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Wechsel des Arbeitsortes

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  • Wechsel des Arbeitsortes

    Hallo, ich habe eine Frage bzgl. der Legitimität der Weisung meiner Vorgesetzten:

    Heute habe ich von meiner Chefin (die gleichzeitig auch Geschäftsführerin ist) die Weisung bekommen, ab morgen in einer anderen Firma zu arbeiten, die aber nicht in irgendeiner Weise mit meinem derzeitigen Arbeitgeber über eine gemeinsame Mutterfirma oder ähnliches verbunden ist. Es ist jedoch so, dass meine Chefin in beiden Firmen Geschäftsführerin ist und auch in beiden Firmen Gesellschaftsanteile hält. Mittelfristig ist es wohl geplant, am Ende des Jahres beide Firmen zu fusionieren.

    Meine Frage ist jetzt, ob es legitim ist, mich an einen anderen Arbeitsort zu versetzen, der keine Zweigstelle oder Niederlassung meines derzeitigen Arbeitgebers ist.

    Mein Arbeitsvertrag hat folgende Klausel:

    Der Arbeitnehmer verpflichtet sich auch andere zumutbare Arbeiten auszuführen –auch an einem anderen Ort - , die seinen Kenntnissen und Fähigkeiten entsprechen und nicht mit einer Lohnminderung verbunden sind.

  • #2
    AW: Wechsel des Arbeitsortes

    Wenn man nicht letztlich seinen Arbeitsplatz riskieren will, sollte man wohl den Anweisungen des AGs folgen.

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    • #3
      AW: Wechsel des Arbeitsortes

      Ich bin der Chef, laufen Sie fünf mal nackt ums Haus!

      Zitat von matthias Beitrag anzeigen
      Wenn man nicht letztlich seinen Arbeitsplatz riskieren will, sollte man wohl den Anweisungen des AGs folgen.
      Zumindest schreit alles in der Beschreibung, dass der Einsatz in dem anderen Unternehmen eine Arbeitnehmerüberlassung ist. Dafür bräuchte die Firma in der die TO jetzt arbeitet zumindest eine entsprechende Erlaubnis (und da auch die konzerninterne AÜ genehmigungspflichtig ist, reicht es nicht, wenn die Chefin Anteile am Zielunternehmen hält).

      Insofern wäre die Anweisung der Chefin zumindest gesetzeswidrig, wenn die Firma keine Erlaubnis zur ANÜ hat.

      Da gibt es in der Tat Gestaltungsspielräume, wie den vielgepriesenen Werkvertrag. Aber ganz sauber sieht das nicht aus.

      (Wobei Du letztlich insofern Recht hast, dass das Beharren auf seinen Rechten zu Stress führen kann, der in letzter Konsequenz das Bestehen des Arbeitsverhältnisses gefährden kann. Das hast Du aber immer. Der Chef zahlt keinen Lohn ... wenn ich dagegen klage, macht das nur Stress.

      Vielmehr kann das eine Grundlage sein, um mit der AG in Verhandlung zu treten, bspw. bzgl. eines Fahrgeldes)

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      • #4
        AW: Wechsel des Arbeitsortes

        Zitat von ThePirate Beitrag anzeigen
        ... die Weisung bekommen, ab morgen in einer anderen Firma zu arbeiten, ...
        Hallo,

        ab morgen jeden Tag auf Dauer - oder nur ab und zu - oder täglich, aber für eine gewisse Zeit befristet?

        Gruß,
        werner
        Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
        Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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        • #5
          AW: Wechsel des Arbeitsortes

          Zitat von FNS Beitrag anzeigen
          Zumindest schreit alles in der Beschreibung, dass der Einsatz in dem anderen Unternehmen eine Arbeitnehmerüberlassung ist. Dafür bräuchte die Firma in der die TO jetzt arbeitet zumindest eine entsprechende Erlaubnis (und da auch die konzerninterne AÜ genehmigungspflichtig ist, reicht es nicht, wenn die Chefin Anteile am Zielunternehmen hält).

          Insofern wäre die Anweisung der Chefin zumindest gesetzeswidrig, wenn die Firma keine Erlaubnis zur ANÜ hat.


          na dann schau dir mal im AÜG den §1 und davon den Absatz 3 an.

