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Ablehnung einer Bewerbung wegen betrieblicher Gründe?

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  • Ablehnung einer Bewerbung wegen betrieblicher Gründe?

    Hallo liebe Community,

    ich übe derzeit eine Tätigkeit in der Kommissionierung aus und mache zustäzlich die Urlaubsvertretung für unsere Kantine. Dafür gibt es keine Zusatzvergütung.
    Da ich zukünftig nicht mehr diese beiden Tätigkeiten ausüben möchte, habe ich mich intern auf eine andere Stelle beworben. Nun hat der AG meine Bewerbung ablehnt mit der Begründung, daß ich ja Urlaubsvertretung mache, und er sich hier dann ja jemand neues suchen müsste.

    Meine Bereitschaft der Mischarbeit steht mir also für die Zukunft im Wege, so daß ich mich dauerhaft nicht innerbetrieblich weiterentwickeln kann. Geht sowas? Was habe ich für Rechte?

    Ein BR besteht, der womöglich auch in meinem Interesse abstimmen würde, aber hier könnte u.U. das Direktsrecht des AG greifen, oder?

  • #2
    AW: Ablehnung einer Bewerbung wegen betrieblicher Gründe?

    Hallo
    Das ist so pauschal nicht zu beantworten.
    Ist in Ihrem AV ihr Tätigkeitfeld genau definiert?
    Gibt es Zusätze (wie z.B. verrichtet andere ihm zu gewiesene Tätigkeiten)?

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    • #3
      AW: Ablehnung einer Bewerbung wegen betrieblicher Gründe?

      Der ursprüngliche AV sieht nur die Beschäftigung in der Kommi vor. Die Urlaubsvertretung habe ich vor 2 Jahren angenommen, um meine Bereitschaft für Mischarbeit zu zeigen und weil eine Stundenaufstockung damit verbunden war.
      Letztlich kann dies in meinen Augen aber keine Rolle spielen, denn als reine Urlaubsvertretung für nur eine Person darf dies doch nicht gegen eine betriebliche Weiterentwicklung stehen?
      Eigentlich lautet die Frage doch nur, ist die Besetzung als Urlaubsvertretung für eine Person eine betriebliche Notwendigkeit, die mich bei internen Stellenbesetzungen völlig außen vor lässt? Dann wäre ich ja absolut benachteiligt für die Zukunft nur weil ich damals bereit war, Mischarbeit zu machen? Verrückte Welt.

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      • #4
        AW: Ablehnung einer Bewerbung wegen betrieblicher Gründe?

        Ich stimme dir zu,
        eine Bereitschaft als Vetretung einzuspringen und Mehrarbeit zu leisten sollte auf jedenfall Positiv gewertet werden. Es darf dich auch in Keinster weise benachteiligen oder gegen eine betriebliche Weiterentwicklung stehen (Gleichbehandlung der Mitarbeiter). Ich würde in diesem Fall den BR einschalten (falls es einen gibt).
        Natürlich wird es schwierig, da aus meiner Sicht es wohl so sein wird, dass es bequemer ist alles unverändert zu lassen denn wenn du da weg bist müßte jemand anderes gefunden werden.
        Selbst wenn du es schaffst, dass man deine Bewerbung für die neue Stelle berüksichtigt heißt dass nochlange nicht dass man dir diese Stelle gibt. Dann müßte man halt die Begründung abwarten warum du diese Stelle/Position nicht bekommen hast.

        Gruß

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        • #5
          AW: Ablehnung einer Bewerbung wegen betrieblicher Gründe?

          Zitat von Nber Beitrag anzeigen
          Selbst wenn du es schaffst, dass man deine Bewerbung für die neue Stelle berüksichtigt heißt dass nochlange nicht dass man dir diese Stelle gibt. Dann müßte man halt die Begründung abwarten warum du diese Stelle/Position nicht bekommen hast.

          Gruß
          Man sollte aber auch bedenken, dass in D Vertragsfreiheit besteht. Der AG ist frei darin mit wem er Arbeitsverträge abschließt.

          Und es macht für AG halt oft auch keine Sinn Arbeitsplätze intern umzubesetzen, weil dabei immer wieder eine Lücke woanders aufreißt, wo er dann wieder ein Bewerbungsverfahren machen kann. Das geht dann mal 10 mal so, bis wieder alle Stellen besetzt sind. Man kann sich auch mit produktiveren Dingen beschäftigen als der Reise nach Jerusalem.

          MfG
          Matthias

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          • #6
            AW: Ablehnung einer Bewerbung wegen betrieblicher Gründe?

            Also...BR ist eingeschaltet. Man hat mich abgelehnt wegen meiner Mischarbeit, da hier seitens des AG dann eine neue Lösung gefunden werden muss.
            Der BR ist eingeschaltet, würde wohl auch gegen die Besetzung der neuen Stelle durch andere Bewerber sein, da ich länger im Betrieb bin und sonstige Sozialauswahlkriterien nicht greifen. Er sieht es genauso wie ich, daß die Bereitschaft zu Mischarbeit damals mir doch heute bei der beruflichen Entwicklung nicht zum Nachteil ausgelegt werden kann.

