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Grund für Zwischenzeugnis?

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  • Grund für Zwischenzeugnis?

    Ich arbeite in einem Maschinenbau-Betrieb, in dem seit einem halben Jahr kurzgearbeitet wird. Während andere branchengleiche Unternehmen sich langsam wieder erholen, geht es bei uns weiterhin rasant bergab, da ein Hauptkunde weggefallen ist.
    Von 140 Mitarbeitern wurden vergangene Woche über 40 zusätzlich in die Kurzarbeit geschickt, für 15 Monate, zu 100%!
    Unser Chef hat uns allen eine verkürzte Kündigungsfrist zugesagt, für den Fall, dass wir uns verändern wollen. Ich arbeite seit knapp zwei Jahren hier und glaube nicht, dass wir diese Rosskur überstehen werden, zumal einige für das Tagesgeschäft notwendige Schlüsselstellen unbesetzt bleiben. Da liegt es für mich auf der Hand, um ein qualifiziertes Zwischenzeugnis zu bitten. Seht ihr das auch so?

  • #2
    AW: Grund für Zwischenzeugnis?

    Zitat von Acheron Hades Beitrag anzeigen
    Ich arbeite in einem Maschinenbau-Betrieb, in dem seit einem halben Jahr kurzgearbeitet wird. Während andere branchengleiche Unternehmen sich langsam wieder erholen, geht es bei uns weiterhin rasant bergab, da ein Hauptkunde weggefallen ist.
    Von 140 Mitarbeitern wurden vergangene Woche über 40 zusätzlich in die Kurzarbeit geschickt, für 15 Monate, zu 100%!
    Unser Chef hat uns allen eine verkürzte Kündigungsfrist zugesagt, für den Fall, dass wir uns verändern wollen. Ich arbeite seit knapp zwei Jahren hier und glaube nicht, dass wir diese Rosskur überstehen werden, zumal einige für das Tagesgeschäft notwendige Schlüsselstellen unbesetzt bleiben. Da liegt es für mich auf der Hand, um ein qualifiziertes Zwischenzeugnis zu bitten. Seht ihr das auch so?
    zwischenzeugnis ist so ein problem für sich
    lies mal den artikel
    Arbeitnehmer: Das Recht auf ein Zwischenzeugnis - Karriere.de

    andererseits wenn du dich jetzt woanders bewirbst,
    wird der AG wohl kaum ein zeugnis erwarten
    da du ja noch in ungekündigter anstellung bist

    eine zweischneidige sache................

    "Büro ist wie Achterbahn fahren, ein ständiges Auf und Ab. Wenn man das dann auch noch täglich 8 Stunden machen muß, dann kotzt man halt irgendwann" STROMBERG

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    • #3
      AW: Grund für Zwischenzeugnis?

      Hallo Kriegsrat II. Das ist ein gut Link/Rat gewesen. Ich habe mal einen Ausschnitt eingefügt.
      Die Beurteilung der Leistung und des Verhaltens fällt in Zwischenzeugnissen oft besonders gut aus. Gründe dafür sind: Der Arbeitgeber möchte angesichts der weiteren Zusammenarbeit das gute Betriebsklima nicht stören. Oder: Der nicht so gut gelittene Arbeitnehmer soll fortgelobt werden. Oder: Bei betrieblichen Schwierigkeiten möchte man den Arbeitnehmern per Gefälligkeitszeugnis helfen, rasch eine neue Anstellung zu finden. Oder: Der scheidende Vorgesetzte möchte bei seinen Mitarbeitern in angenehmer Erinnerung bleiben. Ein Zwischenzeugnis mit guter Leistungs- und Verhaltensbeurteilung stellt in gewissem Maße auch einen Schutz gegen personen- oder verhaltensbedingte Kündigungen dar.
      Sicherlich ist es richtig, dass ein zukünftiger AG jetzt kein Zeugnis von mir erwartet. Ich spekuliere - wie im Zitat aus dem Link beschrieben - auf ein ein klein wenig besseres Zeugnis, als ich es später bekommen würde. Ich denke, das ist legitim. Wichtig ist auch die -einseitig zu meinen Gunsten - verkürzte Kündigungsfrist, da sie meine Bewerbungschancen merklich erhöht. Ansonsten hätte ich 3 Monate Frist einzuhalten!

