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Arbeitszeugnis so rechtens?

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  • Arbeitszeugnis so rechtens?

    Guten Morgen,

    Kurz zur Erklärung: Meinen aktuellen Arbeitgeber habe ich vor kurzem verlassen und will mich nun beruflich neu orientieren, das Zeugnis das ich hier erhalten habe liest sich auch sehr gut und ich bin zufrieden damit. Als ich dort angestellt wurde wollte man kein Zeugnis meines ersten Arbeitgebers sehen, das ganze ist bei mir in Vergessenheit geraten und ich hab vor kurzem erst rückwirkend eines eingefordert (habe bis 2017 dort gearbeitet). Das liest sich aber ganz anders als das von meinem aktuellen Arbeitgeber, deshalb wollte ich das ganze mal hier zur Diskussion einstellen.



    Am Anfang des Zeugnisses steht eine Beschreibung meiner Stelle und die Aufgaben die ich dort erledigt habe. Danach folgt die Bewertung welche folgendermaßen formuliert ist:

    Sein Fachwissen wusste er jederzeit zur Bewältigung seiner Aufgaben sicher und erfolgreich in die Praxis umzusetzen. Er hat zudem, die vom Unternehmen zahlreich gebotenen Möglichkeiten der beruflichen und fachspezifischen Weiterbildung mit Erfolg genutzt.

    Herr XXX war motiviert und zeigte ein großes Maß an Initiative und Leistungsbereitschaft. Er führte seine Aufgaben meist selbstständig aus. Dabei war seine Arbeitsweise durch Verlässlichkeit und Sorgfalt geprägt.

    Herr XXX hat seine Aufgaben stets zu unserer Zufriedenheit erledigt und unseren Erwartungen in jeder Hinsicht entsprochen. Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war jederzeit hilfsbereit und einwandfrei. Auch im Umgang mit Kunden trat Herr XXX allzeit sicher und freundlich auf.

    Herr XXX verlässt unser Unternehmen zum XX.XX.XXXX. Für die berufliche und private Zukunft wünschen wir Herrn XXX alles Gute und weiterhin viel Erfolg.




    Ich habe mir schon die Codes die Manager benutzen angesehen, allerdings sind hier anders als in meinem aktuellen Zeugnis Widersprüche zu finden, könnt ihr mir sagen welche Gesamtnote das nun ist?

    MfG


  • #2
    Einfach in eine Gesamtnote lässt sich ein Zeugnis nicht übersetzen. Eine recht 4 wär aber vermutlich die Grundaussage des Zeugnisses.
    Der Hinweis auf die zahlreich gebotenen Weiterbildungsmöglichkeit en lässt aufhorchen (Bildungsurlaub durchgesetzt?) könnte aber auch einfach etwas Selbstbeweihräucherung sein.
    Schlecht ist das Ende das codiert besagt dass da Arbeitsverhältnis durch des Arbeitgeber beendet wurde. Das ist in meiner Praxis oft ein Ausschlussgrund zur Einstellung oder zumindest Anlass sehr genau im Bewerbungsgespräch abzuklopfen.

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    • #3
      Ich würde hier eine 4 sehen.
      Gruß Fs
      In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

      Kommentar


      • #4
        Wo sieht man da ne 4?

        Der einzig etwas negative Satz ist, dass er nur meist selbständig arbeitet.

        Die Bewertung stets zu unserer Zufriedenheit ist in meinen Augen ein 2 und sie haben den Erwartungen in jeder Hinsicht entsprochen.

        Es kommt auch ein bisschen darauf an, ist das ein Berufsanfänger oder jemand mit 30 Jahren Erfahrung?
        Welche Position ist es überhaupt, Leiter Einkauf oder Rechnungsbearbeitung?

        Wie groß ist die Firma? Welche Erfahrung hat der Autor mit Zeugnis schreiben?

        Kommentar


        • #5
          "Stets zu unserer Zufriedenheit" ist keine 2 (dazu fehlt das "voll"), sondern eine 3.
          Dazu kommen dann deutlich schlechtere Formulierungen wie "meist selbständig", das Fehlen von Bedauern über das Ausscheiden und wie schon geschrieben das Nichterwähnen des Fakts von wem die Kündigung ausging.
          In der Summe ein Zeugnis das die Chancen bei der Stellensuche verschlechtert.

          Insgesamt entsteht aber auch der Eindruck dass der Verfasser die Zeugnissprache nicht umfassend beherrscht. Sollte der Arbeitgeber ein eher kleiner Betrieb sein könnte man auch davon ausgehen dass die hier aufgeführten Defizite unbewusst formuliert wurden.

          Kommentar


          • #6
            Hallo,

            aus meiner Sicht ist das bestenfalls ein "befriedigend". Von "Personaler321" wurde zu recht bereits auf die entsprechenden Formulierungen hingewiesen. Wenn du selbst gekündigt hast, sollte das dort auch stehen ("Ausscheiden auf eigenen Wunsch"). Wichtig für ein gutes Zeugnis ist außerdem das Bedauern über das Ausscheiden und der Dank für die geleitstete Arbeit.

            Du redest vom "ersten Arbeitgeber". War das dein erstes Arbeitsverhältnis nach Schule/Studium? Wie lange warst du dort? Mangelnde Berufserfahrung und eine kurze Zugehörigkeit können ein mittelmäßiges Zeugnis etwas relativieren - vor allem, wenn nachfolgende Arbeitszeugnisse deutlich besser ausfallen.

            Gruß,
            werner
            Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
            Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

            Kommentar


            • #7
              Wenn es hier um einen jungen Berufsanfänger geht, halte ich das Zeugnis für ehrlicher als die meisten Lobeshymnen die man
              meist eh nicht ernst nehmen kann.

              Die fehlende Bedauernsformel kommt auch daher, dass das Zeugnis 2 Jahre nach Austritt angefordert wurde. Keine bedeuert
              mehr das Ausscheiden nach 2 Jahren und man wünscht auch nichts mehr für die Zukunft, weil die Zukunft schon vorbei ist.
              Also auch hier einfach ehrlich!

              Für die Zukunft: Zeugnisse zeitnah anfordern. :-)

              Kommentar


              • #8
                Zitat von matthias Beitrag anzeigen
                Für die Zukunft: Zeugnisse zeitnah anfordern. :-)
                Absolut richtig.

                Wenn das Zeugnis - aus welchen Gründen auch immer - dennoch verspätet ausgestellt wird, sollte das Ausstellungsdatum dennoch mit dem Austrittsdatum identisch sein. Falls das Ausstellungsdatum erst einen wesentlich späteren Zeitpunkt ausweist (hier beispielsweise: 2019 statt 2017), gilt das als Indiz für einen vorausgegangenen Rechtsstreit um das Arbeitszeugnis.
                Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
                Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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