kündigung bestreitet.

      Gruß
      AZ
      Danke für die schnelle Antwort.
      Das mit der Beweispflicht ist ja immer das Kreuz.. Die werden sich für die Kündigung natürlich auch einen anderen Grund einfallen lassen. Bliebe nur zu hoffen dass im Falle eines Falles meine FL mir gegenüber loyal wäre, was ich ihr jedoch selber kaum zumuten will, um ihren eigenen Arbeitsplatz nicht zu gefährden..
      Wie schnell bekommt mein AG mich denn einfach so aus einem unbefristeten Vertrag (den ich ja habe)? /edit: habe schon nachgesehen, vier Wochen.. Die Frage erübrigt sich also.
      Und nur so allgemein.. Als Aushilfe auf das Krankengeld zu bestehen, ist doch mein gutes Recht, oder? Oder ist das wirklich verpönt unter Arbeitgebern? Wäre ich erst kurz im Unternehmen und würde das 'ausnutzen', könnte ich die Haltung ja nachvollziehen, aber so.. Die OP habe ich mir ja nun nicht ausgesucht. Bei ein, zwei Tagen und ein paar versäumten Stunden würde ich da auch gar kein Fass aufmachen und selber nicht auf die Idee kommen, da irgendwas an Fortzahlung zu verlangen.. Aber in den zwei Wochen liegen wie gesagt meine gesamten 45 Arbeitsstunden diesen Monat :/

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      • #4
        AW: Kündigungsandrohung wegen Bestehen auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

        Zitat von mrssmartiepants Beitrag anzeigen
        Ich weiß jedoch dass das gesetzlich absoluter Blödsinn ist, natürlich steht das auch Aushilfen zu.
        Das kommt darauf an, was man unter einer Aushilfe versteht. Im Arbeitsrecht taucht der Begriff nur auf in der Form von "zur vorübergehenden Aushilfe eingestellt", was dann weniger als 3 Monate sein müssen. Es geht also um eine ziemlich kurze Befristung. Dabei ist auch denkbar, dass jemand immer wieder neu beim selben Unternehmen zur Aushilfe eingestellt wird.

        Umgangssprachlich wird der Begriff manchmal auch für Dauer-Teilzeitarbeitsverhältnii se verwendet, die einen recht geringen Umfang haben, was dann aber etwas ganz anderes ist, sowohl in Bezug auf die Entgeltfortzahlung als auch auf den Bestandsschutz.

        E.D.

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        • #5
          AW: Kündigungsandrohung wegen Bestehen auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

          Als Aushilfe auf das Krankengeld zu bestehen, ist doch mein gutes Recht, oder? Oder ist das wirklich verpönt unter Arbeitgebern?
          Natürlich ist das dein gutes Recht. Der Vermieter verzichtet ja auch nicht auf seine Miete, nur weil man nen Aushilfsjob hat.

          Ich war vor einigen jahren in der gleichen Situation. War 2 Jahre bei nem Arbeitgeber als Minijobber neben dem Studium beschäftigt. Ich wusste nichtmal, dass man da überhaupt Anspruch auf Entgeltforzahlung bei Krankheit oder auf bezahlten Urlaub hat. Als ichs dann irgendwann rausfand und alles geltend machen wollte, hieß es nur lapidar, dass ich fortan nicht mehr zur Arbeit zu erscheinen bräuchte. Haben sich nichtmal die Mühe einer Kündigung gemacht.

          Du siehst also, dein Fall ist gar nicht mal so selten oder gar ungewöhnlich.


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          • #6
            AW: Kündigungsandrohung wegen Bestehen auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

            Zitat von Arbeits-Zorro Beitrag anzeigen

            Ich war vor einigen jahren in der gleichen Situation. War 2 Jahre bei nem Arbeitgeber als Minijobber neben dem Studium beschäftigt. Ich wusste nichtmal, dass man da überhaupt Anspruch auf Entgeltforzahlung bei Krankheit oder auf bezahlten Urlaub hat. Als ichs dann irgendwann rausfand und alles geltend machen wollte, hieß es nur lapidar, dass ich fortan nicht mehr zur Arbeit zu erscheinen bräuchte. Haben sich nichtmal die Mühe einer Kündigung gemacht.

            Du siehst also, dein Fall ist gar nicht mal so selten oder gar ungewöhnlich.
            Na das sind ja Aussichten.. Darf ich fragen, ob du gegen die 'kündigung' etwas unternommen hast, und wenn ja - erfolgreich damit warst? Ich habe nämlich nicht so das Gefühl, dass ein Einspruch dagegen so wahnsinnig viel Aussicht auf Erfolg hätte..

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            • #7
              AW: Kündigungsandrohung wegen Bestehen auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

              Zitat von E.D. Beitrag anzeigen
              Das kommt darauf an, was man unter einer Aushilfe versteht. Im Arbeitsrecht taucht der Begriff nur auf in der Form von "zur vorübergehenden Aushilfe eingestellt", was dann weniger als 3 Monate sein müssen. Es geht also um eine ziemlich kurze Befristung. Dabei ist auch denkbar, dass jemand immer wieder neu beim selben Unternehmen zur Aushilfe eingestellt wird.

