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Anspruch auf Bezüge bis zum letzten Arbeitstag, trotz mehr als 42 Tagen Krankeit?

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  • Anspruch auf Bezüge bis zum letzten Arbeitstag, trotz mehr als 42 Tagen Krankeit?

    Hallo,
    ich bin 22 und zur Altagsbegleiterin in der Altenpflege ausgebildetet und habe einen GdB 50%.
    Meine erste Anstellung nach meiner Ausbildung war auf ein Jahr befristet und endete, nachdem man mich wie wohl auch schon viele andere zuvor nicht fest übernehmen wollte nach einem Jahr.zum 31.10
    Durch einen Sturz gemeinsam mit einer Schutzbefohlenen, die auf mich fiel, Verletzung des Sprungelenkes wurde ich im Sommer krank. Zudem bin ich bin mehrfach währen der Arbeit zusammengebrochen und fiel für insgeamt mehr als 42 Tage aus.
    Im September teilte man mir mi,t dass ich nicht übernommen werde. Anfang Oktober wurde ich wieder gesund geschrieben und musste dann erst mal meinen Resturlaub nehmen. Danach hatte ich noch genau 3 Tage zu welchen ich nochmals antreten wollte.
    Als ich am 29.10 wie geplant zur Arbeit erschien, sagte man mir, ich könne meine Sachen abgeben und gleich wieder heim gehen. Ich würde hier nicht mehr gebraucht.
    Jetzt stellt sich zudem heraus, dass man mir mit der Begründung, ich sei mehr als 42 Tage krank gewesen, was ja sein mag, aber danach war ich ja wieder arbeitsfähig, hatte aber noch Urlaub , den ich ja nehmen sollte - auch noch das Oktobergehalt nicht gezahlt hat.
    Kann ich da was machen ?
    Weitere Frage: Hätte ich mit Gdb 50 die Befristung zu meinen Gunsten aushebeln können oder wie kann ich das in Zukunft besser vermeiden?
    Ich freue mich über hilfreiche Antworten. Danke
    Zuletzt geändert von LvR; 02.11.2018, 06:32.

  • #2
    Zitat von LvR Beitrag anzeigen
    ... war auf ein Jahr befristet und endete, ... nach einem Jahr.zum 31.10
    ... wurde ich im Sommer krank. Zudem bin ich bin mehrfach währen der Arbeit zusammengebrochen und fiel für insgeamt mehr als 42 Tage aus.
    Hallo,

    stehen die Zusammenbrüche während der Arbeit im Zusammenhang mit der Erkrankung nach dem Sturz im Sommer?
    Hat der Sturz die Erkrankung im Sommer verursacht? Wurde das als Arbeitsunfall der Berufsgenossenschaft gemeldet? Ob der BG gemeldet oder nicht, spielt für deine konkreten Fragen zwar keine Rolle, könnte aber hinsichtlich der medizinischen und finanziellen Leistungen vielleicht irgendwie interessant sein.

    Als ich am 29.10 wie geplant zur Arbeit erschien, sagte man mir, ich könne meine Sachen abgeben und gleich wieder heim gehen. Ich würde hier nicht mehr gebraucht.
    Diese Freistellung ist aber nur mündlich geschehen, nicht schriftlich? Hast du eventuell Zeugen dafür, oder war das ein Vier-Augen-Gespräch?

    Jetzt stellt sich zudem heraus, dass man mir mit der Begründung, ich sei mehr als 42 Tage krank gewesen, was ja sein mag, aber danach war ich ja wieder arbeitsfähig, hatte aber noch Urlaub , den ich ja nehmen sollte - auch noch das Oktobergehalt nicht gezahlt hat.
    Kann ich da was machen ?
    Die 42 Tage spielen nur eine Rolle, wenn die einzelnen Erkrankungszeiten inhaltlich zusammenzuzählen sind (Vorerkrankung). Falls du also im Sommer aufgrund der Sprunggelenksverletzung arbeitsunfähig warst und die Zusammenbrüche bei der Arbeit ebenfalls auf diese Verletzung zurückzuführen sind, müssen die Zeiten addiert werden. Die Krankenkasse kann dem Arbeitgeber Auskunft darüber geben, ob eine Zusammenrechnung erfolgt (ohne Nennung der Diagnosen).

    Sofern dein Arbeitgeber das Gehalt trotz einer freundlichen oder nachdrücklichen Aufforderung nicht zahlen möchte, musst du letztendlich Lohnklage beim Arbeitsgericht erheben. Das geht notfalls ohne Rechtsanwalt - die Antragsstelle des Arbeitsgerichts nimmt auch eine mündlich vorgetragene Klage entgegen. Dabei ist genau zu beziffern, welche Ansprüche dir deiner Meinung nach zustehen. Also nicht "Ich fordere das Oktobergehalt", sondern "Ich fordere das Gehalt für die Zeit von ... bis ... in Höhe von ... € brutto."

    Weitere Frage: Hätte ich mit Gdb 50 die Befristung zu meinen Gunsten aushebeln können
    Nein. Wenn der befristete Vertrag korrekt formuliert ist, hilft dir die Behinderung als Mittel dagegen nicht weiter.

    oder wie kann ich das in Zukunft besser vermeiden?
    Keine befristeten Verträge mehr abschließen. Außerdem - soweit das irgendwie steuerbar ist - auf die krankheitsbedingten Fehlzeiten achten. Eine/n Arbeitnehmer/in mit solchen Ausfallzeiten innerhalb des ersten Beschäftigungsjahres würde ich (aus Arbeitgebersicht) auch nicht ohne weiteres verlängern wollen.

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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    • #3
      Denkbar wäre, dass in vorherigen Monaten zu viel gezahlt wurde wegen der langen AU und dies nun aufgerechnet wird gegen die Bezahlung für Oktober. Aus den Angaben ist aber nicht ersichtlich, ob wegen ein und desselben Krankheitsfalles mehr als 42 Tage AU anfielen. Falls dem so sein sollte, würde für die Zeit darüber hinaus aber Anspruch auf Verletztengeld von der Unfallversicherung bestehen. Außerdem müsste die Aufrechnung auch erklärt werden (was vielleicht geschehen ist) und die Pfändungsgrenze beachtet werden.

      Eine Schwerbehinderung bietet zwar besonderen Kündigungsschutz, schließt aber nicht eine Befristung aus.

      E.D.

      Kommentar


      • #4
        Danke Leute, das hilft mir schon mal deutlich weiter. Ich geh mich jetzt erst mal Arbeitslos melden ;-(

        Kommentar


        • #5
          Zitat von LvR Beitrag anzeigen
          Ich geh mich jetzt erst mal Arbeitslos melden ;-(
          Ich hoffe du hast eine Meldung schon entsprechend vorher mal an die Agentur abgesetzt.
          Sonst ist das jetzt ein bisschen spät und führt wahrscheinlich zu einer Ruhezeit. das ALG.

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