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Teilzeitkraft beliebig versetzbar?

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  • Teilzeitkraft beliebig versetzbar?

    Ich bin seit 2003 in einem mittelständischen Bauunternehmen tätig mit folgenden Stationen:

    - 2003- 2008 Assistentin der Geschäftsführung (Vollzeit)
    - 2008-2010 Erziehungsurlaub und Elternzeit (in dieser Zeit wurde der GF ausgetauscht)
    - seit 2010 Assi. des Regionaldirektors International (hierarchisch eine Stufe tiefer als früher), Teilzeit 20Std./Wo.

    Jetzt fällt meine Position aufgrund von Umstrukturierungen weg. Zudem sollen deutschlandweit ca. 50 Arbeitsplätze (im Overhead-Bereich) aufgrund schlecht laufender Geschäfte abgebaut werden.

    Nun will man mich im Baubüro als Assistentin auf einer zufällig gerade frei gewordenen Stelle "parken" - nochmals 3 Hierarchie-Level tiefer als bisher - und die Anforderungen dort werden mich vom Anspruch her ganz sicher nicht ausfüllen.

    Meine Arbeit und mein Engagement sind im Hause zwar sehr geschätzt, allerdings herrscht im Management ein recht starres Budget- und Profitcenter-Denken vor. Somit werden meine Qualifikationen nicht besonders berücksichtigt.
    Im Gegenteil, es heißt, ich solle dankbar sein, dass ich überhaupt eine Stelle angeboten bekomme.
    Es gibt jede Menge Arbeit im Hause und sicherlich Möglichkeiten, mich sinnvoller einzusetzen... Aber Kreativität ist diesbzgl. leider nicht erwünscht.

    Ich bin alleinerziehend mit einem 4-jährigen Kind.

    Muss ich diese kräftige "Degradierung" inkl. 500 € mtl. Gehaltskürzung hinnehmen? Könnte mir die Fa. auch einfach kündigen (s. Sozialstatus)? Darf ich bzgl. der Positon keine Ansprüche mehr stellen, bloß weil ich "nur" Teilzeit arbeite?

  • #2
    AW: Teilzeitkraft beliebig versetzbar?

    Zitat von Mogly2 Beitrag anzeigen
    Ich bin seit 2003 in einem mittelständischen Bauunternehmen tätig mit folgenden Stationen:

    - 2003- 2008 Assistentin der Geschäftsführung (Vollzeit)
    - 2008-2010 Erziehungsurlaub und Elternzeit (in dieser Zeit wurde der GF ausgetauscht)
    - seit 2010 Assi. des Regionaldirektors International (hierarchisch eine Stufe tiefer als früher), Teilzeit 20Std./Wo.

    Jetzt fällt meine Position aufgrund von Umstrukturierungen weg. Zudem sollen deutschlandweit ca. 50 Arbeitsplätze (im Overhead-Bereich) aufgrund schlecht laufender Geschäfte abgebaut werden.

    Nun will man mich im Baubüro als Assistentin auf einer zufällig gerade frei gewordenen Stelle "parken" - nochmals 3 Hierarchie-Level tiefer als bisher - und die Anforderungen dort werden mich vom Anspruch her ganz sicher nicht ausfüllen.

    Meine Arbeit und mein Engagement sind im Hause zwar sehr geschätzt, allerdings herrscht im Management ein recht starres Budget- und Profitcenter-Denken vor. Somit werden meine Qualifikationen nicht besonders berücksichtigt.
    Im Gegenteil, es heißt, ich solle dankbar sein, dass ich überhaupt eine Stelle angeboten bekomme.
    Es gibt jede Menge Arbeit im Hause und sicherlich Möglichkeiten, mich sinnvoller einzusetzen... Aber Kreativität ist diesbzgl. leider nicht erwünscht.

    Ich bin alleinerziehend mit einem 4-jährigen Kind.

    Muss ich diese kräftige "Degradierung" inkl. 500 € mtl. Gehaltskürzung hinnehmen? Könnte mir die Fa. auch einfach kündigen (s. Sozialstatus)? Darf ich bzgl. der Positon keine Ansprüche mehr stellen, bloß weil ich "nur" Teilzeit arbeite?
    Hallo,Mogly2
    was ist denn arbeitsvertraglich vereinbart. Ansonsten wenn sich Arbeitsbedingungen ändern sollen, geht es nur im Rahmen einer Änderungskündigung und nicht einseitig.
    Gruß FS
    In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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    • #3
      AW: Teilzeitkraft beliebig versetzbar?

      Zitat von Fussballsend Beitrag anzeigen
      Hallo,Mogly2
      was ist denn arbeitsvertraglich vereinbart.

      Insbesondere zum Thema Arbeitsaufgaben, Arbeitsort usw..

      Wenn das sehr spezifisch im Arbeitsvertrag vereinbart ist, gibt es wenige Personen im Betrieb mit denen du vergleich bar bist. Dann ist das mit der Sozialauswahl schwierig, weil hier nur AN reingenommen werden mit denen du vergleichbar bist.

      Ist das aber recht weit gefasst, gehen viele Kollegen in die Sozialauswahl ein, dann ist es auch relativ wahrscheinlich, dass du bei einer Sozialauswahl nicht gekündigt bekommen darfst.