      Gruß und Dank.

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      • #4
        AW: Grund für Zwischenzeugnis?

        Zitat von Acheron Hades Beitrag anzeigen

        Ich spekuliere - wie im Zitat aus dem Link beschrieben - auf ein ein klein wenig besseres Zeugnis, als ich es später bekommen würde.was aber der neue AG auch erkennen könnte, was die ganze sache wieder relativiert Ich denke, das ist legitim. Wichtig ist auch die -einseitig zu meinen Gunsten - verkürzte Kündigungsfrist, da sie meine Bewerbungschancen merklich erhöht. Ansonsten hätte ich 3 Monate Frist einzuhalten!ich würde mich, auch wenn es dir entgegenkommt, nicht zu offensiv darüber freuen, im gegenteil, die "verkürzte" kündigungsfrist kommt auch deinem AG zugute, weil der dich schneller los ist, deshalb wäre schon eine kleine abfindung herauszuverhandeln, wenn du denn früher gehen solltest, brauchst ja nicht sagen, daß du schon was neues hast

        Gruß und Dank.
        ......................... .........

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        • #5
          AW: Grund für Zwischenzeugnis?

          Also komme ich mit deiner Hilfe zu dem Schluß:
          Ein Zeugnis ist möglich, aber nicht sehr wichtig. Primär wichtiger ist es, einen neuen Arbeitgeber zu finden und zu versuchen, einen für mich vorteilhaften Übergang hinzukriegen.

          Nochmals besten Dank.

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          • #6
            AW: Grund für Zwischenzeugnis?

            Hallo

            Interessant in diesem Zusammenhang finde ich ja die Kombination der Rechtssprechung. Einserseits wird ein Zwischenzeugnis-Anspruch für Bewerbungszwecke vom BAG eindeutig bejaht (ohne daß daran ein gekündigtes Arbeitsverhältnis geknüpft ist) und andererseits ist der Abkehrwille eines Arbeitnehmers als möglicher ordentlicher Kündigungsgrung (BAG und LAG BW) legitimiert. Auch Artikel 12 GG läuft dem nicht zuwider...

            Gruß,
            LeoLo
            Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

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            • #7
              AW: Grund für Zwischenzeugnis?

              Zitat von LeoLo Beitrag anzeigen
              Hallo

              Interessant in diesem Zusammenhang finde ich ja die Kombination der Rechtssprechung. Einserseits wird ein Zwischenzeugnis-Anspruch für Bewerbungszwecke vom BAG eindeutig bejaht (ohne daß daran ein gekündigtes Arbeitsverhältnis geknüpft ist) und andererseits ist der Abkehrwille eines Arbeitnehmers als möglicher ordentlicher Kündigungsgrung (BAG und LAG BW) legitimiert. Auch Artikel 12 GG läuft dem nicht zuwider...

              Gruß,
              LeoLo
              ....dann hätten wir folgende denkbare situation :

              der wunsch nach einem zwischenzeugnis aufgrund bewerbungsabsichten könnte dem AG als grund dienen, ordentlich zu kündigen

              da er sowieso einige leute so billig und schnell wie möglich loswerden will, nutzt er evtl. die sich bietende gelegenheit

              da könnte man sich ins eigene fleisch schneiden,
              solange die berufliche zukunft noch nicht anderweitig gesichert ist

              das bestärkt meine ansicht : zwischenzeugnis ist eine zweischneidige sache

              "Büro ist wie Achterbahn fahren, ein ständiges Auf und Ab. Wenn man das dann auch noch täglich 8 Stunden machen muß, dann kotzt man halt irgendwann" STROMBERG

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