Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Rufbereitschaft

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Rufbereitschaft

    Ich habe einige Fragen bzgl. Rufbereitschaft im ambulanten Pflegedienst:

    Wenn jemand an 7 aufeinander folgenden Tagen Rufbereitschaft hat, wie ist dann die Ruhezeit einzuhalten wenn zb nachts um 3 Uhr ein Anruf eingeht und der Dienst um 6 Uhr beginnen würde. Die Nächte sind ja nicht erholsam. Die Anrufe muss ich zwar entgegen nehmen, jedoch nicht zwingend zum Einsatz rausfahren.

    Weiterhin würde ich gerne wissen wie es ist, wenn die Rufbereitschaft nicht vergütet wird. Lt meinem Arbeitsvertrag ist nur geregelt, dass ich 7 Tage aufeinanderfolgend Rufbereitschaft habe. Andere Mitarbeiter im selben Betrieb bekommen die Rufbereitschaft zusätzlich mit einer Pauschale vergütet. Kann man hier gegen an gehen?

    Auszug aus dem AV: „Der Arbeitnehmer ist verpflichtet an 7 aufeinanderfolgenden Kalendertagen die Rufbereitschaft sicherzustellen. Die Rufbereitschaft erfolgt in der Dienstwoche.“

    Ich habe eine 75% Stelle und arbeite zur Zeit im Wechsel 7 Tage Dienst/7 Tage frei.

    Da das Büro erst ab 9 Uhr besetzt ist und mein Dienst aber um 6 Uhr anfängt, habe ich in den ersten 3 Stunden zusätzlich zum normalen Dienst noch Rufbereitschaft. Das Telefon wird frühestens um 9 Uhr umgestellt. In meinem normalen Dienst ist es ja gar nicht möglich einen zusätzlichen Einsatz zu betreuen. Ebenso ist nicht gewährleistet, dass ich alle Anrufe annehmen kann, da ich ja am Autofahren bin oder Patienten versorge. Wie ist hier die korrekte Handhabung in der Praxis?


    Ich freue mich über eure Einschätzungen.
    Zuletzt geändert von The Lion King; 17.03.2019, 20:10.

  • #2
    Das ist nicht gesetzlich sondern in einchlägigen Tarifverträgen und AVR geregelt, u.a. bei (nicht flächendeckend aber meist) öffentlicher Dienst, DRK, BRK, AWO, Diakonie, Caritas, Johanniter, Malteser, Lebenshilfe u,a,

    Also schon auch bei den wichtigsten Arbeitgebern in der Pflege. Wenn der eigene Arbeitgeber nicht tarifgebunden ist und das kostenlos erwartet, kündigt man am besten und wechselt zu einem anderen. Für Pflegefachkräfte sollte das kein großes Problem sein.

    E.D.

    Kommentar


    • #3
      Danke für die Antwort aber sie hilft mir nicht wirklich weiter. Das die Möglichkeit besteht zu kündigen ist schon klar. Trotzdem Danke.

      AG ist nicht tarifgebunden.

      Kommentar


      • #4
        Problem ist halt, ihr habt kein Tarifvertrag, ich habt wahrscheinlich auch keinen Betriebsrat, also gibt es fast keine gesetzlichen Regelungen.

        Das einzige ist die Ruhezeit, entsprechend Arbeitszeitgesetz ist eine Ruhezeit einzuhalten, die wird auch durch ein Telefonansruf unterbrochen, dann beginnt sie von vorne, wenn nicht vorher schon eine entsprechende Ruhezeit war.
        Zuletzt geändert von matthias; 18.03.2019, 08:10.

        Kommentar


        • #5
          Eine klare Regelung gibt es eben nur in Tarifverträgen. Z.B. im öffentlichen Dienst für Rufbereitschaft an einem Tag 2 Stundengehälter, am Wochenende 4 (mit weiteren Details). Aber das nützt einem nichts, wenn man anderswo arbeitet. Dann hilft lediglich § 612 BGB:
          https://dejure.org/gesetze/BGB/612.html
          Was üblich ist bei privaten Pflegediensten in der jeweiligen Region, wird man nicht so leicht herausfinden können.