      Wobei man auch nicht verhehlen darf, dass es auf diesen Stufen nicht immer nach Gesetz geht. Wenn ein AG jemand loswerden wll, dann wird er ihn auch los mit einer Kombination aus Abfindung und "ich mach dir das Leben schwer" wird man leider so gut wie jeden los :-(

      MfG
      Matthias

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      • #4
        AW: Teilzeitkraft beliebig versetzbar?

        Arbeitsvertraglich ist nichts vereinbart. Bisher habe ich nur eine Info, dass ich dem jetzt wegfallenden Bereich zugeordnet bin. Aufgabenbeschreibungen gibt es in unserem Unternehmen grundsätzlich nicht, damit die Mitarbeiter sich nicht auf diese zurückziehen können und ggf. die Annahme von Zusatzaufgaben verweigern.
        Für die neue Funktion liegt mir noch kein Vertragsentwurf vor.

        Gruß,
        Mogly2

        Kommentar


        • #5
          AW: Teilzeitkraft beliebig versetzbar?

          Zitat von Mogly2 Beitrag anzeigen
          Arbeitsvertraglich ist nichts vereinbart. Bisher habe ich nur eine Info, dass ich dem jetzt wegfallenden Bereich zugeordnet bin. Aufgabenbeschreibungen gibt es in unserem Unternehmen grundsätzlich nicht, damit die Mitarbeiter sich nicht auf diese zurückziehen können und ggf. die Annahme von Zusatzaufgaben verweigern.
          Für die neue Funktion liegt mir noch kein Vertragsentwurf vor.

          Gruß,
          Mogly2
          Hallo, Mogly2,
          dass arbeitsvertraglich nichts vereinbart wurde, klíngt ungewöhnlich, denn in irgend einer Form muss doch dein Leistungsversprechen konkretisiert sein.
          Wenn dies und die adäquate Vergütung nur mündlich erfolgt ist, reicht dies aus, da Arbeitsverträge bekanntlich nicht der Schriftform genügen.

          Üblich ist allerdings, nicht die exakte Tätigkeit anzugeben, sondern jene derart "schwammig" zu formulieren, dass ihr auch andere Aufgaben zuzuordnen sind.
          Dies muss sich jedoch an der zugesagten Vergütung messen lassen; die alternativ zugeordnete(n) Tätigkeiten müssen dem finanziellen Niveau der ursprünglichen vergleichbar sein.
          D. h., dass eine "Degradierung" und damit einhergehend künftige geringere Vergütung in keinem Fall einseitig ohne Vertragsänderung zulässig ist (Grundsatz von Treu und Glauben, § 242 BGB)

          Dies ist nur im Zuge einer einvernehmlichen Regelung, also eines Änderungsvertrages, rechtswirksam.

          Alternativ kann der ArbG eine Änderungskündigung oder die Beendigungskündigung "aus wirtschaftlichen Gründen" (also betriebsbedingt) aussprechen; dabei ist ggf. das KSchG und die darin beschriebene Sozialauswahl zu beachten.
          Das bedeutet aber nicht, ob er dich "kündigt oder nicht", sondern, ob er dich kündigt oder einen anderen. Und dies setzt voraus, dass es einen Anderen (= gleichwertig Beschäftigten) im Unternehmen/ Berieb gibt (s. auch AW von Matthias).

          Solange die Karre noch nicht vollkommen im Dreck steckt, würde ich mich zunächst auf eine Verhandlung des Änderungsvertrages einlassen - und meinerseits Forderungen stellen.
          Zugleich würde ich bereits jetzt Kontakt mit meiner zuständigen AA aufnehmen, denn wenn es schließlich zu einer Kündigung kommt, droht oft eine Sperre auf ALG, und diese gilt es unbedingt zu verhindern.

          Wäre ich in deiner Situation, könnte ich mir folgende Forderung an den ArbG vorstellen:
          Ich akzeptiere die "Degradierung" nur im Falle der
          - Zusicherung einer "angemessenen" Einmalzahlung (quasi eine Entschädigung; ich würde die Höhe nach einer zu erwartenden Abfindung bemessen),
          - Zusicherung, dass ich als ArbN, ggf. nur für eine Höchstdauer, eine verkürzte K-Frist und einen kürzer bemesseen Termin in Anspruch nehmen darf, derweil für den ArbG unverändert die gesetzliche oder tarifvertragliche Regelung gilt;
          - Zusicherung, dass ich bei Vakanz einer höherwertigen Tätigkeit bevorzugt berücksichtigt werde.

          Die zweite Forderung würde ich deshalb stellen, weil ich dann flexibler wäre, wenn ich eine anderweitige Beschäftigung aufnehmen könnte, den bestehenden Vertrag daher ggf. kurzfristig beenden müsste.

          Es hinge somit von deinem Verhandlungsgeschick ab, was du für dich herausholen kannst.
          Dies hängt nicht zuletzt davon ab, wie wertvoll deine Leistung für das Unternehmen ist; wer dann wem dankbar sein sollte (nicht muss!), würde sich so ganz nebenbei zeigen.
          Lohnenswert wäre u. U., eine fachanwaltliche Unterstützung in Erwägung zu ziehen

          Viel Erfolg und lass mal von dir hören, wie's weiterging.
          Gruß
          C.
          *****
          "Wir wissen in etwa, wer du bist, was dich interessiert und wer deine Freunde sind."
          Eric Schmidt, Google-Chef, im "Wall Street Journal" über die Möglichkeiten individueller Produktwerbung im Internet.
          Zitat entnommen am 19.08.10, WN

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