              Umgangssprachlich wird der Begriff manchmal auch für Dauer-Teilzeitarbeitsverhältnii se verwendet, die einen recht geringen Umfang haben, was dann aber etwas ganz anderes ist, sowohl in Bezug auf die Entgeltfortzahlung als auch auf den Bestandsschutz.

              E.D.
              Ich falle dann unter letzteres. Ich bin wie gesagt zwei Jahre im Unternehmen, und auch wenn ich von 'geringfügiger Beschäftigung' (anfangs Max 59h im Monat, nach Mindestlohneinführung 47h) zur Teilzeit (80-max100h im Monat) und wieder zurück geswitcht bin, besteht mittlerweile ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.

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              • #8
                AW: Kündigungsandrohung wegen Bestehen auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

                Darf ich fragen, ob du gegen die 'kündigung' etwas unternommen hast, und wenn ja - erfolgreich damit warst?
                Ja, ich habe nach einiger Zeit eine Zahlungsklage erhoben. Im Gütetermin konnten wir uns in einem (aus meiner Sicht sehr vorteilhaften) Vergleich darauf einigen, das Arbeitsverhältnis gegen Zahlung einer Abfindung aufzulösen.


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                • #9
                  AW: Kündigungsandrohung wegen Bestehen auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

                  Zitat von Arbeits-Zorro Beitrag anzeigen
                  Ja, ich habe nach einiger Zeit eine Zahlungsklage erhoben. Im Gütetermin konnten wir uns in einem (aus meiner Sicht sehr vorteilhaften) Vergleich darauf einigen, das Arbeitsverhältnis gegen Zahlung einer Abfindung aufzulösen.
                  Ok, na immerhin.. Zuerst habe ich wirklich geschwankt ob ich drauf verzichten soll und somit lieber meinen Arbeitsplatz gesichert weiß, aber mittlerweile bin ich über die Aussage mehr wütend als verzweifelt und sehe es nicht ein, mich so unter Druck setzen zu lassen. Da ich derzeit nur rumliegen kann, habe ich ja genügend Zeit, um nochmal in mich zu gehen
                  Ich danke dir für deine Hilfe und wünsche noch einen schönen Abend

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                  • #10
                    AW: Kündigungsandrohung wegen Bestehen auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

                    Zitat von mrssmartiepants Beitrag anzeigen
                    Na das sind ja Aussichten.. Darf ich fragen, ob du gegen die 'kündigung' etwas unternommen hast, und wenn ja - erfolgreich damit warst? Ich habe nämlich nicht so das Gefühl, dass ein Einspruch dagegen so wahnsinnig viel Aussicht auf Erfolg hätte..
                    Ein "Einspruch" ist zwar möglich
                    https://dejure.org/gesetze/KSchG/3.html
                    bringt aber in der Tat nichts, da er keine praktische Bedeutung hat. Er führt am ehesten dazu, dass man während der dort erwähnten Vermittlungsversuche die kurze Frist (3 Wochen) für eine Klage gegen die Kündigung verpasst, und nur diese ist von Bedeutung.

                    E.D.

                    Kommentar


                    • #11
                      AW: Kündigungsandrohung wegen Bestehen auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

                      Zitat von E.D. Beitrag anzeigen
                      Ein "Einspruch" ist zwar möglich
                      https://dejure.org/gesetze/KSchG/3.html
                      bringt aber in der Tat nichts, da er keine praktische Bedeutung hat. Er führt am ehesten dazu, dass man während der dort erwähnten Vermittlungsversuche die kurze Frist (3 Wochen) für eine Klage gegen die Kündigung verpasst, und nur diese ist von Bedeutung.

                      E.D.
                      Wieder was gelernt, danke. Also müsste ich - sollte ich auf Lohnfortzahlung bestehen und anschließend gaaaanz überraschend die Kündigung bekommen - direkt Klage beim Arbeitsgericht einreichen. Ich sollte meine Ohren und Augen also schon mal nach einem guten Areitsrechtler offen halten..

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                      • #12
                        AW: Kündigungsandrohung wegen Bestehen auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

                        Ich sollte meine Ohren und Augen also schon mal nach einem guten Areitsrechtler offen halten.
                        Ein Haken ist leider noch dabei, den du kennen solltest.
                        Im Arbeitsrecht gibt es in erster Instanz keine Kostenerstattung durch den Gegner, wenn man das Verfahren gewinnt. Das heißt, den Arbeitsrechtler würdest du in jedem Fall selbst zahlen müssen. Anders würde es aussehen, wenn du rechtsschutzversichert bist. Vielleicht kommt aber auch Beratungs- und Prozesskostenhilfe für dich in Betracht (kann beim Amtsgericht beantragt werden).