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            • #7
              AW: Ablehnung einer Bewerbung wegen betrieblicher Gründe?

              Gibt es denn eine Betriebsvreinbarung in der geregelt ist, dass Stellen z.b. erst intern ausgeschrieben werden müssen, oder dass interne Bewerber zu bevorzugen sind.
              Gibt es sowas wie vereinbarte Auswahrichtlinien?

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              • #8
                AW: Ablehnung einer Bewerbung wegen betrieblicher Gründe?

                Es gibt keine BV. Habe den BR gefragt. Eine solche BV kann Fluch und Segen zu gleich sein, so seine Antwort. Segen bei Auswahl und Besetzung interner Stellen, Fluch bei betriebsbedingten Maßnahmen zu Lasten der AN. Ob ich das verstehen muss?
                In der Vergangenheit sind aber immer Sozialauswahlkriterien berücksichtigt worden bei internen Stellenbesetzungen laut BR.

                Ich glaube ich kündige die Zusatztätigkeit Urlaubsvertretung und bewerbe mich auf einer der nächsten Stellen wieder. Aber das wird dem AG auch nicht schmecken.

                Am besten ist, einen Anwalt zu fragen, aber ich erreiche natürlich bei der Gewerkschaft meines Vertrauens niemanden. Wie immer. Chronisch unterbesetzt der Laden. Das nur am Rande.

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                • #9
                  AW: Ablehnung einer Bewerbung wegen betrieblicher Gründe?

                  Zitat von Tamro Beitrag anzeigen
                  Chronisch unterbesetzt der Laden. Das nur am Rande.

                  Das ist aber denen geschuldet die nicht Mitglied sind und so den Geldmangel verursachen.

                  Falls du bei einer DGB Gewerkschaft bist würde ich es mal beim DGB Rechtschutz direkt versuchen:

                  DGB Rechtsschutz: Vor Ort

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                  • #10
                    AW: Ablehnung einer Bewerbung wegen betrieblicher Gründe?

                    Ich würde das Gespräch mit dem AG suchen. Da du eine Zusatztätigkeit angenommen hast, wird dein AG dich wohl für einen guten und angagierten Mitarbeiter halten. Wenn du ihm deine Situation schilderst hat er vieleicht Verständniss dafür und ist bereit etwas zu ändern. Wie du selbst erkannt hast ist eine Konfontation nicht hilfreich für deine Weiterentwicklung in diesem Unternehmen

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                    • #11
                      AW: Ablehnung einer Bewerbung wegen betrieblicher Gründe?

                      Zitat von matthias Beitrag anzeigen
                      Das ist aber denen geschuldet die nicht Mitglied sind und so den Geldmangel verursachen.

                      Falls du bei einer DGB Gewerkschaft bist würde ich es mal beim DGB Rechtschutz direkt versuchen:

                      DGB Rechtsschutz: Vor Ort
                      Na, dann wollen wir mal. Danke für den Tipp.

                      Und ein Gesprächstermin ist gleich um 15h mit dem AG. Ich möchte ja schließlich von ihm persönlich die Begründung noch einmal hören.

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                      • #12
                        AW: Ablehnung einer Bewerbung wegen betrieblicher Gründe?

                        Zitat von matthias Beitrag anzeigen
                        Falls du bei einer DGB Gewerkschaft bist würde ich es mal beim DGB Rechtschutz direkt versuchen:

                        DGB Rechtsschutz: Vor Ort
                        Der DGB-Rechtsschutz benötigt üblicher Weise einen Auftrag der jeweiligen Gewerkschaft.

                        E.D.

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                        • #13
                          AW: Ablehnung einer Bewerbung wegen betrieblicher Gründe?

                          Zitat von Tamro Beitrag anzeigen
                          Ich glaube ich kündige die Zusatztätigkeit Urlaubsvertretung
                          Meist kann man nicht einzelne Bestandteile des Arbeitsvertrages kündigen. Eine solche Kündigung könnte womöglich das Arbeitsverhältnis insgesamt beenden.

                          Zur Ausgangsfrage: der Betriebsrat kann der Besetzung der Stelle mit einem anderen Bewerber widersprechen, wenn Du dadurch benachteiligt wirst. Dafür wäre es im Regelfall notwendig, dass Du einen Anspruch auf die zu besetzende Stelle hast, worauf aber nach den bisherigen Angaben nichts hindeutet. "Der bloße Verlust einer Beförderungschance kann einen solchen Nachteil dagegen nicht begründen", siehe: BAG, Beschluss vom 18. 9. 2002 - 1 ABR 56/01

                          E.D.

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