          Das geht mal, auch ohne Erlaubnis,
          zb
          zwischen Arbeitgebern, wenn die Überlassung nur gelegentlich erfolgt und der Arbeitnehmer nicht zum Zweck der Überlassung eingestellt und beschäftigt wird
          ,
          §1 Absatz 3 Nr. 2a AÜG
          bewertet Arbeitgeber auf kununu.de - dann haben andere auch etwas von Euren Erfahrungen.

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          • #6
            AW: Wechsel des Arbeitsortes

            Zitat von werner h. Beitrag anzeigen
            Hallo,

            ab morgen jeden Tag auf Dauer - oder nur ab und zu - oder täglich, aber für eine gewisse Zeit befristet?

            Gruß,
            werner
            Hallo,

            tatsächlich soll es eine dauerhafte Verlagerung des Arbeitsortes sein. Ich habe heute eine Vorlage zur Änderung meines Einsatzortes bekommen, in derbestimmt werden soll, dass ich die betriebsüblichen Arbeits- und Pausenzeiten einhalten soll, bei der eine exakte Uhrzeit des Arbeitsbeginns bzw. -ende festgelegt wird, wobei die Pausen mit dem Führungskräften der neuen Firma abzustimmen sind. Ich bin im übrigen als Führungskraft in meiner eigentlichen Firma eingestellt.
            In meinem bisherigen Arbeitsvertrag gibt es keine genauen Arbeitszeiten abgesehen von der allgemeinen Klausel der Betriebsüblichkeit und dass ich eine 40-Stunden-Woche habe.
            Ich muss Arbeitstage mit der Geschäftsführung beider Firmen (ein und die selbe Person) abgestimmen und ich muss Arbeitstage und -Zeiten protokollieren, diese sollen von der Geschäftsführung abgezeichnet werden. Aufgrund der Festlegung meiner Anfangs- und Endzeiten MUSS ich dadurch mindestens eine Stunde Pause machen. Ansonsten gibt es noch einen Verweis auf die allgemeinen Regelungen der neuen Firma, die mir jedoch nicht mitgeteilt wurden. Da es sich in meinen Augen hier um eine Vertragsänderung handelt, habe ich zunächst die Unterschrift verweigert, da ich am Diensttag schon einen Anwaltstermin habe.

            Lange Rede kurzer Sinn: Es handelt ich tatsächlich um eine dauerhafte Verlagerung des Einsatzortes. Mir wurde bereits mitgeteilt, dass ich den Schlüssel zu den Räumlichkeiten der alten Firma abgeben soll.

            P.S: Was genau hat es mit der Erlaubnis der Arbeitübernahme auf sich? Ich bin nicht bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt, sondern habe einen eindeutigen Vertrag mit nur einem Arbeitgeber. Ach ja: Es ist ohnehin geplant, mich am Ende des Monats zu kündigen (wogegen ich rein Garnichts habe), allerdings habe ich eine sechsmonatige Kündigungsfrist bis Jahresende inkl. Wettbewerbsverbot mit Karenzzahlung, auf die ich ungern verzichten will. Mir wurde zwar ein Aufhebungsangebot gemacht, die Bedingungen sind jedoch nicht ansatzweise akzeptabel.

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            • #7
              AW: Wechsel des Arbeitsortes

              Zitat von ThePirate Beitrag anzeigen
              P.S: Was genau hat es mit der Erlaubnis der Arbeitübernahme auf sich? Ich bin nicht bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt, sondern habe einen eindeutigen Vertrag mit nur einem Arbeitgeber. ..
              das hat mit Zeitarbeit an sich gar nichts zu tun,
              es ist nur im AÜG eben auch der Ausnahmefall geregelt, dass ein Nicht-Zeitarbeitsunternehmen an ein anderes Nicht-Zeitarbeitsunternehmen einen Nicht-Zeitarbeitnehmer mal ausnahmsweise überlassen kann, eigentlich ja eher "abordnen".

              In deinem Fall gefällt mir aber nicht, dass das dauerhaft sein soll. Dann sagst Du, du wirst eh bald gekündigt... na dann kanns dir ja wurscht sein.

