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Unwetterwarnungen, wie verhalte ich mich als Arbeitnehmer

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  • Unwetterwarnungen, wie verhalte ich mich als Arbeitnehmer

    Hallo Ihr Lieben,

    im Moment gibt es für Hessen eine Unwetterwarnung in rot vom DWD für unseren Bereich. Unter anderem lautet das so:
    ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren: Straßen und Schienenwege können unpassierbar sein. Bäume können unter der großen Schneelast zusammenbrechen. Vermeiden Sie Autofahrten!

    Wer von Euch hat da Erfahrungen wenn man z.B. eher nach Hause möchte weil die Strassen eventuell immer Glatter werden? Muß ich da Minusstunden machen, darf ich darauf bestehen nach Hause zu fahren, muß ich zur Arbeit kommen etc. (Leistungsverweigerung)?

    Danke für alle Ideen und Anregungen

    Packer
    Gebt ihm ein faires Gerichtsverfahren und hängt ihn dann auf!

  • #2
    AW: Unwetterwarnungen, wie verhalte ich mich als Arbeitnehmer

    Moin Packer, was ist geschrieben, AV, BV, TV usw. habt ihr einen BR
    Gruß BIG
    Moin, Moin,
    BIG

    "Wege entstehen dadurch, dass man sie geht."
    Franz Kafka

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    • #3
      AW: Unwetterwarnungen, wie verhalte ich mich als Arbeitnehmer

      Grundsätzlich hilft reden. Wenn du noch nicht auf der Arbeit bist, dann solltest du den AG anrufen und deine Befürchtungen äussern.

      Grundsätzlich ist das aber nicht das PRoblem deines AGs wie du auf die Arbeit kommst, also wäre versäumte Zeit entweder Minusstunden oder man müsste das als Urlaub abrechnen.

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      • #4
        AW: Unwetterwarnungen, wie verhalte ich mich als Arbeitnehmer

        Zitat von BIG Beitrag anzeigen
        Moin Packer, was ist geschrieben, AV, BV, TV usw. habt ihr einen BR
        Gruß BIG
        ich bin BR. Weiß also genau, daß es hier keine internen Regelungen bzw. im AV/TV gibt.
        Gebt ihm ein faires Gerichtsverfahren und hängt ihn dann auf!

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        • #5
          AW: Unwetterwarnungen, wie verhalte ich mich als Arbeitnehmer

          Na ja, wenn der Arbeitsweg zu gefährlich wird dann sollte der AG Verständnis aufbringen, vor allem wen man ihn darauf hinweist, dass ein Unfall dann als Wegeunfall über die Berufsgenossenschaft geht.

          Aber google sagt zur Zeit sehr viel darüber:

          Arbeitsrecht: Welche Regeln Chefs und Arbeitnehmer bei Winterchaos beachten müssen

          Grüße
          Kleine Hexe

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          • #6
            AW: Unwetterwarnungen, wie verhalte ich mich als Arbeitnehmer

            Hallo

            Insbesondere der Umstand, daß die Warnungen frühzeitig bekannt sind und durch alle Medien gehen, wirkt sich auf den AN nachteilig aus. Somit kann er sich nicht darauf berufen, von den widrigen Verhältnissen überrascht worden zu sein. Es ist ihm also eher auferlegt, deutlich früher loszufahren, um pünktlich anzukommen. Extreme Situationen mögen in der Theorie vorkommen, aber das muß man dann auch beweisen. Und wenn der Kollege aus dem gleichen Wohnort auf der Firma erscheint, dann sieht das schon nicht mehr so gut aus... Bzgl der Rückfahrt stehen die Chancen imho noch schlechter. Da kann der AG imho fast ausnahmslos auf stur schalten, wenn er damit nicht ganz offenkundig gegen seine Fürsorgepflicht verstößt.

            Gruß,
            LeoLo
            Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

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            • #7
              AW: Unwetterwarnungen, wie verhalte ich mich als Arbeitnehmer

              Zitat von LeoLo Beitrag anzeigen
              Hallo

              Insbesondere der Umstand, daß die Warnungen frühzeitig bekannt sind und durch alle Medien gehen, wirkt sich auf den AN nachteilig aus. Somit kann er sich nicht darauf berufen, von den widrigen Verhältnissen überrascht worden zu sein. Es ist ihm also eher auferlegt, deutlich früher loszufahren, um pünktlich anzukommen. Extreme Situationen mögen in der Theorie vorkommen, aber das muß man dann auch beweisen. Und wenn der Kollege aus dem gleichen Wohnort auf der Firma erscheint, dann sieht das schon nicht mehr so gut aus... Bzgl der Rückfahrt stehen die Chancen imho noch schlechter. Da kann der AG imho fast ausnahmslos auf stur schalten, wenn er damit nicht ganz offenkundig gegen seine Fürsorgepflicht verstößt.

