Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Von Teil-auf Vollzeit mit Änderungskündigung

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Von Teil-auf Vollzeit mit Änderungskündigung

    Hallo,
    ich bin neu in diesem Forum und hoffe hier zusätzlich Informationen zu bekommen.
    Ich, 47 Jahre, geschieden, arbeite seit 7 Jahren in einer Brauerei (über 20 Mitarbeiter), Teilzeit 16 Std.-Woche, tarifgebunden. Ende September legte mir mein Chef fristgerecht eine Änderungskündigung vor. Entweder ich bin per 30.11.2014 arbeitslos, oder ich willige dem neuen Vertrag ab 1.12.2014 mit 38-Std.Woche zu.
    Da ich in meinem Haus meine Oma (Pflegestufe 1) und meinen Opa betreue, möchte ich weiterhin Teilzeit arbeiten. Ein Angebot an meinen Chef länger zu arbeiten - 25 Std. - wurde abgelehnt.
    Ich habe Angst um meine Existenz! Aber eine Vollzeitstelle und die Pflege meiner Großeltern wird mir zu viel.
    Liebe Grüße
    sinarenchueb

  • #2
    AW: Von Teil-auf Vollzeit mit Änderungskündigung

    Ende September bekommst du die Änderungskündigung und dann überlegst du dir 6 Wochen später was du jetzt machen kannst?

    Die Klagefrist von 3 Wochen ist vorbei!

    http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&...ZsM2myjNbQGYzg

    Kommentar


    • #3
      AW: Von Teil-auf Vollzeit mit Änderungskündigung

      Zitat von sinarenchueb Beitrag anzeigen
      ... Ich ... arbeite ... in einer Brauerei (über 20 Mitarbeiter), Teilzeit 16 Std.-Woche, tarifgebunden. Ende September legte mir mein Chef fristgerecht eine Änderungskündigung vor. ... ab 1.12.2014 mit 38-Std.Woche zu.
      Da ich in meinem Haus meine Oma (Pflegestufe 1) und meinen Opa betreue, möchte ich weiterhin Teilzeit arbeiten. Ein Angebot an meinen Chef länger zu arbeiten - 25 Std. - wurde abgelehnt.
      ... eine Vollzeitstelle und die Pflege meiner Großeltern wird mir zu viel.
      Hallo,

      wie von matthias bereits gesagt, hast du dir zu lange Zeit gelassen für eine Kündigungsschutzklage. Sicherheitshalber nachgefragt: Es war ein förmliche Änderungskündigung, die du bekommen hast? Also schriftliche Kündigung mit dem Angebot, ab 1. Dezember in Vollzeit weiterzuarbeiten? Es wurde dir nicht z.B. lediglich ein anderer Arbeitsvertrag hingelegt mit der Aufforderung zu unterschreiben, sonst würde die Kündigung kommen?

      Eine Möglichkeit wäre es nun, die Betreuung deiner Großeltern künftig anders zu organisieren. Gibt es weitere Angehörige, die sich darum kümmern können? Ist eine Unterstützung durch mobile Pflegedienste möglich? Dafür gibt es ja schließlich auch das Pflegegeld.

      Anderenfalls wäre es denkbar, dass du zwar erklärst, ab 1. Dezember in Vollzeit zu arbeiten - dann aber gleich eine Teilzeittätigkeit zur Pflege von Angehörigen nach §§ 3, 4 PflegeZG beantragst (http://www.gesetze-im-internet.de/bu...ezg/gesamt.pdf).

      Diesen Anspruch hast du für ein halbes Jahr. Für die Zeit danach beantragst du rechtzeitig (drei Monate vor Ablauf der Pflegezeit) Teilzeit nach § 8 TzBfG ( http://www.gesetze-im-internet.de/bu...bfg/gesamt.pdf).

      Höchstwahrscheinlich wird dein Arbeitgeber deinen Anträgen aus dringenden betrieblichen Gründen (Pflegezeit) bzw. betrieblichen Gründen (TeilzeitG) widersprechen. Dann müsst ihr das notfalls durch das Arbeitsgericht klären lassen.

      Gruß,
      werner
      Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
      Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

      Kommentar


      • #4
        AW: Von Teil-auf Vollzeit mit Änderungskündigung

        Hallo,
        nach Erhalt meiner Änderungskündigung, Kündigung als Anhang ein neuer AV ab 1.12. bereits vom Chef unterschrieben, habe ich über die DGB rechtlichen Rat eingeholt. Die Klagefrist wurde eingehalten und der Gütetermin war gestern, aber leider ohne Erfolg.
        Ich sollte mir bis zum 20.11. nochmals Gedanken machen und ein weiterer "Gütetermin" wird bei uns in der Firma abgehalten.

        Es ist ja nicht nur so, dass ich nur auf Vollzeit aufstocken sollte, es wird dann auch Schichtarbeit und Wochenendbereitschaft (alle 3 Wochen) fällig.
        Klar könnte man die Pflege irgendwie organisieren, aber ich bin, nach dem Tod ihrer beiden Söhne, die einzige Enkelin die sie haben und mit Wohnung, Haus, Garten, Alltagsaufgaben und einem 16 Std.-Woche Job voll und ganz ausgefüllt. Aber wer nicht drinsteckt, kann sich das nicht vorstellen - ich konnte es auch nicht. Wir wohnen zusammen und ich bin praktisch 24 Std. auf Bereitschaft für Oma (91) und Opa (8.
        Die Richterin stellte klar und deutlich fest, dass für meinen AG die Hürden sehr hoch gesteckt sind.
        Was kann mein AG machen wenn er den Prozess verliert? Muss er für mich dann eine Stelle mit 16 Std-Woche finden? Wenn aber keine zur Verfügung steht?
        Ich bin traurig, dass es in unserer Wirtschaft kein soziales Denken gibt. Ständig wird verkündet, dass wir zu wenige Pflegekräfte haben und will man sich selbst um die lieben Alten kümmern, muss man vor Gericht ziehen. Ist doch irgendwie krank!!

