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Azubi wird 100km vom Wohnort versetzt

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  • Azubi wird 100km vom Wohnort versetzt

    Hallo,

    nehmen wir an ein Azubi im Büro einer Arbeitsvermittlung (40 Std. 5-Tage-Woche) im zweiten Lehrjahr wird gesagt, dass er ab sofort im 100 km entfernten Standort versetzt wird.

    Der Azubi ist im Prinzip damit einverstanden dort arbeiten zu müssen, jedoch ist die Streitfrage bei den Fahrkosten/Zeiten.

    Der Chef will, dass er Azubi eine Bahn-Monatskarte nimmt und Ihm diese bezahlen. Jedoch würde der Azubi gerne mit seinem Auto pendeln, da ihm so täglich 1,5 h weniger unterwegs wäre.
    Mit Auto ca. 2 h Fahrzeit hin/zurück und mit Zug ca. 3,5 h.
    Er müsste mit Zug morgens um 6:15 Uhr los und wäre um 18:45 Uhr zuhause.

    Der Chef sagt das ihm auf 100km 30cent für Fahrkosten mit dem Auto auf dauer zu teuer sind.

    Dazu hätte ich ein paar Fragen:

    1. es wird nur eine Fahrt am Tag 100km a 30cent bezahlt, also keine 200km?
    2. bekommt der Chef die Kosten am Ende des Jahres nicht eh vom Finanzamt wieder?
    3. Gibt es für den Chef eine günstigere Alternative? Verpflegungsmehraufwand oder Auslöse um dem Azubi das zu ermöglichen?
    4. ist es so, da in dem Arbeitsvertrag der Standort an seinem Wohnort angegeben ist und er ja nun auch durchgängig seit über 2 Jahren dort arbeitet und der Chef Ihn nun im anderen Standort haben will, dass die Fahrzeit Arbeitszeit ist?
    Zuletzt geändert von 1nd3x; 02.06.2014, 20:23. Grund: falsche Überschrift

  • #2
    AW: Fahrkosten > Azubi wird 100km vom Wohnort versetzt

    Wenn ich es richtig verstehe steht der Arbeitsort im Vertrag. Der Azubi ist praktisch unkündbar (BBiG).
    D.h. der Azubi hat ein Topp Verhandlungsposition, da der AG eigentlich ohne sein Einverständnis nichts machen kann.

    Also "diktiert" man dem AG seine Bendigungen (mit der nötigen Diplomatie aber auch nicht zu unterwürfig ;-) )

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    • #3
      AW: Fahrkosten > Azubi wird 100km vom Wohnort versetzt

      Danke schon einmal für die Aufklärung. Ja richtig, der Arbeitsort steht im Vertrag.

      Es wäre für den AN gut zu wissen, ob er beim AG mit den Tatsachen dass er die Kosten als Betriebskosten? eh am Ende des Jahres vom Finanzamt wieder bekommt punkten kann?
      und um Ihm generell von dem Vorschlag Monatskarte Zug weg zu bekommen, ob die Fahrzeit Arbeitszeit ist. Was der AN natürlich dann nur so i Anspruch nehmen würde, wenn er Zug fahren müsste )

      Kommentar


      • #4
        AW: Fahrkosten > Azubi wird 100km vom Wohnort versetzt

        Zitat von 1nd3x Beitrag anzeigen
        Es wäre für den AN gut zu wissen, ob er beim AG mit den Tatsachen dass er die Kosten als Betriebskosten? eh am Ende des Jahres vom Finanzamt wieder bekommt punkten kann?
        Nein, das Finanzamt übernimmt weder für Arbeitgeber noch für Arbeitnehmer Fahrtkosten. Es ist lediglich absetzbar - als Betriebsausgaben oder Werbungskosten - aber das bedeutet nicht, dass man alles vom Finanzamt wieder bekommt.

        Wie es sich im Einzelfall genau auswirkt, müsste man von einem Steuerberater ausrechnen lassen, das ist recht aufwendig.

        E.D.

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        • #5
          AW: Fahrkosten > Azubi wird 100km vom Wohnort versetzt

          Zitat von 1nd3x Beitrag anzeigen
          Danke schon einmal für die Aufklärung. Ja richtig, der Arbeitsort steht im Vertrag.