              DU machst dich in keinem Fall irgendwie strafbar.
              Sitz es aus.
              bewertet Arbeitgeber auf kununu.de - dann haben andere auch etwas von Euren Erfahrungen.

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              • #8
                AW: Wechsel des Arbeitsortes

                Zitat von ThePirate Beitrag anzeigen
                Hallo,

                tatsächlich soll es eine dauerhafte Verlagerung des Arbeitsortes sein. Ich habe heute eine Vorlage zur Änderung meines Einsatzortes bekommen, in derbestimmt werden soll, dass ich die betriebsüblichen Arbeits- und Pausenzeiten einhalten soll, bei der eine exakte Uhrzeit des Arbeitsbeginns bzw. -ende festgelegt wird, wobei die Pausen mit dem Führungskräften der neuen Firma abzustimmen sind. Ich bin im übrigen als Führungskraft in meiner eigentlichen Firma eingestellt.
                In meinem bisherigen Arbeitsvertrag gibt es keine genauen Arbeitszeiten abgesehen von der allgemeinen Klausel der Betriebsüblichkeit und dass ich eine 40-Stunden-Woche habe.
                Ich muss Arbeitstage mit der Geschäftsführung beider Firmen (ein und die selbe Person) abgestimmen und ich muss Arbeitstage und -Zeiten protokollieren, diese sollen von der Geschäftsführung abgezeichnet werden. Aufgrund der Festlegung meiner Anfangs- und Endzeiten MUSS ich dadurch mindestens eine Stunde Pause machen. Ansonsten gibt es noch einen Verweis auf die allgemeinen Regelungen der neuen Firma, die mir jedoch nicht mitgeteilt wurden. Da es sich in meinen Augen hier um eine Vertragsänderung handelt, habe ich zunächst die Unterschrift verweigert, da ich am Diensttag schon einen Anwaltstermin habe.

                Lange Rede kurzer Sinn: Es handelt ich tatsächlich um eine dauerhafte Verlagerung des Einsatzortes. Mir wurde bereits mitgeteilt, dass ich den Schlüssel zu den Räumlichkeiten der alten Firma abgeben soll.

                P.S: Was genau hat es mit der Erlaubnis der Arbeitübernahme auf sich? Ich bin nicht bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt, sondern habe einen eindeutigen Vertrag mit nur einem Arbeitgeber. Ach ja: Es ist ohnehin geplant, mich am Ende des Monats zu kündigen (wogegen ich rein Garnichts habe), allerdings habe ich eine sechsmonatige Kündigungsfrist bis Jahresende inkl. Wettbewerbsverbot mit Karenzzahlung, auf die ich ungern verzichten will. Mir wurde zwar ein Aufhebungsangebot gemacht, die Bedingungen sind jedoch nicht ansatzweise akzeptabel.
                Hallo The Pitrate,
                dann würde ich sagen das es sich hier um eine Versetzung handelt.
                Gruß FS
                In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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                • #9
                  AW: Wechsel des Arbeitsortes

                  Zitat von ThePirate Beitrag anzeigen
                  ... Ich bin im übrigen als Führungskraft in meiner eigentlichen Firma eingestellt.
                  Jetzt habe ich für einen kurzen Moment gedacht, dass es sich hier um eine tolle Chance handelt, den Wechsel bzw. die Vereinigung der beiden Unternehmen mitzugestalten statt von anderen gestaltet zu werden.

                  Aber beim Weiterlesen ...

                  Ach ja: Es ist ohnehin geplant, mich am Ende des Monats zu kündigen (wogegen ich rein Garnichts habe), allerdings habe ich eine sechsmonatige Kündigungsfrist bis Jahresende
                  ... ist mir dann klar geworden, dass es sich wohl doch nur um die Frage handelt, wie man eine gezwungenermaßen noch gemeinsam zu verbringende Zeit ausfüllt. Möglicherweise soll durch diese Maßnahme deine Bereitschaft zum ...

                  Aufhebungsangebot gemacht, die Bedingungen sind jedoch nicht ansatzweise akzeptabel.
                  ... gesteigert werden.

                  da ich am Diensttag schon einen Anwaltstermin habe.
                  Unter diesen Umständen würde ich alles weitere dem Anwalt überlassen und nicht auf unverbindliche Tipps im Internet vertrauen.
                  Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
                  Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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