        Danke Werner, deine Idee ist nicht dumm!!! Werds mir merken!

        Gruß
        Annette

        Kommentar


        • #5
          AW: Von Teil-auf Vollzeit mit Änderungskündigung

          Die Klagefrist wurde eingehalten und der Gütetermin war gestern, aber leider ohne Erfolg.
          Ist ja interessant, allerdings fühlt man sich da ein wenig auf den Arm genommen, wenn solche Details im Beitrag unerwähnt bleiben.
          Und wie auf die Änderungskündigung ausser mit Klage reagiert wurde, bleibt weiterhin im Dunklen.

          Was kann mein AG machen wenn er den Prozess verliert?
          Er könnte z.b. erneut kündigen. Oder es bleibt wie es heute ist. Oder kündigt den Vertrag gleich komplett ohne Änderungsangebot.

          Kommentar


          • #6
            AW: Von Teil-auf Vollzeit mit Änderungskündigung

            Zitat von sinarenchueb Beitrag anzeigen
            Ich sollte mir bis zum 20.11. nochmals Gedanken machen und ein weiterer "Gütetermin" wird bei uns in der Firma abgehalten.
            Gemeinsam mit dem Richter? Hofft der bei der Gelegenheit auf eine Verköstigung eurer Produkte?

            Eine Besprechung nur mit AN und AG (und deren Rechtsberatern) ohne Moderation wird vermutlich nicht viel bringen, falls nicht bereits beim Gütetermin erste Ansätze gefunden wurden.

            Was ist denn die Motivation deines AG, von dir Vollzeit zu verlangen? Geldmangel kann es wohl kaum sein, wenn er dich aufstocken will. Der Regelfall ist ja eher der, dass TZ-Mitarbeiter mehr arbeiten wollen, aber nicht dürfen, oder der Chef einen VZ-AN auf TZ reduzieren will.

            Wenn dein AG schlichtweg mehr Arbeitskraft braucht, wäre die Lösung doch die, eine weitere TZ-Kraft einzustellen. Bei intelligent gemachtem Jobsharing braucht man dazu nicht einmal einen weiteren Arbeitsplatz, sondern teilt sich die vorhandenen Gerätschaften. Das kostet dann nicht mehr als die VZ-Lösung.

            es wird dann auch ... Wochenendbereitschaft (alle 3 Wochen) fällig.
            Bei einer Person mehr gibt es möglicherweise sogar eine höhere Flexibilität hinsichtlich Urlaubs- und Krankheitsvertretung.

            Klar könnte man die Pflege irgendwie organisieren, aber ich bin, ... mit Wohnung, Haus, Garten, Alltagsaufgaben und einem 16 Std.-Woche Job voll und ganz ausgefüllt.
            Das ist zunächst einmal nur dein Problem und nicht das deines AG. Sonst müssten sich künftige Einstellungskriterien auch auf das persönliche Umfeld des Bewerbers erstrecken - eingestellt werden nur noch familiär Ungebundene in einer Zwei- bis Drei-Zimmer-Stadtwohnung ...

            Was kann mein AG machen wenn er den Prozess verliert? Muss er für mich dann eine Stelle mit 16 Std-Woche finden? Wenn aber keine zur Verfügung steht?
            Er muss dich auf deiner alten Stelle mit dem bisherigen Beschäftigungsumfang weiter beschäftigen. Oder er kann dich - falls es eine arbeits- oder tarifvertragliche Umsetzungsklausel gibt - auf eine gleichgelagerte andere Stelle umsetzen.

            Schlimmstenfalls überlegt er, dich ganz zu kündigen. Dazu muss er jedoch die Kriterien einhalten, die ja schon bei der Änderungskündigung nicht erfüllt waren.

            Ich bin traurig, dass es in unserer Wirtschaft kein soziales Denken gibt.
            Ich denke schon, dass ein solches Denken bei vielen Unternehmern (sicherlich nicht bei allen, möglicherweise auch nicht bei der Mehrheit) vorhanden ist. Gesellschaftliche Probleme können allerdings nicht immer auf lokaler bzw. betrieblicher Ebene gelöst werden. Ziel eines Wirtschaftsunternehmens ist es, Gewinne zu erwirtschaften. Soziale Aspekte können nur berücksichtigt werden, solange das Unternehmensziel dadurch nicht gefährdet wird. Letztendlich leisten die AG einen Teil ihres Beitrags auch schon durch die AG-Anteile zur Sozialversicherung und die Steuern, die sie bezahlen.

            Danke Werner, deine Idee ist nicht dumm!!! Werds mir merken!
            Ob das tatsächlich so funktionieren kann, wie ich das in der Theorie ausgemalt habe, besprichst du aber am besten mit deinem Anwalt ...
            Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
            Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

            Kommentar

            Unconfigured Ad Widget

            Einklappen

            Google

            Einklappen
            Lädt...
            X