          Es wäre für den AN gut zu wissen, ob er beim AG mit den Tatsachen dass er die Kosten als Betriebskosten? eh am Ende des Jahres vom Finanzamt wieder bekommt punkten kann?
          und um Ihm generell von dem Vorschlag Monatskarte Zug weg zu bekommen, ob die Fahrzeit Arbeitszeit ist. Was der AN natürlich dann nur so i Anspruch nehmen würde, wenn er Zug fahren müsste )
          Es ist ein weit verbreiteter Irrtum man bekäme Beriebsausgaben vom FA ersetzt. Die Ausgaben wirken lediglch steuermindernd. D.h. erstmal muss ein AG überhaupt Gewinn machen und Steuern zahlen (was garnicht so selbstverständlich ist) und dann spart er sich halt max. die Steuern auf eine best. Betrag von z.b. 25%.

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          • #6
            AW: Fahrkosten > Azubi wird 100km vom Wohnort versetzt

            Zitat von 1nd3x Beitrag anzeigen
            Hallo,

            nehmen wir an ein Azubi im Büro einer Arbeitsvermittlung (40 Std. 5-Tage-Woche) im zweiten Lehrjahr wird gesagt, dass er ab sofort im 100 km entfernten Standort versetzt wird.

            Der Azubi ist im Prinzip damit einverstanden dort arbeiten zu müssen, jedoch ist die Streitfrage bei den Fahrkosten/Zeiten.

            Der Chef will, dass er Azubi eine Bahn-Monatskarte nimmt und Ihm diese bezahlen. Jedoch würde der Azubi gerne mit seinem Auto pendeln, da ihm so täglich 1,5 h weniger unterwegs wäre.
            Mit Auto ca. 2 h Fahrzeit hin/zurück und mit Zug ca. 3,5 h.
            Er müsste mit Zug morgens um 6:15 Uhr los und wäre um 18:45 Uhr zuhause.

            Der Chef sagt das ihm auf 100km 30cent für Fahrkosten mit dem Auto auf dauer zu teuer sind.

            Dazu hätte ich ein paar Fragen:

            1. es wird nur eine Fahrt am Tag 100km a 30cent bezahlt, also keine 200km?
            2. bekommt der Chef die Kosten am Ende des Jahres nicht eh vom Finanzamt wieder?
            3. Gibt es für den Chef eine günstigere Alternative? Verpflegungsmehraufwand oder Auslöse um dem Azubi das zu ermöglichen?
            4. ist es so, da in dem Arbeitsvertrag der Standort an seinem Wohnort angegeben ist und er ja nun auch durchgängig seit über 2 Jahren dort arbeitet und der Chef Ihn nun im anderen Standort haben will, dass die Fahrzeit Arbeitszeit ist?

            Der Chef kann aber darf nicht einem AN vorschreiben mit welchen Verkehrsmitteln er seine neue Arbietsstätte erreicht.

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            • #7
              AW: Fahrkosten > Azubi wird 100km vom Wohnort versetzt

              Zitat von 1nd3x Beitrag anzeigen
              Danke schon einmal für die Aufklärung. Ja richtig, der Arbeitsort steht im Vertrag.

              Es wäre für den AN gut zu wissen, ob er beim AG mit den Tatsachen dass er die Kosten als Betriebskosten? eh am Ende des Jahres vom Finanzamt wieder bekommt punkten kann?
              und um Ihm generell von dem Vorschlag Monatskarte Zug weg zu bekommen, ob die Fahrzeit Arbeitszeit ist. Was der AN natürlich dann nur so i Anspruch nehmen würde, wenn er Zug fahren müsste )

              Das kann er beim Finazamt absetzen.

              ABER __ der AN wird nicht die Kosten erstattet bekommen, die ihm entstanden sind. Er bekommt maximal den Steuersatz zurück, den er jeden Monat gezahlt hat.
              Selbst wenn die Spritkosten höher sind als die gezahlten Steuern.

              Dann wäre es besser die 30 Cent pro km (hin und zurück, wohlgemerkt) vom AG zu verlangen.
              Muss er auch dann bezahlen wenn der AN die Gelegenheit hat in mit einer Fahrgemeinschaft mit genommen zu werden.

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