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                        • #13
                          AW: Kündigungsandrohung wegen Bestehen auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

                          Zitat von mrssmartiepants Beitrag anzeigen
                          Hallo ihr lieben,
                          ich habe folgendes Problem:
                          Ich bin Studentin und arbeite, um mir das ganze zu finanzieren, als Aushilfe im Einzelhandel. Ich bin seit nunmehr zwei Jahren in dem Unternehmen und habe zeitweise auch schon als Teilzeitkraft unter Vertrag gestanden, das hat sich aufgrund der steuerlichen Abzüge finanziell jedoch überhaupt nicht gelohnt, daher bin ich zurück in die Aushilfsstelle. Krank war ich bisher noch nie und meine Vorgesetzte (Filialleitung) weiß mich als zuverlässige Mitarbeiterin auch sehr zu schätzen. Nun ist es aber leider doch der Fall, dass ich aufgrund einer Operation mindestens eine Woche krank geschrieben bin, möglicherweise auch zwei. Blöderweise fallen die Krankentage exakt auf die zwei Wochen, die ich diesen Monat im schichtplan eingeteilt bin. Da ich über 25 bin und somit u. a. meine Krankenversicherung selber zahlen muss, bin ich jedoch auf meinen Aushilfslohn angewiesen; ich kann also nicht diesen Monat 'nichts' verdienen. Meine Filialleiterin wurde jedoch schon von ihrer nächsten Vorgesetzten (Regionalleitung) informiert, das Aushilfen keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zusteht. Ich weiß jedoch dass das gesetzlich absoluter Blödsinn ist, natürlich steht das auch Aushilfen zu. Das habe ich auch meiner Filialleiterin gesagt, die sich daraufhin mit dem Lohnbüro (welches mein ärztliches Attest übrigens bereits vorliegen hat) in Verbindung gesetzt. Die Dame dort druckste wohl eine weile rum, und hat meiner FL 'im Vertrauen' erzählt, dass Aushilfen einen gesetzlichen Anspruch auf Lohnfortzahlung haben, dies aber im Unternehmen 'nicht gerne gesehen würde' und die Zahlung nur dann stattfände, wenn die Aushilfe ausdrücklich danach fragt. Aber jetzt der Oberhammer: wenn ich auf die Lohnfortzahlung bestehe, werde ich, Zitat, 'von oben aussortiert'. So handhaben die das mit 'solchen' Aushilfen, das Unternehmen möchte solche Leute nicht unter Vertrag. In Kurzfassung heißt das also: entweder ich lebe damit, dass ich diesen Monat nichts verdiene, und muss dann zusehen wie ich meine laufenden Kosten wie KV bezahle, oder ich bestehe auf mein Krankengeld und werde dann rausgeschmissen!! Ich bin zwar froh dass meine FL mir diese Information - wenn auch unerlaubt - weitergegeben hat, aber wie soll ich da jetzt vorgehen? Das ist doch absolut kein Verhalten seinen Mitarbeitern gegenüber und grenzt für mich an Erpressung.
                          Kann ich da im Falle einer Kündigung arbeitsrechtlich gegen vorgehen? Ich hoffe ihr könnt mir helfen..
                          Liebe Grüße
                          Hier war ein ähnliches Problem

                          VG
                          Gast_SBV

                          Kommentar


                          • #14
                            AW: Kündigungsandrohung wegen Bestehen auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

                            Zitat von Gast_SBV Beitrag anzeigen
                            Hier war ein ähnliches Problem

                            VG
                            Gast_SBV
                            Vielen dank für den Hinweis.. Ich habe mir den Thread durchgelesen, und die Themen decken sich ja tatsächlich. Unglaublich, dass das unter Arbeitgebern ja der 'normale' Umgang mit geringfügig Beschäftigten zu sein scheint.. Leider hatte die Dame im genannten Fall einen entscheidenden Vorteil: die Aussage, dass die Kündigung als Folge des Bestehens auf die Lohnfortzahlung erfolgen würde, war per Email dokumentiert. Den Luxus habe ich leider nicht.. Ich müsste meine Filialleiterin quasi als Zeugin 'benutzen', da ihr gegenüber vom Lohnbüro ja diese Aussage getätigt wurde. Und ich könnte mir vorstellen dass sie dann die nächste wäre, die eine Kündigung im Briefkasten hat..

                            Kommentar


                            • #15
                              AW: Kündigungsandrohung wegen Bestehen auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

                              Zitat von Arbeits-Zorro Beitrag anzeigen
                              Ein Haken ist leider noch dabei, den du kennen solltest.
                              Im Arbeitsrecht gibt es in erster Instanz keine Kostenerstattung durch den Gegner, wenn man das Verfahren gewinnt. Das heißt, den Arbeitsrechtler würdest du in jedem Fall selbst zahlen müssen. Anders würde es aussehen, wenn du rechtsschutzversichert bist. Vielleicht kommt aber auch Beratungs- und Prozesskostenhilfe für dich in Betracht (kann beim Amtsgericht beantragt werden).
                              ... War ja klar, dass vor dem Einschlafen noch eine negative Nachricht kommen muss Nein, danke für die Info.. Nun weiß ich zumindest, worauf ich mich gefasst machen muss..

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