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Minijob verloren durch Mutterschutz - Anspruch auf fortzahlung?

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  • Minijob verloren durch Mutterschutz - Anspruch auf fortzahlung?

    Hallo,

    Seit April 2015 habe ich einen minijob auf 450 Euro Basis beim Tierarzt ausgeübt. Wurde kurz danach unerwartet schwanger und hatte meinen letzten Arbeitstag am 14.7.15. Durfte dort aufgrund des Mutterschutzgesetzes nicht weiter beschäftigt werden. Habe keinen schriftlichen Vertrag. Soweit ich weiß zahlt man als Tierarzt für solche fälle eine Umlage, muss den Lohn weiter zahlen und bekommt ihn erstattet. Stimmt das? Auch ohne schriftlichen Vertrag? Bekomme keinen Cent mehr.. wie verhalte ich mich richtig?

    Vielen dank schonmal für eure Hilfe.

    Viele Grüße

  • #2
    AW: Minijob verloren durch Mutterschutz - Anspruch auf fortzahlung?

    Hallo,

    zum Thema schriftlicher Arbeitsvertrag lies dir das mal durch: Kein schriftlicher Arbeitsvertrag? Arbeitgeber ist zur schriftlichen Niederschrift verpflichtet | Arbeitsrecht

    Nach dem umlageverfahren U2 müsste dir dein AG dein Gehalt weiter zahlen. Er würde das Geld erstattet bekommen. Vielleicht weiß er es ja nicht, oder will es nicht wissen. Du kannst ja auch mal deine Krankenkasse informieren. Er bekommt ja auch Kranken- und Rentenversicherungsbeiträ ge erstattet.


    Gruß
    Hubertus

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    • #3
      AW: Minijob verloren durch Mutterschutz - Anspruch auf fortzahlung?

      Zitat von Pumagirli Beitrag anzeigen
      wie verhalte ich mich richtig?

      Vielen dank schonmal für eure Hilfe.

      Viele Grüße
      Reden hilft. Hast du das mal versucht?

      Falls das nicht hilft würde ich mal eine Mahnung mit Fristsetzung schicken (auch wenn das grundsätzlich nicht nötig ist). Z.b. 14 Tage Frist, bis er dir dein Geld auszahlt.

      Dann kann man entweder ein gerichtliches Mahnverfahren anstrengen oder eine Gehaltsklage beim Arbeitsgericht einreichen.

      Man könnte auch einfach mal bei der Minijobzentrale anrufen,, das die vielleicht den AG darauf hinweisen, dass er zahlen muss:

      Minijob-Zentrale - Arbeitgeberversicherung

      Kommentar


      • #4
        AW: Minijob verloren durch Mutterschutz - Anspruch auf fortzahlung?

        Hallo,

        das kannst du auch nochmal lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Umlage_U2

        Gruß
        Hubertus

        Kommentar


        • #5
          AW: Minijob verloren durch Mutterschutz - Anspruch auf fortzahlung?

          Die Umlageversicherung betrifft nur den Arbeitgeber. Unabhängig davon muss er das Gehalt weiter bezahlen, Grundlage ist das Mutterschutzgesetz:

          https://dejure.org/gesetze/MuSchG/11.html

          Allerdings ist nicht gesagt, dass bereits ein Beschäftigungsverbot besteht. Viele Tätigkeiten in einer Tierarztpraxis werden zwar darunter fallen, aber nicht alle (z.B. Verwaltungsarbeiten). Siehe dazu:
          http://www.gaa.baden-wuerttemberg.de...erkliniken.pdf

          Die Minijobzentrale ist nicht zuständig für die Überwachung des Mutterschutzes, sondern die landesrechtlich bestimmte Aufsichtsbehörde. Siehe hier:
          BMFSFJ - Familie

          E.D.

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          • #6
            AW: Minijob verloren durch Mutterschutz - Anspruch auf fortzahlung?

            Ein Arbeitsvertrag kommt auch mündlich zustande. Das heißt du bist in einem Arbeitsverhältnis, das der Arbeitgeber wegen deiner Schwangerschaft auch nicht kündigen kann. Besteht ein Beschäftigungsverbot und darfst du daher nicht mehr arbeiten, muss der Arbeitgeber deinen Lohn weiterzahlen. Er kann sich das dann tatsächlich über die Umlage U2 von der Krankenkasse zurückholen. Ich rate dir, zuerst noch mal mit deinem Arbeitgeber zu sprechen. Wenn er nicht freiwillig zahlt, hilft nur das Arbeitsgericht. Je nach dem wie hoch deine weiteren Einkünfte sind kannst du, wenn du zum Anwalt gehst, Prozesskostenhilfe bekommen. Du kannst dich in der ersten Instanz des Arbeitsgerichts auch selbst verteidigen. Ruf einfach mal beim Gericht an und sprich mit einem Rechtspfleger, wie du in dem Fall vorgehen mußt, wenn du Klage erhebst. Die helfen i.d. Regel. Die Kosten trägt in der ersten Instanz sowieso jeder selbst. Egal, wie das ausgeht. Ich denke, dass dein Arbeitgeber die Rechtslage nicht kennt und wünsche dir, dass ihr euch einigt.

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