          Die Veordnung über den Mindestlohn Pflege hilft auch nicht weiter, weil sie für Rufbereitschaft ausdrücklich nicht gilt und nur regelt, dass dann tatsächliche Inanspruchnahme zu bezahlen ist.

          E.D.


          Kommentar


          • #6
            Zitat von The Lion King Beitrag anzeigen
            ... Weiterhin würde ich gerne wissen wie es ist, wenn die Rufbereitschaft nicht vergütet wird. Lt meinem Arbeitsvertrag ist nur geregelt, dass ich 7 Tage aufeinanderfolgend Rufbereitschaft habe. Andere Mitarbeiter im selben Betrieb bekommen die Rufbereitschaft zusätzlich mit einer Pauschale vergütet. ...
            Hallo,

            haben die anderen das gleiche Gehalt wie du, zuzüglich Pauschale?
            Wie lange bist du schon dort? Wurden nach dir Neue eingestellt, die diese Pauschale ebenfalls bekommen oder nicht bekommen?
            Hast du deinen Arbeitgeber schon mal gefragt, warum du die Pauschale nicht bekommst und was war die Antwort?

            Möglicherweise beruht das ja nur auf einem banalen Fehler (Rufpauschale wurde im Arbeitsvertrag versehentlich vergessen, und das Steuerberatungsbüro, das die Gehaltabrechnungen macht, hat die Pauschale deshalb nicht im Gehaltsprogramm erfasst)?

            Auszug aus dem AV: „Der Arbeitnehmer ist verpflichtet an 7 aufeinanderfolgenden Kalendertagen die Rufbereitschaft sicherzustellen. Die Rufbereitschaft erfolgt in der Dienstwoche.“
            Oder steht im Vertrag drin, dass die Rufbereitschaft mit dem Gehalt abgegolten ist?

            Gruß,
            werner
            Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
            Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

            Kommentar


            • #7
              Hallo Werner,

              nein es steht dem bezüglich nur der zitierte Satz im Arbeitsvertrag. Also nicht, dass die Rufbereitschaft mit dem Gehalt abgegolten ist.

              Ich bin bin seit fast 3 Jahren in dem Betrieb und seit ca. 2 1/2 Jahren mache ich an 7 aufeinanderfolgenden Tagen die Rufbereitschaft pro Monat.
              Ja nach mir sind auch andere Mitarbeiter eingestellt worden die schonmal Rufbereitschaft gemacht haben und die diese mit 25€ Pauschal pro Tag vergütet bekommen haben. Aber bei den anderen Mitarbeitern steht zum Thema Rufbereitschaft nichts im Arbeitsvertrag. Aber ich weiß aus erster Hand, dass Sie die Pauschale bekommen haben.

              viele Grüße

              Kommentar


              • #8
                O.k., dann bleibt noch zu hören, was dein AG auf deine Nachfrage geantwortet hat.
                Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
                Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

                Kommentar


                • #9
                  Noch habe ich ihn nicht darauf angesprochen weil ich vorher noch abklären wollte welche Rechte ich überhaupt habe damit ich auch eine Argumentationsgrundlage habe. Außerdem hatte ich bisher ein gutes Verhältnis zum AG und ich mir dachte, „eine Hand wäscht die andere““. Aber das hat sich schlagartig geändert seit wir angekündigt haben einen Betriebsrat gründen zu wollen. AG sucht jetzt extra Fehler und so weiter. Benutzt also jetzt alles um dagegen zu wettern und einen loszuwerden. Sehr schade und Kräftezehrend.

                  Kommentar

                  Unconfigured Ad Widget

                  Einklappen

                  Google

                  Einklappen
                  Lädt...
                  X