              Gruß,
              LeoLo
              Ist zwar gewagt, aber könnte man sich nicht auf § 313 BGB berufen?
              Motto: „Lohn- und Arbeitsbedingungen sind nicht das Ergebnis von Billigkeitserwägungen, sondern der Ausdruck realer Machtverhältnisse. Nicht nach Recht und Gerechtigkeit füllt die Entscheidung darüber, ob die Löhne steigen oder fallen, ob Acht- oder
              Zehnstundenarbeitstag; alle Diskussionen darüber, ob das eine oder andere jeweils richtig und angemessen sei, sind nutzlos, der Stärkere setzt seinen Standpunkt durch.“
              Dr. Ernst Heller
              12. November 1925 im Unternehmerorgan „Das Holz“.

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              • #8
                AW: Unwetterwarnungen, wie verhalte ich mich als Arbeitnehmer

                Hallo Brummbär

                § 313 BGB halte ich für völlig ausgeschlossen. Die Geschäftsgrundlage fällt doch nicht weg.

                Wenn, dann würde ich den § 275 BGB ins Feld ziehen und sagen, daß die Behebung des Leistungshindernisses theoretisch zwar möglich wäre, aber von keinem vernünftigen Gläubiger ernsthaft verlangt werden könnte.

                Gruß,
                LeoLo
                Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

                Kommentar


                • #9
                  AW: Unwetterwarnungen, wie verhalte ich mich als Arbeitnehmer

                  Zitat von LeoLo Beitrag anzeigen
                  Insbesondere der Umstand, daß die Warnungen frühzeitig bekannt sind und durch alle Medien gehen, wirkt sich auf den AN nachteilig aus. Somit kann er sich nicht darauf berufen, von den widrigen Verhältnissen überrascht worden zu sein.
                  So hab ich das jetzt auch aus dem Link der Kollegin oben herausgelesen und gelernt.

                  Bzgl der Rückfahrt stehen die Chancen imho noch schlechter. Da kann der AG imho fast ausnahmslos auf stur schalten, wenn er damit nicht ganz offenkundig gegen seine Fürsorgepflicht verstößt.
                  Und gerade das macht mir echt Bauchschmerzen. Aber so scheint es dann doch zu sein. Ich habe leider noch kein Urteil dazu finden können. Naja, das ist wohl das sog. Lebensrisiko
                  Gebt ihm ein faires Gerichtsverfahren und hängt ihn dann auf!

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                  • #10
                    AW: Unwetterwarnungen, wie verhalte ich mich als Arbeitnehmer

                    Zitat von LeoLo Beitrag anzeigen
                    Hallo Brummbär

                    § 313 BGB halte ich für völlig ausgeschlossen. Die Geschäftsgrundlage fällt doch nicht weg.

                    Wenn, dann würde ich den § 275 BGB ins Feld ziehen und sagen, daß die Behebung des Leistungshindernisses theoretisch zwar möglich wäre, aber von keinem vernünftigen Gläubiger ernsthaft verlangt werden könnte.

                    Gruß,
                    LeoLo
                    Hallo Leole,
                    hast Recht, hätte ich bis zum Ende gelesen wäre mir der Verweis auf 275 aufgefallen.
                    Motto: „Lohn- und Arbeitsbedingungen sind nicht das Ergebnis von Billigkeitserwägungen, sondern der Ausdruck realer Machtverhältnisse. Nicht nach Recht und Gerechtigkeit füllt die Entscheidung darüber, ob die Löhne steigen oder fallen, ob Acht- oder
                    Zehnstundenarbeitstag; alle Diskussionen darüber, ob das eine oder andere jeweils richtig und angemessen sei, sind nutzlos, der Stärkere setzt seinen Standpunkt durch.“
                    Dr. Ernst Heller
                    12. November 1925 im Unternehmerorgan „Das Holz“.

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